Was Zähne wirklich aufhellt

Zahncremes für weiße Zähne bei Öko Test – diese Zahnpasta mit Aktivkohle überzeugt

Zahnpasta ist nicht gleich Zahnpasta: Die Hersteller überbieten sich mit neuen Inhaltsstoffen – die die Zähne auch weißer machen sollen.
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Zahnpasta ist nicht gleich Zahnpasta: Die Hersteller überbieten sich mit neuen Inhaltsstoffen – die die Zähne auch weißer machen sollen.

Strahlendes Weiß muss kein Indiz für die Gesundheit der Zähne sein – doch helle Beißerchen gelten als Schönheitsideal. Wie gut Weißmacher-Zahncremes sind, hat Öko Test geprüft.

  • Vor dem Zahnpasta-Regal in der Drogerie wird man förmlich erschlagen von einem riesigen Sortiment verschiedenster Produkte.
  • Fast jede Marke hat mindestens eine Weißmacher-Zahncreme im Angebot, die die Zähne aufhellen soll.
  • Einige dieser Produkte schneiden im Test gut ab – jedoch gibt es auch viele Verlierer.

Bleaching beim Zahnarzt, Hausmittel wie Backpulver oder spezielle Zahnpasten*: Es gibt Mittel und Wege, die die Zähne heller und das Lächeln noch schöner machen sollen. Letztere Option ist die schonendste und günstigste Möglichkeit, die Zähne weißer erscheinen zu lassen. Ein Großteil des Effekts von Weißmacher-Zahnpasten stützt sich darauf, dass sie Verfärbungen entfernen, die etwa durch Kaffee, Rotwein oder Rauchen entstehen. Jedoch sorgen viele Weißmacherpasten für einen mittleren bis hohen Abrieb, wie die Stiftung Warentest informiert. Das könne gesunden Zähnen nichts anhaben, freiliegenden Zahnhälsen allerdings schaden und die Zähne empfindlicher machen. Wer das bei sich bemerkt, sollte in Absprache mit dem Zahnarzt die Zahncreme wechseln.

Im Fall von Aktivkohle-Zahncremes, die mit aufhellender Wirkung werben, sei wahrscheinlich die hohe Scheuerkraft der Kohle für die weißmachende Wirkung verantwortlich, so Stiftung Warentest als staatlich geförderte Verbraucherorganisation. Da derartige Zahncremes das Zahnschmelz angreifen können, sind sie bei schmerzempfindlichen Zähnen weniger gut geeignet.

Hier mehr erfahren über Zahnpasta-Testsieger bei Stiftung Warentest – darunter auch Weißmacher-Zahncremes.

Note fünf und sechs für die Hälfte der getesteten Zahncremes gegen gelbe Zähne  

Das Verbraucherportal Öko Test hat Zahnpasten, die weißere Zähne versprechen, näher unter die Lupe genommen. 94 Zahncremes wurden untersucht, der Fokus lag dabei auf den versprochenen Aufhell-Effekten. Die Prüfer nahmen zum einen die Inhaltsstoffe unter die Lupe, darunter Pyrophosphate gegen Zahnstein, Aktivkohle gegen Ablagerungen, Bleichmittel oder Farbpigmente. Doch auch der Kariesschutz durch Fluorid floss in die Bewertung mit ein sowie die enthaltenen Schadstoffe.

Zahnfleischprobleme? Die richtige Zahnbürste schont Ihre Schwachstelle

Die elektrische Schallzahnbürste Oral-B Pulsonic Slim Luxe 4100 in rosegold (werblicher Link) ist nicht nur schön anzusehen: Sie entfernt mit sanfter Schalltechnologie und 62.000 Bürstenkopfbewegungen pro Minute mehr Plaque als eine herkömmliche Handzahnbürste und soll in nur vier Wochen für gesünderes Zahnfleisch sorgen.

Das erschreckende Ergebnis: Nur 16 Produkte kann Öko Test mit „sehr gut“ oder „gut“ empfehlen, rund die Hälfte der 94 Zahnpasten fällt allein wegen schlechter Inhaltsstoffe mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch. „Mehr als die Hälfte der Zahnpasten für weißere Zähne enthält die Problemstoffe Natriumlaurylsulfat oder Polyethylenglykole und chemisch verwandte Stoffe (PEG). Das Schäumungsmittel Natriumlaurylsulfat gilt als vergleichsweise aggressiv, kann die Schleimhäute reizen. PEG können die Schleimhäute durchlässiger für Fremdstoffe machen“, heißt es auf den Seiten von Ökotest.de.

Aufhellende Zahnpasten – die Öko Test-Sieger

  • Dontodent Black Shine Zahncreme von Dm mit der Gesamtbewertung „sehr gut“
  • Dentabella 6 Zahnweiß von Norma mit der Gesamtbewertung „sehr gut“
  • Dentalux Complex 5 Seidenweiss Plus von Lidl mit der Gesamtbewertung „sehr gut“

Umfrage zum Thema

(jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Mehr Quellen: www.test.de/FAQ-weisse-Zaehne-4483185-0/

Weiterlesen: Wer diese Zahnpasta verwendet, kann sein Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt senken.

Diese Dinge sind schlecht für Ihre Zähne

Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. © Pixabay
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden.
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden. © Pixabay
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ...
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ... © Pixabay
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen.
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen. © Pixabay
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen.
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen. © Pixabay
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz.
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz. © Pixabay
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden.
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden. © picture alliance / dpa
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein. © picture alliance / dpa
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen.
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen. © Pixabay

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