Medizin aus dem Küchenschrank

Warzen: Mit diesem Hausmittel machen Sie ihnen den Garaus

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Angeblich nicht nur im Salat ein Vielkönner: Apfelessig soll auch gegen Warzen helfen.

Es gibt viele Methoden, um Warzen loszuwerden. Ganz sanft und effektiv soll es angeblich mit einem bewährten Hausmittel funktionieren.

Aus medizinischer Sicht sind Warzen nicht gefährlich. Dennoch sollte man sie entfernen lassen, insbesondere dann, wenn sie streuen. Zudem können Warzen mitunter sehr schmerzhaft sein, vor allem, wenn sie am Fuß auftreten und beim Laufen im Schuh drücken. 

Viren sind die Verursacher

Warzen können sich an ganz verschiedenen Körperstellen bilden, etwa an den Fingern oder am Handrücken, an und unter den Nägeln, aber auch an den Genitalien, im Alter auch an den Augenlidern oder der Nase. Sie können dabei einzeln auftreten oder aber beetförmig in Gruppen. Verursacher der lästigen harten Hautknötchen sind Viren, vor allem die humanpathogenen Papillomaviren (HPV). Sie sind für die Entstehung der meisten Warzen verantwortlich. 

Hausmittel gegen Warzen?

Sich eine Warze einzufangen ist ein leichtes, sie wieder loszuwerden jedoch eine langwierige Prozedur. Die Schulmedizin kennt gleich mehrere sehr erfolgreiche Methoden zur Therapie von Warzen, angefangen bei der operativen Entfernung über die Vereisung mit flüssigem Stickstoff bis hin zum Wegätzen des Gewebes mithilfe von Silbernitrat oder Chloressigsäure. Und das ganz ohne Schmerzen.

Viele Menschen allerdings schwören auf die guten alten Hausmittelchen, die schon ihre Urgroßmütter anwendeten, lange, bevor man Warzen mit dampfendem Stickstoff zuleibe rückte. Thuja-Tinktur beispielsweise findetin der Naturheilkunde vielfache Anwendung, und auch Schöllkrautsaft, Zypressen-Wolfsmilch, Teebaumöl oder Knoblauch gelten in der Volksmedizin seit Jahrhunderten als wirksame Mittel gegen Warzen. Manche schwören gar auf die Heilkraft von Schneckenschleim, wenn man sich diesen vom Produzenten selbst in einer Vollmondnacht auf die Warze auftragen lässt. 

Apfelessig: Angeblich nicht nur im Salat nützlich

Nun aber macht eine in diesem Zusammenhang eher ungewöhnliche Essenz aus dem Küchenschrank eine überraschende Karriere bei der Warzenbehandlung: Apfelessig. Was die meisten Menschen bis dato allenfalls für ihr Salatdressing verwendeten, setzen andere ihn als Tinktur gegen die lästigen Hautverhornungen ein.

Essig, so die Anhänger dieser Methode, sorge für ein basisches Milieu auf der Haut, in dem sich die verursachenden Viren nicht mehr vermehren können. Das Gute daran: Apfelessig hat fast jeder im Haus, er kostet nur wenige Euro und ist, wie bereits erwähnt, vielfältig im Haushalt einsetzbar. 

Und so funktioniert die Warzenbehandlung mit Apfelessig: 

  • Apfelessig auf einen Wattebausch oder ein Wattepad geben und mit einem Pflaster auf der Warze fixieren 
  • am besten über Nacht einwirken lassen 
  • Anwendung ein paar Mal wiederholen. 
  • Nach wenigen Tagen, spätestens nach einer Woche, verfärbt sich die Warze braun und verschwindet. 
  • Hinweis: Nur naturbelassenen, also naturtrüben Bioapfelessig verwenden.

Was die Erfolgschancen betrifft, darüber gibt es sicher unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen. Aber Ausprobieren kann immerhin nicht schaden. Von manchen Warzen sollte man aber besser die Finger lassen und den Arzt aufsuchen.

Zum Beispiel bei Dellwarzen, da sie hochansteckend sind. Dellwarzen treten häufig bei Kindern auf, und zwar meist am Rumpf, im Gesicht, im Bereich der Genitalien oder in Arm- und Beinbeugen. Man erkennt sie an der typischen kleinen Delle, aus deren Öffnung sich eine breiige weiße Masse ausdrücken lässt, der jedoch hochinfektiös ist und deshalb am besten vom Hautarzt mit einem chirurgischen Löffel entfernt werden sollte.

Vorsicht in Schwimmbädern und Turnhallen

Sich vor den Viren, die die Warzen verursachen, zu schützen, ist nicht so einfach: Zwar geschieht die Übertragung normalerweise nur durch direkten Hautkontakt, wobei die Infektion auch von Mensch zu Mensch erfolgen kann. Allerdings sind die Viren sehr robust und können auch auf glatten Flächen eine Zeitlang überleben. Überall dort, wo viele Menschen mit nackten Füßen herumlaufen, wie etwa im Schwimmbad, in der Turnhalle oder der Sauna, ist die Ansteckungsgefahr deshalb besonders groß.

So können Sie sich vor einer Ansteckung schützen

  • Laufen Sie in Saunen, Schwimmbädern oder beim Sport niemals barfuß. Tragen Sie stattdessen Badeschlappen oder Turnschuhe
  • Trocknen Sie Hände und Füße nach dem Waschen gut ab und verwenden Sie hierfür möglichst nur Ihre eigenen Handtücher. Am besten benutzen Sie auf öffentlichen Toiletten Papierhandtücher
  • Unterstützen Sie Ihr Immunsystem, indem Sie Stress vermeiden und auf Alkohol und Nikotin verzichten.
  • Treiben Sie Sport. Das kurbelt den Kreislauf an und sorgt dafür, dass Hände und Füße gut durchblutet werden. 
  • Verwenden Sie Kondome, um sich beim Geschlechtsverkehr vor einer Ansteckung mit Feigwarzen zu schützen.
  • Vermeiden Sie es, an Warzen zu kratzen – weder mit den Fingernägeln, noch mit spitzen Gegenständen, da Sie dadurch die Viren noch mehr verteilen und die Vermehrung der Viren nur weiter verstärken.

Von Franziska Grosswald

Wie werde ich..? Podologen behandeln Füße

Berührungsängste dürfen Podologen nicht haben: Die Auszubildende Laura Müller bringt mit einer Fräse die Nägel einer Patientin in Form. Foto: Ronny Hartmann
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Worauf ist bei der Behandlung zu achten? Die angehende Podologin Laura Müller bekommt es von ihrer Ausbilderin Petra Agajew (l) erklärt. Müller lernt an der Fit-Ausbildungs-Akademie gGmbH, einer Berufsfachschule für Gesundheitsberufe in Magdeburg. Foto: Ronny Hartmann
Worauf ist bei der Behandlung zu achten? Die angehende Podologin Laura Müller bekommt es von ihrer Ausbilderin Petra Agajew (l) erklärt. Müller lernt an der Fit-Ausbildungs-Akademie gGmbH, einer Berufsfachschule für Gesundheitsberufe in Magdeburg. Foto: Ronny Hartmann © Ronny Hartmann
Zu den Aufgaben der angehenden Podologin Laura Müller gehört es, Korrektur-Bandagen für einen Hammerzeh zu machen. In der Berufsschule lernt sie Fächer wie Anatomie oder Krankheitslehre. Foto: Ronny Hartmann
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Kein Patient ist wie der andere: Die angehende Podologin Laura Müller muss sich immer wieder auf einen anderen Menschen und dessen Befindlichkeit einstellen. Foto: Ronny Hartmann
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Mit einigen geübten Handgriffen regt die angehende Podologin Laura Müller bei einer Patientin die Durchblutung an. Foto: Ronny Hartmann
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Laura Müller macht die zweijährige Ausbildung zur Podologin. Ihr gefällt, dass sie in dem Beruf weitestgehend selbstständig arbeiten kann. Foto: Ronny Hartmann
Laura Müller macht die zweijährige Ausbildung zur Podologin. Ihr gefällt, dass sie in dem Beruf weitestgehend selbstständig arbeiten kann. Foto: Ronny Hartmann © Ronny Hartmann

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