Wenn der Knorpel nicht mehr will

Kann schwere Folgen haben: Gelenkschäden führen schnell zu Arthrose. Foto: Fotolia

Im Grunde sind sie ein alltäglicher Begleiter: Schmerzen in den Gelenken nach dem Sport. Oft führen solche Verletzungen später zu einer langanhaltenden Arthrose. Der Einsatz körpereigener Knorpelzellen verspricht jetzt eine Verminderung dieses Risikos: Laut dem Orthopäden Dr. Klaus Röde kann durch die neue Behandlungsmethode einer Arthrose wirksam vorgebeugt werden.

Knorpelschäden sind oft das Ergebnis von Unfällen, Überlastungen durch Stoß- und Druckkräfte oder altersbedingte Abnutzung, weiß der Orthopäde und Sportmediziner. Das kann dazu führen, dass ganze Knorpelteile aus dem Verbund ausbrechen und der Knorpel seine biologische Stoßdämpferfunktion verliert. Geschädigte Knorpelzellen können sich nicht mehr regenerieren, schwere Gelenkschäden sind oft die Folge.

Das direkte Aufbringen von gesunden, körpereigenen Knorpelzellen auf den Defekt ist eine neuartige Methode, den Knorpel in seiner ursprünglichen Qualität wieder herzustellen. In speziellen Laboratorien werden hierzu Knorpelzellen, die in einem minimalen Eingriff aus gesundem Gewebe gewonnen werden, zu dreidimensionalen Knorpeltransplantaten angezüchtet. Diese können dann direkt auf den geschädigten Bereich aufgebracht werden. Durch weitere Zellvermehrung gelingt eine biologische Regeneration des Gelenks – eine schonende Methode.

Auf diese Weise wird keine Operation notwendig. Außerdem kann auf eine künstliche Prothese verzichtet werden. (bdx)

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