Warum Fieber so gesund ist

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Fieber? Geht die Körpertemperatur auf 40 Grad zu, sollte jeder zum Arzt gehen.

Kopfweh, Halsschmerzen und Nackenweh - das sind alles Symptome, die keiner gerne hat. Kommt dann noch Fieber dazu verunsichert das viele Patienten. Manchmal zu unrecht. 

Bei Hausärzten ist Fieber der häufigste Grund, warum Patienten zur Beratung kommen. Dabei ist eine erhöhte Körpertemperatur in den meisten Fällen kein ernsthaftes Problem - sie hat im Gegenteil sogar heilende Wirkungen. "Viele Vorgänge im körpereigenen Immunsystem laufen bei erhöhten Temperaturen effektiver", erklärt der Fieberforscher Professor Joachim Roth von der Universität Gießen in der "Apotheken Umschau".

Ansonsten gesunde Menschen sollten Fieber nur senken, wenn sie sich sehr unwohl fühlen, Schmerzen haben oder schwer atmen. Geht die Temperatur auf 40 Grad zu, sollte auch ein Arzt konsultiert werden.

Bei Temperatur über 40 Grad Arzt sofort um Rat fragen

Je jünger Kinder sind, umso vorsichtiger müssen Eltern allerdings sein. Die exakteste Messung gelingt im Darmausgang. Unter der Zunge zeigt das Thermometer 0,3 bis 0,6 Grad zu wenig an. Noch ungenauer ist die Achselhöhle. Auch Ohrthermometer sind nicht sehr verlässlich. Stirnthermometer sind bei hohem Fieber genau, versagen aber häufig bei mäßig erhöhter Temperatur.

Grippe oder nur Erkältung?

Bei einer Grippe (Influenza) treten innerhalb kurzer Zeit die charakteristischen Symptome wie Fieber, trockener Reizhusten sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen auf. Schweißausbrüche, allgemeines Schwächegefühl und Halsschmerzen kommen häufig hinzu.

Die Virusgrippe ist keine Bagatellerkrankung: Aufgrund des geschwächten Abwehrsystems wird der Körper auch für schwere Infektionen anfälliger. Herzmuskel- und Lungenentzündung können die Folge sein.

Die echte Grippe wird oft mit Erkältungen verwechselt. Diese sogenannten grippalen Infekte weisen häufig ähnliche Symptome wie eine Influenza auf, werden jedoch durch andere Erreger ausgelöst und sind im Verlauf nicht so schwer.

ots/ml

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