Süße Droge

WHO: warnt vor "verstecktem" Zucker

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Mehr als sechs Teelöffel Zucker sollten Menschen nicht durch verarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen, empfiehlt die WHO.

Joghurt, Wurst oder Ketchup - in vielen Lebensmitteln steckt Zucker. Die WHO warnt nun vor diesen versteckten Kalorienbomben. Sechs Teelöffel pro Tag sind demnach genug.

Sechs Teelöffel Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln täglich - mehr sollten es laut WHO im Mittel nicht sein, wenn man gesund leben will. Mit dieser neuen Zucker-Richtlinie hofft die Weltgesundheitsorganisation, die global zunehmenden Probleme durch Übergewicht eindämmen zu können.

Zwar hebt die WHO ihre bisherige Obergrenze der Zucker-Schädlichkeit durch verarbeitete Lebensmittel von zehn Prozent der täglich konsumierten Kalorien pro Person nicht auf. Jedoch empfiehlt sie nun, diese möglichst auf fünf Prozent zu senken. Das entspricht etwa 25 Gramm oder sechs Teelöffeln. "Das Risiko von Übergewicht, Fettsucht und Karies wird reduziert, wenn die Zuckereinnahme unter 10 Prozent liegt", sagte WHO-Experte Francesco Branca.

Sechs Teelöffel Zucker sind genug

Die WHO-Richtlinie bezieht sich nicht auf den natürlichen, in frischem Obst oder in Milch vorkommenden Zucker. Es gebe keine Beweise, dass dieser schädlich wäre. Verarbeitete Lebensmittel hingegen sind laut WHO oft "Zuckerbomben": In einer Dose mit gesüßter Limonade könnten allein schon 40 Gramm Zucker stecken, warnen die Experten. Und schon ein Esslöffel Ketchup enthalte oft einen Teelöffel Zucker.

dpa

WHO-Zucker-Richtlinie

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