Pulver oder Tabletten

Wirkt Magnesium gegen Wadenkrämpfe?

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Vor allem bei langen Strecken bekommen Läufer häufig Wadenkrämpfe. Die Ursache kann Magnesiummangel sein.

Gerade bei extremem Ausdauersport kommt es gelegentlich zu Muskelkrämpfen in den Waden. Magnesium hilft angeblich die Muskeln wieder zu lockern. Ist es sinnvoll Tabletten oder Pulver zu schlucken?

Wer wegen Krämpfen Magnesium einnimmt, macht nichts verkehrt. Darauf weist Katrin Esefeld, Sportmedizinerin am Klinikum Rechts der Isar, hin. Überdosierungen können jedoch zu Durchfall führen.

Wann müssen Sportler mit Wadenkrämpfen zum Arzt?

Wenn Wadenkrämpfe anhalten oder immer wieder auftreten, ist ein Besuch beim Arzt unerlässlich. Ist der Muskel akut verhärtet, helfen Dehnübungen. Dazu wird das Bein am besten ausgestreckt und das Knie durchgedrückt. Dann werden die Zehenspitzen mit den Fingern in Richtung des Körpers gezogen. "Zwischendurch kann man die Waden immer wieder massieren und lockern", rät Esefeld, die auch Mitglied im Berufsverband Deutscher Internisten ist.

Verhärtete Muskeln

Magnesium gibt es als Pulver, Tabletten oder lösbare Brausetabletten. "Die Präparate nehmen sich gegenseitig nichts", erklärt Esefeld. Eine Magnesium-Einnahme als Brausetabletten führe dem Körper zusätzlich noch Flüssigkeit zu - was nie schlecht sei. Denn die Verhärtung des Muskels kann neben Magnesiummangel viele Ursachen haben. Darunter ist auch Flüssigkeitsmangel. Auch eine Fußfehlstellung oder eine Nervenschädigung können zu immer wieder auftretenden Verhärtungen des Muskels führen.

Magnesium in unserem Körper

Magnesium zählt zu den wichtigsten Mineralstoffen in unserem Körper. Magnesium wird in allen Körperzellen zur Energieverwertung gebraucht. Der Hauptgrund für einen Magnesiummangel ist eine einseitige Ernährung. Kürbiskerne sind beispielsweise reich an Magnesium. Es steckt auch in Nüssen, Bananen, Milch, Vollkornprodukten und Gemüse wie Grünkohl.

Einen Magnesiummangel kann der Arzt durch einen Blutuntersuchung und eine Urinprobe den Magnesiummangel feststellen. Was Ärzte meinen, wenn sie über das "großen Blutbild" reden, erfahren Sie hier: ABC der Laborwerte: Das steckt in unserem Blut.

Wenn Sport schmerzt: So fies kann Training sein

Sportverletzung Hautaufschürung Platzwunde
Radfahrer ziehen sich bei einem Sturz oft schlimme Schürf- oder Platzwunden zu. Reinigen und desinfizieren Sie die Hautabschürfung umgehend. Ist die Verletzung tiefer als zwei Zentimeter, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Eventuell muss die Wunde genäht werden. © AFP
Sportverletzung
Wenn Bänder überspannt werden, können sie reißen. Dabei ist ein kurzer, stechender Schmerz spürbar. Besonders schmerzhaft ist ein Kreuzbandriss. Die Kreuzbänder verbinden das Knie mit dem Oberschenkelknochen. Reißen sie, ist eine Operation nicht zu vermeiden. Suchen Sie deshalb umgehend einen Arzt auf. © AFP
Sportverletzung Prellung
Donnert ein Ball gegen Ihren Körper oder stoßen Sie mit einem anderen Spieler zusammen, können Sie sich eine Prellung zuziehen. Die entsprechende Körperstelle schwillt an. Oft bleibt ein blauer Fleck zurück. Kühlen Sie den Bluterguss und schonen Sie sich, bis er abgeklungen ist. © AFP
Sportler sind besonders anfällig für Fußpilz.
Sportler sind besonders anfällig für Fußpilz. Die Pilze lauern im Schwimmbad oder unter den Duschen. Haben Sie sich infiziert, juckt es zwischen den Zehen, die Haut schuppt sich und teilweise bilden sich Bläschen. Das feuchtwarme Klima im Sportschuh begünstigt außerdem Fußschweiß und Fußgeruch.   © obs-Reckitt-Benckiser-Scholl
Sportverletzung Tennisarm
Ein Tennisarm tritt meist durch eine Fehlbelastung ein, zum Beispiel wenn Sie den Ball aus dem Handgelenk schlagen. Durch die einseitige Belastung wird die Streckmuskulatur des Unterarms überfordert. Dadurch schmerzt die Außenseite des Ellenbogens. Hier setzen die Sehnen des Muskels an. Schonen Sie Ihren Arm. Zudem kann eine Ellenbogenbandage die gereizten Sehnenansätze entlasten. © AFP
Sportverletzung: Gehirnerschütterung
Ein heftiger Schlag gegen den Kopf kann eine Gehirnerschütterung verursachen. Erste Anzeichen sind Gleichgewichtsstörungen, Benommenheit und Übelkeit. Durch den Zusammenprall funktionieren die Nervenzellen zeitweise nicht mehr oder werden irreversible zerstört. Das Gehirn kann die Schäden normalerweise schnell wieder beheben. Trotzdem ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich. © AFP
Blasen
Tragen Sie beim Sport die falschen Socken oder reibt der Turnschuh, entstehen schnell unangenehme Blasen. Ein Blasenpflaster lindert den Schmerz. © obs-hansaplast
Vorbeugen können Sie Blasen, indem Sie ein Blasen-Gel auftragen. Es verringert die Reibung. © obs-hansaplast
Sonnenbrand
Gehen Sie im Sommer nie ohne Sonnenschutz joggen. Sonst drohen fiese Verbrennungen. © dpa
Radfahrer
Radfahrer scheuern sich häufig den Po wund, zum Beispiel, wenn der Sattel nicht passt oder sie die falsche Kleidung tragen. Vor allem bei Männern entzünden sich die Härchen am Po leicht. Dagegen hilft eine Rasur und Sitzcreme. © dpa

dpa/tmn

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