Waschen wir uns krank? 7 Tipps für die richtige Körperpflege

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Nicht, wenn wir es richtig machen: Regelmäßig, aber nicht zu oft den Körper reinigen und dabei die zum Hauttyp passenden Mittel benutzen

Ein sauberer Mensch wird selten krank – aber allzu viel Sauberkeit ist auch wieder ungesund. Zu häufiges Waschen, zu aggressive Waschmittel oder Desinfektionssprays machen uns eher krank als gesund.

Den Menschen wurde eingebläut, dass Hauttalg grundsätzlich übel riechend und schädlich sei und durch Cremes oder Lotions ersetzt werden müsse. Dabei ist der Talg wichtig für Schutz und Pflege der Haut – Lotions, die viele Chemikalien enthalten, können ihn nicht ersetzen, aber sie können Allergien auslösen. Ähnliches gilt für den Schweiß, der für die Wärmeregulation des Körpers wichtig ist. Erst wenn er durch Bakterien zersetzt wird, bildet sich Körpergeruch.

Deshalb ist eine regelmäßige, aber richtige und nicht übertriebene Körperhygiene der goldene Mittelweg. Die Hautreinigung sollte eine möglichst geringe Entfettung, Austrocknung und Reizung der Haut bewirken. „Nicht geeignet sind gewöhnliche, handelsüblich parfümierte Seifen und Syndets“, erklären Experten der Universitäts-Hautklinik Bochum. 

So pflegen Sie Ihre Haut

  • Auch Wasser ohne Seife oder Syndets löst den Hauttalg und entfernt den Schweiß – heißes Wasser intensiver als kaltes.
  • Zur Reinigung ist kurzes Duschen immer besser als Baden. Lang dauernde, heiße Bäder fördern das Austrocknen der Haut. Für Bäder sind ölhaltige Zusätze zu empfehlen, nicht aber Schaumbäder. Nach dem Abtrocknen können Wasser-in-Öl-Emulsionen oder Cremes einen Teil des verlorenen Fettschutzes ersetzen.
  • Personen mit trockener, empfindlicher Haut können Duschöle benutzen – das sind Kombinationen aus Ölen und Tensiden, die gut rückfetten.
  • Im Intimbereich möglichst nur mit Wasser waschen. Frauen können damit Scheideninfektionen verhindern.
  • Im Winter sollten empfindliche Menschen ihre trockene Haut intensiv pflegen, vor allem, wenn sie häufig Schwimmen gehen. Andernfalls können sich Austrocknungsekzeme bilden.
  • Bei Ekzemen oder Pilzerkrankungen sollten milde, Bakterien hemmende Syndets zum Einsatz kommen.
  • Maler, Automechaniker, Schornsteinfeger oder Bauarbeiter sollten keine Reinigungspasten mit Quarzsand oder Bimsstein und erst recht nicht Nitroverdünnung, Benzin oder Terpentin verwenden, da diese die Haut schädigen. Es gibt neue Waschhilfen, die Kleie oder Holzmehl enthalten und schonender reinigen. (obx medizindirekt)

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