Psychologie

Wenn Sie eines dieser neun Geheimnisse quält, sollten Sie handeln

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Geheimnisse hat jeder - manche belasten aber besonders.

Ein US-Psychologe erforscht die Auswirkung von Geheimnissen auf unseren Körper. Neun Arten wirken sich besonders schlecht auf unsere Psyche und unseren Körper aus - kennen Sie sie?

Jeder hat sie: Geheimnisse, die entweder friedlich vor sich hin schlummern oder aber - weitaus ungesünder - uns belasten und jeden Tag an die Oberfläche treiben. Viele Psychologen interessiert der Zusammenhang zwischen ihnen und unserer Psyche. Sogar auf die körperlichen Gesundheit können Geheimnisse Einfluss nehmen. Nachwuchsprofessor Michael Slepian von der Columbia University in den USA befasst sich seit Langem mit den dunklen Geheimnissen des Menschen - und hat jetzt neun der quälendsten herausgefiltert.

Für diese neun Geheimnisse schämen sich Menschen besonders

In einer Studienreihe untersuchten Slepian und seine Kollegen, welche Geheimnisse am mächtigsten in uns rumoren, wie das Portal Spektrum meldete. Die Erkenntnis: Je größer die Scham, desto öfter drängen sich Geheimnisse ohne konkreten Anlass in das Bewusstsein. Dabei ist es nicht das Verheimlichen, das uns so sehr belastet, sondern das Gefühl, mit dem Geheimnis leben zu müssen. Das würde einsam und müde machen - und sogar zu psychischen Krankheiten führen, die sich auch durch körperliche Symptome äußern können.

Geheimnisse aus folgenden Bereichen lasten Psychologe Slepian zufolge besonders schwer auf uns:

  • Gewalt: Wenn ein Mensch einem anderen etwas antut, ist das den Studienergebnissen zufolge das schlimmste aller Geheimnisse, das die größtmögliche Scham zur Folge hat. Und Scham sei nicht nur die Folge, sondern auch die Ursache von Aggression.
  • Untreue: Das Geheimnis, das am zweitschlimmsten belastet - mit gewissen Unterschieden. Männer reagieren mehr auf sexuelle, Frauen mehr auf emotionale Untreue.
  • Autoaggression
  • Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper
  • Geld und Karriere: Sie zählen zu den Statusmerkmalen, die die meisten Menschen schwer beschäftigen - und auch oft mit Scham- und Schuldgefühlen verbunden sind. Etwa, wenn das von den Eltern finanzierte Studium nicht zur Führungsposition verhilft, sondern wider Erwarten "nur" zum Sachbearbeiter-Dasein.
  • Süchte wie Spiel-, Alkohol- oder Schmerzmittelabhängigkeit
  • psychische Störungen
  • Traumata

Wen immer wieder dieselben Gedankengänge und Erinnerungen heimsuchen, sollte sich an seinen Hausarzt wenden, der zum Facharzt oder Psychologen überweisen kann. Hier wird je nach individuellem Beschwerdebild eine Therapie eingeleitet, die zum Ziel hat, dass der Patient lernt mit seinen Problemen umzugehen.  

Zur Studie

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jg

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Ein Schlafmohnfeld in Myanmar. Laut UN hat der Anbau ein beispielloses Ausmaß erreicht. Foto: Nyein Chan Naing
Ein Schlafmohnfeld in Myanmar. Laut UN hat der Anbau ein beispielloses Ausmaß erreicht. Foto: Nyein Chan Naing © Nyein Chan Naing
Eine angeschnittene Schlafmohnkapsel, aus der Rohopium tritt. Foto: Humayoun Shiab
Eine angeschnittene Schlafmohnkapsel, aus der Rohopium tritt. Foto: Humayoun Shiab © epa Humayoun Shiab
Afghanistan ist die bei weitem wichtigste Opium-Quelle weltweit. Foto: Taj Wazir
Afghanistan ist die bei weitem wichtigste Opium-Quelle weltweit. Foto: Taj Wazir © epa Taj Wazir
Eine Kugel aus Rohopium in der Hand eines afghanischen Bauern. Foto: Barbara Walton
Eine Kugel aus Rohopium in der Hand eines afghanischen Bauern. Foto: Barbara Walton © Barbara Walton
Ein afghanische Bauer zeigt frisch geerntetes Opium. Foto: Humayoun Shiab
Ein afghanische Bauer zeigt frisch geerntetes Opium. Foto: Humayoun Shiab © epa Humayoun Shiab

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