Pflegeheime: Wissenwertes auf einen Blick

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Wenn die ambulante Pflege zu Hause und die teilstationäre Betreuung nicht mehr möglich ist, erweist sich die vollstationäre Unterbringung in einem Pflegeheim oft als beste Lösung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.

Der hohe medizinisch-pflegerische Qualitätsstandard zugelassener Pflegeheime ist eine Garantie für die umfassende Betreuung und Versorgung.

Wie sich die Kosten im Pflegeheim zusammensetzen

Die Heimkosten sind das Ergebnis von Verhandlungen zwischen Heimen beziehungsweise ihren jeweiligen Trägern und den hessischen Landesverbänden der Pflegekassen.

Sie setzen sich zusammen aus den Entgelten für

• Pflegeleistungen

• Unterkunft und Verpflegung (die sogenannten Hotelkosten)

• Investitionskosten

• einem Beitrag zur Finanzierung der Ausbildungskosten.

Was mir von der Pflegeversicherung zusteht

Die Pflegeversicherung bezuschusst die stationäre Betreuung in einem Pflegeheim. Berücksichtigt werden dabei die Kosten für pflegerische und soziale Leistungen.

Je nach Pflegestufe kommen monatlich folgende Sätze zur Auszahlung:

Pflegestufe 1 – 1.023 Euro (2010) 1.023 Euro (2012)

Pflegestufe 2 – 1.279 Euro (2010) 1.279 Euro (2012)

Pflegestufe 3 – 1.510 Euro (2010) 1.550 Euro (2012)

Bei außergewöhnlich hohem Pflegeaufwand, zum Beispiel für Demenzkranke, werden bis zu 1.825 Euro (1.918 Euro ab dem Jahr 2012) ausgezahlt. Nicht zur Anrechnung kommen die sogenannten Hotelkosten für Unterbringung und Verpflegung.

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Reichen Einkommen und Vermögen zur Finanzierung eines Heimaufenthaltes nicht aus, können ergänzende Leistungen der Sozialhilfe in Anspruch genommen werden.

Die vollstationäre Pflege wird nur dann voll bezuschusst, wenn der Medizinische Dienst der Krankenkassen die Unterbringung in einem Pflegeheim für unumgänglich hält.

Wie finde ich das richtige Heim für mich?

Alle Heime beraten gerne über ihre Leistungen und ermöglichen eine Besichtigung - manchmal auch ein Probewohnen. Ohnehin bieten die meisten Heime die Möglichkeit eines befristeten Aufenthalts im Rahmen von Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege.

Vor dem Umzug ins Heim lohnt es sich häufig, noch andere Möglichkeiten der Versorgung in der eigenen Wohnung zu prüfen.

Beratungsstelle hilft bei Auswahl

Wer sich beraten lassen möchte, kann das gerne tun. Die Beratungsstelle "Älter werden" der Stadt Kassel bietet hierfür Sprechzeiten an. Sie sind montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr und finden nach Vereinbarung statt.

Wo finde ich die Beratungsstelle?

Rathaus
Zimmer K 304 und K 305
Flügel Karlstraße
Tel.: 05 61 / 7 87 – 56 36
Fax: 05 61 / 7 87 – 56 35
Internet: www.senioren-kassel.de

 (Awo Nordhessen/Stadt Kassel)

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