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Wespenstich? Was Sie im Notfall wissen sollten

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Von: Martina Lippl

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Honig und Marmelade machen die Wespen aggressiv. Doch eigentlich sind die Insekten sehr nützliche Tiere.
Honig und Marmelade machen die Wespen aggressiv. Doch eigentlich sind die Insekten sehr nützliche Tiere. © dpa/dpaweb

Erdbeerkuchen, Limo oder ein schönes Steak vom Grill - wer draußen isst, hat lästige Gesellschaft: die Wespen haben Hochsaison. Das sollten Sie über die Insekten wissen.

Elf Wespenarten gibt es in Mitteleuropa. Doch nur zwei Wespenarten sind für uns besonders lästig: Die Gemeine (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica).

Diese gelb-schwarzen Insekten können uns im Sommer gewaltig nerven. Kaum steht das Essen draußen auf dem Tisch, stürzen sich die ungebetenen Gäste auf Eis, Kuchen oder Fleisch.

Dieses Jahr gibt es zudem ungewöhnlich viele Wespen. Grund dafür waren die guten Nestbau-Bedingungen im Mai, sagt Stefan Berg, Leiter des Fachzentrum Bienen beim Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.

Normalerweise ernähren Wespen ihre Brut mit Blattläusen oder Fliegen und stürzen sich deswegen erst bei Nahrungsmangel auf Grillwürste oder Schinken.

Viele Menschen haben panische Angst vor einem Wespenstich. Doch ein paar Tipps können für ein friedliches miteinander helfen.

Wespen: Die wichtigsten Tipps und Infos

Die Gemeine (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica) sind bis in den Oktober hinein aktiv. Nach den ersten Frostnächten gehen die Wespenvölker jedoch ein. Nur die Königin überwintert. Im Frühjahr bauen die Wespen dann ein neues Nest.

Die größte Wespe ist übrigens die Hornisse, die als ausgesprochen friedlich gilt. Wespen stehen unter Naturschutz und sind sehr nützliche Tiere. Auch ist die Biologie der Wespe sehr interessant.

Was tun bei einem Wespenstich?

Wenn eine Wespe einen Menschen sticht, fühlt sie sich bedroht und wehrt sich. Bei einem Wespen - oder Bienenstich in Rachen, Hals und Zunge sofort den Notarzt rufen und den Notruf unter 112 wählen. Auch wenn starke Reaktionen wie allergische Symptome zu sehen sind, Atemnot oder Kreislaufprobleme, wie Schwindel auftreten. 

Notruf 112

Bis der Arzt eintrifft den Betroffenen mit kalten Umschlägen kühlen. Falls er noch schlucken kann, Speiseeis und Eiswürfel lutschen lassen.

Das Gift von Bienen, Wespen, Hornissen und Hummeln kann insbesondere im Rachenraum die Schleimhäute heftig anschwellen lassen. Dadurch verengen sich die Atemwege oder können im schlimmsten Fall ganz verschlossen werden. Das geschieht im Mund besonders schnell und noch rascher bei Allergikern.

Mehr Tipps und Infos zum Umgang mit Wespen, Hornissen und Co. hat der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf seiner Webseite zusammengestellt.

ml

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