Wohnprojekt liegt auf Eis

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Nicht mehr aktuell: Das Baugelände für die Seniorenwohnungen (rot markiert), das Günter Burkhardt, Vorsitzender des DRK-Vereins Heime und Anstalten, und Klinik-Geschäftsführer Norbert Schwarzer (von links) 2006 vorstellten, bleibt leer. Dafür werden Grundstücke vermarktet, die zum Areal der Klinik gehörten (rechts).

Es waren große Pläne, die das Deutsche Rote Kreuz (DRK) 2006 vorstellte. Auf einer Pferdekoppel unterhalb der DRK-Klinik in Oberkaufungen sollten mehrere hochwertige Häuser mit alten- und behindertengerechten Wohnungen entstehen.

Anfang 2007, so sah es der Zeitplan des Investors aus Kassel vor, sollte mit dem Bau des ersten Hauses begonnen werden; noch vor Weihnachten desselben Jahren sollten die ersten Bewohner an der Dr.-Horst-Schmidt-Straße /Ecke Unter der Klinik einziehen. Auf bis zu zwei Millionen Euro bezifferten DRK und Investor die Kosten für jede der maximal vier würfelförmigen „Stadtvillen“.

Prioritäten setzen

Vier Jahre später ist von stilvollen Häusern auf dem abschüssigen, 7400 Quadratmeter großen Areal noch immer nichts zu sehen. Das DRK-eigene Gelände ist weiterhin eine Wiese.

„Wir haben das Projekt erst einmal zurückgestellt“, sagt Klinikchef Norbert Schwarzer, der auch Geschäftsführer des DRK-Vereins Heime und Anstalten ist, auf Anfrage der HNA. Seine Begründung: Das DRK müsse finanziell Prioritäten setzen. Schwarzer verweist auf die erheblichen Investitionen in den Umbau und die Erweiterung der Klinik und des benachbarten Altenpflegeheims.

Knapp neun Millionen Euro - die Zuschüsse eingeschlossen - seien bislang für das Projekt geflossen. Weitere knapp zwölf Millionen Euro würden in den kommenden Jahren folgen.

DRK verkauft Grundstücke

Um die Belastungen stemmen zu können, verzichtet das DRK nicht nur auf das ambitionierte Projekt Seniorenwohnen, sondern verkauft auch eigene Grundstücke.

Wenige hundert Meter von der Pferdekoppel entfernt hat das DRK zwischen dem Sophie-Henschel-Weg und der Straße Unter der Klinik eine Erschließungsstraße anlegen lassen. Über sie sind vier Baugrundstücke zu erreichen, die zum Areal der früheren Lungenheilstätte gehörten.

„Drei Grundstücke haben wir bereits verkauft“, sagte Schwarzer. Eines sei noch zu haben. Für die 1-a-Lage verlangt das DRK nach Angaben des Klinikchefs 140 Euro pro Quadratmeter. (Peter Ketteritzsch)

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