Wenn das Kreuz wieder zwickt

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Bewegung hilft: Manchmal geht es jedoch nicht ohne Arzt. Bei anhaltend starken Schmerzen, nach einem Sturz und bei Lähmungserscheinungen in den Armen oder Beinen sollte auf jeden Fall ein Mediziner zu Rate gezogen werden. Außerdem kann der Arzt Physiotherapie verordnen.

Unsere Wirbelsäule ist von Muskelsträngen und Bändern umgeben. Das gute Zusammenspiel aller drei Komponenten sorgt dafür, dass wir aufrecht gehen und uns drehen, bücken und strecken können.

„Ursache für Rückenschmerzen sind meist Muskelschmerzen“, sagt Neurochirurg sagt Dr. Gerhard Schillinger. „Wenn die Muskeln verspannt sind, bedeutet das: Ich mute ihnen mehr zu, als sie vertragen können.“

Die Schwachpunkte des Rückens liegen im unteren Bereich in der Lendenwirbelsäule und an der Halswirbelsäule, von wo die Schmerzen oftmals auf die Schultergegend ausstrahlen.

Schonung schwächt die Muskulatur weiter

Bei vielen Menschen besteht der erste Reflex bei Rückenschmerzen darin, sich ins Bett zu legen und darauf zu warten, dass es wieder besser wird. Doch mittlerweile weiß man, dass zu viel Schonung die Muskeln nur noch weiter schwächt. Wer Linderung durch Ruhe sucht, sollte ein Stufenbett wählen: Der Rücken liegt dabei flach, die Beine werden im 90-Grad-Winkel auf einem dicken Polster abgelegt. Das entlastet die Wirbelsäule.

Bei starken Schmerzen darf man ruhig zum Schmerzmittel greifen: denn das durchbricht den Kreislauf aus Schmerz und Verspannung. Aber Medikamente sind keine Dauerlösung. Zusätzlich kann ein warmes Bad oder Rotlicht helfen, um die Muskeln wieder zu entspannen.

Spätestens nach zwei Tagen sollen Rückenpatienten laut Experten wieder anfangen, sich zu bewegen – allerdings nicht gleich mit voller Kraft, sondern moderat.

Gut ist, was den Rücken stärkt, denn dann kann er in Zukunft Belastungen besser verkraften. „Am besten ist Schwimmen, weil der Rücken dabei nicht überlastet wird“, sagt Schillinger. Im Wasser wird das Körpergewicht, das auf der Wirbelsäule lastet, getragen und damit meist auch der Schmerz reduziert. Speziell warmes Thermalbadwasser hilft, die verspannten Muskeln wieder zu entspannen. Doch nicht jeder kann sich fürs Schwimmen begeistern. Man sollte deshalb eine Sportart wählen, die man gern betreibt. Umso größer ist die Chance, dass man dauerhaft aktiv bleibt.

Gut geeignet sind Sportarten, bei denen alle Muskeln möglichst gleichmäßig trainiert werden. Dazu gehören neben Schwimmen auch Joggen, Nordic Walking, Wandern oder Skilanglauf, denn diese Sportarten be- und entlasten den Rücken in einem guten Rhythmus. Richtiges Schuhwerk ist allerdings Voraussetzung. (ams)

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