Zeit für Schwangere

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Gemeinsam stark: Hebamme Mandy Janzon (rechts) wendet bei Heike Marpe geburtsvorbereitende Akkupunktur an.

Die Nähe und die gute Betreuung schätzen werdende Mütter an kleineren Kliniken. Heike Marpe kommt mit einem Lächeln in den Kreißsaal des Bad Arolser Krankenhauses. Denn hier fühlt sie sich wohl.

Schon als sie für ihren damaligen Arbeitgeber vor einigen Jahren die Gardinen dort aufhing, war ihr klar, dass sie dort einmal entbinden wollte. Dass es auch so kommen sollte, wusste sie damals noch nicht.

Noch ist es bei der 30-Jährigen mit dem Baby nicht soweit, aber vermutlich in den nächsten Tagen wird die Twisterin zum zweiten Mal Mama. Neben der Wohlfühlatmosphäre mit warmen Farben gab es für die Schwangere natürlich noch mehr Faktoren, die für ihre Wahl des Bad Arolser Kreißsaales sprechen.

Die Eins-zu-Eins-Betreuung in dem kleinen Haus zieht viele werdende Mütter mehr an als der Anschluss an ein großes Klinikum. Denn die acht Hebammen nehmen sich die Zeit, die bei den Frauenärzten manchmal fehlt, auf Sorgen, Ängste und Fragen einzugehen. Auch die nachgeburtliche Betreuung muss oftmals nicht so hektisch ablaufen wie in einer Klinik mit größerer Auslastung.

Heike Marpe geht, wie viele Schwangere, erst einmal davon aus, dass alles in Ordnung ist und die Geburt komplikationslos verläuft, obwohl ihre Tochter per Kaiserschnitt in Vollnarkose geholt werden musste. Diese Mal hofft sie, die Tipps und Hilfestellung, die sie und ihr Mann Jörg im Partnerkurs gelernt haben, auch umsetzen zu können. Neben einem Vorbereitungskurs hilft ihr gerade in den letzten Schwangerschaftswochen auch eine geburtsvorbereitende Akkupunktur, die von den Hebammen angeboten wird.

Ein Pluspunkt für Heike Marpe ist auch die Tatsache, dass man sich auch schon aus der Vorbereitung kennt und Vertrauen zueinander fassen konnte.

So hat die Mutter der dreijährigen Leni sich für das zweite Baby bereits die Dienste von Hebamme Mandy Janzon gesichert, die beim ersten Kind die Nachsorge übernommen hatte. Das Buchen seiner Wunschhebamme für einen Zeitraum von vier Wochen um den Geburtstermin ist allerdings nicht kostenlos.

Von Heike Saure

Methoden

Jeder gebärenden Frau stehen eine Reihe verschiedener Entbindungsmethoden zur Verfügung - je nach Ausstattung der Klinik:

• Auf einem Entbindungsbett können Schwangere liegen oder sitzen. Das Bett kann je nach Bedarf eingestellt werden. Die werdende Mutter bestimmt selbst, welche Position ihr zusagt. Der Arzt oder die Hebamme haben auf jeden Fall immer den direkten Blick auf den Geburtskanal und können helfend eingreifen.

• Bei der Wassergeburt erleben Frauen die Wehen weniger stark und manche können sich leichter entspannen. Bei der Wassergeburt sitzen oder treiben sie in einer speziellen Badewanne. Ob auch die Geburt in der Wanne möglich ist, hängt vom Krankenhaus ab.

• Oft ist der Kaiserschnitt die einzige Möglichkeit, das Kind aus dem Bauch der Mutter zu holen. Immer öfter äußern aber auch in Deutschland werdende Mütter den Wunsch, sich durch den Kaiserschnitt die Mühen und Schmerzen einer Geburt zu ersparen. (nh)

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