Seltene Form der Nesselsucht

Wasserurtikaria: Kann man gegen Wasser allergisch sein?

Eine Frau hält ihre nackten Füße dicht über Wasser (Symbolbild)
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Weltweit gibt es einige wenige Menschen, die auf Wasser mit Hautausschlag reagieren (Symbolbild)

Bei einer Wasserurtikaria reagieren Betroffene auf Wasser-Kontakt mit Hautschwellungen, Juckreiz und Rötungen. Das Krankheitsbild erinnert an eine Allergie und kann Patienten im Alltag extrem einschränken.

Wien – Wasser begegnet uns praktisch überall: Beim Duschen, beim Kochen, durch Regen und den eigenen Schweiß. Die Vorstellung Wasser nicht zu vertragen, ist also wirklich ein Horror. Doch tatsächlich gibt es das: Weltweit sind zwar nur sehr wenige Menschen von der sogenannten „Wasserurtikaria“ (auch „Wassernesselsucht“ oder „aquagene Urtikaria“) betroffen, diese Patienten reagieren aber mit teils heftigen Abwehrreaktionen und sind in ihrem Alltag extrem eingeschränkt.*

Die Symptome der Wasserurtikaria erinnern ein wenig an Brennnessel-Quaddeln. Meist entwickeln Betroffene etwa eine Viertelstunde nach dem Wasserkontakt kleine weiße Papeln, die von Juckreiz begleitet werden. Auch Rötungen, Ausschläge und tiefe Schwellungen (sogenannte Angioödeme) können auftreten. Die Wasserurtikaria zählt zu den induzierbaren Urtikaria, also den Urtikaria, die einen bestimmten Auslöser haben (in dem Fall Wasser). Einige Betroffene reagieren nur auf bestimmte Wassersorten (etwa Meerwasser), anderen bereiten alle Wasserarten Probleme. Dabei werden sogenannte Mastzellen in der Haut stimuliert, die entzündungsfördernde Botenstoffe (Histamin) freisetzen. Histamin führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße und lässt ihre Wände durchlässiger werden. Es kommt zu Wasseransammlungen, unter der Haut bilden sich Quaddeln. *24vita.de ist ein Angebot von  IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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