Welt-Diabetes Tag

Mehr als sechs Millionen Menschen leiden an Diabetes

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Ein Diabetes-Patient bekommt eine Insulinspritze.

In Deutschland leiden mehr als sechs Millionen Menschen an Diabetes - inklusive der Dunkelziffer könnten es sogar 7,6 Millionen sein.

Mehr als 95 Prozent dürften an einem Typ 2-Diabetes erkrankt sein, der zumeist im höheren Lebensalter auftritt und früher auch Altersdiabetes genannt wurde. Diese Zahlen sind im Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2016 veröffentlicht und beziehen Schätzungen der International Diabetes Federation (IDF) ein.

In der älteren Bevölkerung ab 55 Jahre treten dem Bericht zufolge etwa 270.000 Diabetes-Neuerkrankungen pro Jahr auf.

Zucker - Stoffwechselstörung Diabetes mellitus

Die auch als Zuckerkrankheit bekannte Stoffwechselstörung Diabetes mellitus kann etwa zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenleiden und Erblindungen führen.

Diabetes Typ-2

Typ 2-Diabetes entwickelt sich häufig durch falsche Ernährung, Übergewicht und wenig Bewegung. Die Bauchspeicheldrüse kann das den Blutzucker senkende Hormon Insulin zwar noch produzieren, es wirkt im Körper aber nicht richtig.

Diabetes Typ-1

Beim Diabetes Typ 1 fehlt das Hormon Insulin komplett. Betroffene müssen sich daher mehrmals täglich Insulin spritzen. Diabetes Typ 1 tritt häufig bereits im Kindesalter auf. Nach Schätzungen werden jährlich etwa 3200 bis 3700 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 19 Jahren in Deutschland neu mit Typ 1-Diabetes diagnostiziert.

Diabetes: Das sollten Sie wissen

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Vorstufe von Diabetes, wissen aber nichts von der Gefahr. Die Krankheitszeichen sind oft recht allgemein, doch folgende Alarmsignale können auf einen krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegel hinweisen. © dpa/dak
1. Verschwommenes Sehen © dpa/dak
2. Taube Hände und Füße © dpa/dak
3. Heißhunger © dpa/dak
4. Übermäßiger Harndrang © dpa/dak
5. Anhaltende Müdigkeit © dpa/dak
6. Plötzlicher Gewichtsverlust © dpa/dak
7. Ständiger Durst © dpa/dak
8. Sexuelle Störungen © dpa/dak
9. Schlecht heilende Wunden © dpa/dak
Ohne Zucker geht beim Menschen gar nichts: Weder würden die Beine einen Schritt gehen, noch das Gehirn einen klaren Gedanken fassen. Wie der Automotor Benzin, so verbrennt unser Körper Traubenzucker und bezieht daraus seine Energie. Allein das Gehirn verbraucht 140 Gramm pro Tag! © dpa/dak
Der Körper holt sich die Glukose aus der Nahrung, über das Blut wird es zu den Organen transportiert und hineingeschleust. Doch dieser Glukose-Stoffwechsel ist bei jedem zehnten Menschen gestört. © dpa/dak
Eine Schlüssel- rolle spielt das Hormon Insulin, das für die Aufnahme des Zuckers in die Organe verantwortlich ist. Es verliert zunächst unbemerkt seine Wirkung. Um die gleiche Menge Zucker zu verarbeiten, wird also mehr Insulin benötigt. Der Körper produziert immer mehr Insulin, bis die dafür zuständigen Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. © dpa/dak
In Folge steigt der Blutzucker im Blut drastisch an, die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Treibstoff und Sauerstoff versorgt. Die Folgen sind dramatisch wie Herzinfarkte, Nierenschäden oder schlecht heilendes Gewebe. © dak
Pro Jahr werden in Deutschland 28.000 Füße von Diabetikern amputiert. Mithilfe einer speziellen Stimmgabel überprüft hier der Arzt das Vibrationsempfinden des Fußes und kann davon weitere Maßnahmen ableiten. © dpa/obs
Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt über 45-Jährigen alle drei Jahre eine sogenannte Nüchtern-Blutglukosebestimmung beim Hausarzt. Früh erkannt, ist die Krankheit gut behandelbar. Wird Diabetes heilbar? Das Neueste von der Impfung bis zur Stammzellen-Therapie lesen Sie hier... © dak

dpa

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