Wenig Schlaf lässt Testosteron sinken

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Der britische Sänger Robbie Williams spritzt sich Sexualhormone, seit ein Arzt ihm "den Testosteronspiegel eines 100-Jährigen" bescheinigt habe. Das erzählt der Popstar in der neuen Ausgabe des Magazins "Esquire".

Schlafmangel hat bei jungen Männern deutlich niedrigere Testosteronwerte zur Folge, wie eine im Fachblatt “JAMA“ veröffentlichte Untersuchung ergeben hat.

Danach sinkt der Testosteronspiegel bei Männern, die eine Woche lang nachts weniger als fünf Stunden geschlafen haben, um zehn bis 15 Prozent.

An der von der Chicagoer Medizinerin Eve Van Cauter geleiteten Studie nahmen zehn junge Männer teil, deren Durchschnittsalter bei 24 Jahren lag. Nach umfangreichen medizinischen und psychologischen Tests kamen sie in ein Schlaflabor. Dort verbrachten sie zunächst drei Nächte, in denen sie bis zu zehn Stunden lang schliefen und anschließend acht Nächte, in denen sie weniger als fünf Stunden schlafen konnten. Am jeweils letzten Tag der beiden Schlafperioden wurde ihnen 24 Stunden lang alle 15 bis 30 Minuten Blut entnommen und untersucht.

Nach nur einer Woche des Schlafmangels zeigte sich der Effekt auf die Testosteronwerte. Zugleich berichteten die Studienteilnehmer, sie hätten sich zunehmend missgelaunt und ohne Energie gefühlt.

Testosteron wird bei Männern im Hoden hergestellt. Das Hormon steuert nicht nur die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane und Spermien, sondern auch die Libido sowie den Knochen- und Muskelaufbau.

Quelle: “Journal of the American Medical Association“, Vol 305, S. 2173-2174)

dapd

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