Bisphosphonate

Vor Einsatz von Osteoporose-Mitteln zum Zahnarzt gehen

+
Zahnfleisch-Probleme und entzündete Zahnwurzeln sollten vor der Einnahme von Bisphosphonate-Mitteln behandelt werden. Foto: Hans Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Zahnarzt-Besuch ist für Osteoporose-Patienten wichtig. Vor allem dann, wenn ihnen ein Mediziner zuvor sogenannte Bisphosphonate verschrieben hat.

Stuttgart (dpa/tmn) - Wer brüchige Knochen hat, wird häufig mit Osteoporose-Mitteln wie Risedronsäure behandelt. Diese sogenannten Bisphosphonate können allerdings eine gefährliche Nebenwirkung haben: die sogenannte Osteonekrose des Kiefers.

Bei der Osteonekrose sterben Teile der Knochen im Kiefer ab. Besonders häufig betroffen sind der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie zufolge Patienten, die ohnehin Probleme mit dem Zahnfleisch oder entzündete Zahnwurzeln haben. Möglicherweise verstärken Entzündungen in Knochennähe die Giftwirkung der Medikamente, so dass der Kieferknochen abstirbt.

Wer mit Bisphosphonaten oder mit dem Wirkstoff Denosumab behandelt werden soll, geht deshalb am besten vorher zum Zahnarzt und lässt eventuelle Entzündungsherde behandeln, raten die Chirurgen. Während der Dauer der Behandlung selbst ist eine gute Mundhygiene wichtig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.