Hightech für Zähne

In Zukunft kommt das Gebiss aus dem Computer

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Dürr Dental stellt eine Kamera vor, die mit Infrarotlicht Karies auf den Zahnflächen sichtbar macht.

Neue Zähne im Schnellverfahren und Laser gegen Zahnstein. Neue Technologien erobern die Praxen der Dentisten. Für Patienten soll der gefürchtete Gang zum Zahnarzt schonender werden.

Der Computer hält Einzug in die Zahnarztpraxis der Zukunft: Nach knapp eineinhalb Stunden soll die neue Prothese aus der digital-gesteuerten Fräsmaschine kommen, den lästigen Zahnstein bekämpft der Dentist der Zukunft mit dem Laser.

Einen Blick in die Zukunft der Zahn-Branche ermöglichte die bereits zu Ende gegenagene Internationale Dental-Schau in Köln. Moderne Kameras sollen die Zähne durchleuchten und Karies schonender und früher entdecken. Eine Belastung durch Röntgenstrahlen gibt es nicht mehr.

Für moderne Zahnärzte gehört neben dem Behandlungsstuhl künftig auch das Tablet zum Repertoire. Spezialfeilen können über den Computer gesteuert werden. So sollen etwa Entzündungen im Wurzelkanal besser bekämpft werden.

Auf Vorbeugung setzt eine mit Bluetooth ausgestattete Zahnbürste. Über eine mit dem Smartphone verbundene Zahnbürste kann der Arzt das tägliche Putzverhalten kontrollieren. Bislang ausgesparte Putzbereiche können für eine Sonderbehandlung in der App markiert werden. Für ausgezeichnetes und regelmäßiges Putzen winkt ein digitales Lob.

Für die Zukunft ist die Branche angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung optimistisch.

Der Zahn: Von Krone bis Wurzel

Der Zahn: Von Krone bis Wurzel Das Gebiss eines Erwachsenen besteht aus 32 Zähnen. Jeder besteht aus der Krone, dem Hals und einer Wurzel, die fest im Knochen eingewachsen ist. Das Zahnfleisch wächst in den Zahn und bildet eine Bakterienbremse. © obs/blend-a-med
Von Mark bis Schmelz Von innen nach außen gibt es folgende Schichten: das von Gefäßen und Nerven durchzogene Mark, das Zahnbein und den Schmelz aus Hydroxylapatit und Fluorid als Schutzschild. © obs
Knochen Der Kieferknochen dient als Verankerung für die Zähne, er bleibt nur unter ständigem Druck stabil. Fehlt der Druck, weil ein Zahn ausgefallen ist, baut sich die Knochensubstanz ab. © obs
Jedes Jahr gehen in Deutschland 14 Millionen Zähne verloren. Zahnkiller Nummer eins ist die Paradontitis. Die Zahnfleischentzündung hat Karies vom ersten Platz verdrängt. © Obs/Oral B
Zahnerkrankungen: Karies ist die häufigste Infektionskrankheit des Menschen, nur ein Prozent der Erwachsenen ist kariesfrei. Die Beläge auf den Zähnen produzieren mit dem Zucker aus der Nahrung Säuren, die in den Zahnschmelz eindringen und ihn auflösen. © obs
Pardontitis Die Parodontitis ist eine schwere Entzündung des Zahnfleisches, bei der sich das Gewebe zurückbildet und den Zahnhals nicht mehr fest umschließt. Sie ist die Hauptursache für Zahnverlust. © obs
Plaque & Zahnstein Zahnbelag (Plaque) ist eine bakterielle Ablagerung auf den Zähnen. Bildet er als Kruste eine Verbindung mit dem Zahn, wird er zu Zahnstein. Dieser bakterielle Biofilm muss sorgfältig entfernt werden. © dpa
Implantat: Zahn sitzt auf einer Schraube im Knochen © obs/proDent e.V.

dpa

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