Viel Lob für Wohnen am Teich

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Gertrud Spill

Wohnen im barrierefreien Appartement, oft mit Blick auf Park und Teich, maßgeschneiderte Unterstützung im Alltag, Assistenz rund um die Uhr, Kontakte mit der Nachbarschaft: Das ist ein Konzept, das bei vielen älteren Menschen und ihren Angehörigen in Espenau offenbar Beifall und Interesse findet.

Über 60 Besucher kamen am Wochenende im Rahmen der Bürgerversammlung zum Informationsabend der Werkhilfe Calden, die in Espenaus Neuer Mitte für 4,7 Millionen Euro ein Sozialzentrum mit betreutem Wohnen bauen will. Eine Reihe von ihnen lobte das Konzept. Zehn trugen sich am selben Abend in eine Warteliste ein.

In zwei Häusern auf dem Grundstück an der Goethestraße sollen insgesamt 20 Appartements, in einem weiteren Gebäude zwei Wohngemeinschaften mit je acht an Demenz erkrankten Bewohnern entstehen. Das vierte Haus wird ein Beratungs- und Begegnungszentrum beherbergen. „Wir wollen eine Alternative zu den üblichen Alters- und Pflegeheimen bieten“, sagte der Geschäftsführer der Werkhilfe, Professor Heinz- Dieter Olbrich. Man sei auch etwa 1000 Euro günstiger als ein konventionelles Pflegeheim, da nur die Betreuungsbausteine, die angefordert werden, auch bezahlt werden müssten.

Als Sozialwohnung sollen die Appartements inklusive Nebenabgaben 350 Euro kosten.

2012 will die Werkhilfe das Sozialzentrum schon fertig haben, im Frühjahr 2011 soll Baubeginn sein, wenn sich denn genügend Interessenten finden.

Zu denen gehört beispielsweise Gertrud Spill (83), die sich mit ihrem Ehemann (80) in die Interessentenliste eintrug. Die geplante Anlage gefalle ihr sehr gut, sagte sie.

„Das Konzept passt gut zu Espenau und zur Größenordnung der Gemeinde“, meinte die Besucherin Jutta Viehmann. Anita und Rolf Gück, beide 73, sind ebenfalls angetan. Sie könne sich vorstellen, einmal aus ihrem Haus dorthin umzuziehen, sagte die Seniorin. Mit der Entscheidung wollen sie sich aber noch etwas Zeit lassen.

Bei der Diskussion um den von der Gemeinde beschlossenen Spielplatzverkauf in Hohenkirchen zeigten sich die Fronten unverändert. Alle Fraktionen außer der Grünen Liste ließen erkennen, dass sie das Bürgerbegehren für den Erhalt der Spielfläche ablehnen werden. Von der Gemeinde Espenau eingeholte Gutachten hätten das empfohlen. Die Verfechter des Begehrens warfen den Kommunalpolitikern vor, rein formaljuristisch zu entscheiden. (Peter Dilling)

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