Superfood

Von scharf bis süß: Die Avocado ist ein Alleskönner

Avocado macht sich gut im Salat: Zum Beispiel gemeinsam mit Kürbis, Apfel, Koriander und gerösteten Kernen. Foto: Julia Hoersch/dpa
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Avocado macht sich gut im Salat: Zum Beispiel gemeinsam mit Kürbis, Apfel, Koriander und gerösteten Kernen. Foto: Julia Hoersch/dpa
Die Avocado ist auch die perfekte Grundlage für eine Schoko-Mousse. Hinterher schmeckt man sie nicht raus. Foto: Ulrike Göbl/dpa
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Die Avocado ist auch die perfekte Grundlage für eine Schoko-Mousse. Hinterher schmeckt man sie nicht raus. Foto: Ulrike Göbl/dpa
Selbst aus dem Ofen schmeckt Avocado: Dazu setzt man je ein Ei in die Hälften und gart sie bei mittlerer Hitze. Foto: Kramp + Gölling/dpa
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Selbst aus dem Ofen schmeckt Avocado: Dazu setzt man je ein Ei in die Hälften und gart sie bei mittlerer Hitze. Foto: Kramp + Gölling/dpa
In Martina Kittlers Buch zum Thema Vollwertkost finden sich auch leckere Avocado-Rezepte. Foto: Julia Hoersch/dpa
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In Martina Kittlers Buch zum Thema Vollwertkost finden sich auch leckere Avocado-Rezepte. Foto: Julia Hoersch/dpa
Ulrike Göbls stellt in ihrem Buch Rezepte vor, bei denen nur natürliche Lebensmittel zum Einsatz kommen. Da darf die Avocado nicht fehlen. Foto: Kramp + Gölling/dpa
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Ulrike Göbls stellt in ihrem Buch Rezepte vor, bei denen nur natürliche Lebensmittel zum Einsatz kommen. Da darf die Avocado nicht fehlen. Foto: Kramp + Gölling/dpa

Die Avocado kann alles, außer gewöhnlich. Sie gibt sogar Schokodesserts die nötige Cremigkeit und Eiskaffee eine gute Grundlage. Auch mit gestockten Eiern nimmt sie es auf. Trotzdem gibt es gute Gründe, sie nur sparsam und bewusst zu genießen.

München (dpa/tmn) - Die Avocado ist schon lange keine Exotin mehr - bei vielen landet sie inzwischen regelmäßig auf dem Teller, meist als Dip oder Brotbelag. Dabei kann die als Superfood gefeierte Frucht viel mehr.

Die Avocado verfeinert Salate und Suppen, kann im Ofen gebacken oder als Grundlage für Süßspeisen verwendet werden. Obwohl die Avocado im Supermarkt oft beim Gemüse zu finden ist, gehört sie zu den Lorbeergewächsen und ist somit eigentlich eine Beere. Was die Avocado so gesund macht, sind vor allem die ungesättigten Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. "Dazu kommen Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium, aber auch Eisen und die Vitamine B, E und K sowie das Provitamin A", erklärt Heidrun Schubert von der Verbraucherzentrale Bayern.

Im Supermarkt werden Avocados das ganze Jahr über angeboten. Meist kommen sie aus Südamerika, Südafrika, Israel und Spanien. Im Laden ist die Avocado oft noch etwas hart, doch bei Raumtemperatur reift sie schnell nach. Wer nachhelfen möchte, kann sie zusammen mit Äpfeln lagern. Diese verströmen ein Gas, das die Avocado schneller reifen lässt.

Die Ökotrophologin und Kochbuchautorin Martina Kittler schätzt den mild-aromatischen Geschmack der Avocado: "Sie lässt sich wunderbar kombinieren, sowohl herzhaft als auch süß." Wer es klassisch mag, kann die Avocado zum Beispiel zusammen mit Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch essen. Auch Mozzarella und Garnelen passen gut, findet Kittler.

Auch Schärfe harmoniert mit der milden Frucht: "Chilischoten passen sehr gut." Für einen Salat kombiniert die Kochbuchautorin die Avocado mit rohem Kürbis, Apfel und Koriandergrün und toppt das Ganze mit gemischten Kernen, die sie zuvor in Honig und Chiliflocken röstet.

Was viele nicht wissen: Selbst aus dem Ofen schmeckt die Avocado. Ulrike Göbl, Kochbuchautorin und Bloggerin, bereitet für einen Brunch und ähnliche Anlässe gerne die sogenannte Eivocado zu. Dazu halbiert sie eine Avocado, entnimmt mit einem Löffel etwas Fruchtfleisch und setzt je ein Ei in die Mulde. Das Ganze gart sie bei mittlerer Temperatur im Ofen, bis das Ei die gewünschte Härte hat. Die Eivocado wird dann bloß noch mit Pfeffer und Salz gewürzt.

Die Avocado ist eine Frucht, die bewusst genossen werden sollte: Umweltschützer kritisieren den hohen Wasserverbrauch für den Anbau in Ländern, in denen Trinkwasser teilweise knapp ist. Außerdem legen Avocados lange Transportwege zurück, bis sie bei uns im Supermarkt landen. Wiebke Unger vom Vegetarierbund Deutschland (VEBU) rät dazu, beim Einkauf auf Bioqualität und Herkunft zu achten. So ist der Transportweg aus Spanien oder Israel nicht ganz so lang.

Göbl verwendet die Avocado für Desserts, zum Beispiel als Grundlage für eine Schokoladen-Mousse. Dazu vermischt sie eine Avocado mit etwas ungesüßtem Kakaopulver und Ahornsirup. Nach Avocado schmeckt die Mousse nicht: "Sie wird vom Geschmack der anderen Zutaten, allen voran dem Kakao, überlagert."

Eine noch ungewöhnlichere Kombination ist Avocado und Eiskaffee. Wie bei der Schoko-Mousse überzeugt Göbl auch hier besonders der Nährstoffgehalt: "Neben der aufbauenden Wirkung des Koffeins nimmt man so auch gleich eine Dosis Vitamine und gesunde Fette zu sich. Man kann den Kaffee so eigentlich als vollwertige Mahlzeit sehen, und er ist somit ideal für ein schnelles Frühstück." Auf eine Tasse kalten Kaffee mischt Göbl eine halbe Tasse Milch und eine halbe zerdrückte Avocado.

Literatur:

Martina Kittler: Vollwert vom Feinsten. Gräfe und Unzer. Euro 24,99, ISBN-13: 9783833844706

Ulrike Göbl: Clean Eating. Pur Essen, Gesünder Leben. Gräfe und Unzer. Euro 16,99, ISBN-13: 9783833847967

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