Das können Sie tun

Vorsicht: Jetzt kommt die Zeckenplage zu uns in die Städte

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Auch Städter sollten nach einem Sonnenbad im Park den ganzen Körper nach den kleinen Blutsaugern absuchen.

Von wegen nur auf Wald und Wiesen: Die Blutsauger breiten sich nun auch in Städten aus. Warum und wie Sie sich schützen können, erfahren Sie hier.

Sie scheinen überall zu sein: Wer mit der Familie am Wochenende ins Grüne fährt, dem wird von Ärzten dringend geraten, lange Kleidung zu tragen und immer ein kleines Zecken-Notfall-Kit bei sich zu tragen. Schließlich sollen die kleinen Blutsauger besonders im Wald und auf Wiesen vorkommen – doch wie focus.de jetzt berichtet, sind auch Städter nicht mehr länger vor ihnen gefeit.

Hier erfahren Sie, wie Sie die Blutsauger am besten töten können.

Zecken passen sich an - und breiten sich auch in Städten weiter aus

Zecken sollen sich nun auch immer mehr in deutschen Großstädten ausbreiten – vorzugsweise in Parks, Gärten oder Grünflächen. Daher rät der Zeckenexperte des Naturschutzbundes Baden-Württemberg, Stefan Bosch, auch hier vorsichtig zu sein.

Besonders der Holzbock, die bekannteste und verbreitetste Zeckenart, soll sich in vielen Lebensräumen heimisch fühlen. "Früher war die Zecke als Waldtier abgestempelt, aber sie ist sicherlich überall präsent und man muss überall mit ihr rechnen", so Bosch.

So schützen Sie sich gegen die fiesen Blutsauger

Wer daher einen freien Nachmittag nutzt und sich in die Wiese im nahegelegenen Stadtpark legt, sollte abends seinen Körper gründlich nach Zecken absuchen. Doch woran liegt das überhaupt, dass Zecken nun auch in die Städte vordringen?

Das komme unter anderem von den anhaltenden Klimaveränderungen, so der Experte. Das heißt konkret: Wenn der Winter zu warm ist, dann überleben weniger Zecken, da sie von anderen Parasiten getötet werden. Ist das Wetter im Frühjahr dagegen feucht, ist die Zeit für Zecken optimal. Dann gedeihen sie besonders gut und vermehren sich rasend schnell.

Veränderte Wetterbedingungen schuld an Zeckenplage?

Letzteres war 2016 der Fall – mit der Folge, dass im Südwesten fast doppelt so viele Menschen an Frühsommer-Meningoenzephalitits (kurz: FSME) als im Jahr zuvor erkrankt waren. Damit das nicht auch 2017 passiert, sollten Sie daher rechtzeitig Vorkehrungen treffen.

Lesen Sie hier, wie eine App namens Zecktag Ihnen dabei hilft, die fiesen Blutsauger im Wald und auf Wiesen zu orten.

Auch interessant: Dieses Lebensmittel ist mit FSME-Viren infiziert.

Von Jasmin Pospiech

Das sind die häufigsten Irrtümer über Zecken

Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf. © ap/dpa
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Mythos I: Zecken fallen nur von Baumkronen. © dpa
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden. © dpa
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Mythos II: Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen. © dpa
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden. © dpa
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Mythos III: Ein weiterer Irrtum ist, dass Zecken sofort entfernt werden müssen. © ap
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Ruhe bewahren: Denn wenn Zecken zu abrupt von der Haut entfernt werden, können Teile ihres Körpers abreißen und zu Infektionen führen. © ap
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Mythos IV: Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten. © ap
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen. © ap
Borreliose Bakterium
Überall in Deutschland gibt es Zecken, die die Krankheit Lyme-Borreliose übertragen können. © zecken.de
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Mythos V: Eine Zeckeninfektion ist kein Unfall. © ots
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Falsch ist die Annahme, dass Zeckenbissinfektionen nicht von der Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert. © ots
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Mythos VI: Mit richtiger Kleidung kann ich mich schützen. © dpa
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln. © dpa
Mit ihrem Stechapparat ist die Zecke tief in der Haut verankert und saugt Blut.
Mythos VII: Zecken können verhungern. Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. © zecken.de
Mit ihrem Stechapparat ist die Zecke tief in der Haut verankert und saugt Blut.
Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. © zecken.de
FSME Virus Computer Grafik des FSME Virus
Mythos VIII: FSME Frühsommer-Menigoenzephalitis kommt nur im Frühsommer vor. © zecken.de
FSME Virus Computer Grafik des FSME Virus
Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren. © zecken.de

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