Zucker hat viele Namen

Unterschätzte Zuckerfallen: Hinter diesen Decknamen in der Zutatenliste steckt Zucker

Ein großer Haufen Würfelzucker liegt auf einem Teller, daneben Messer und Gabel (Symbolbild).
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Zucker steckt in vielen Lebensmitteln, allerdings häufig ohne, dass Verbraucher es bemerken. Dabei wird getrickst und geschummelt, denn Zuckerstoffe sind vielseitig einsetzbar (Symbolbild).

Zucker steckt in zahlreichen Lebensmitteln. Um von dem teilweise hohen Zuckergehalt vieler Produkte abzulenken, bedienen sich die Hersteller verschiedener Tricks.

Hamburg – Viele Hersteller tricksen und schummeln bei Zuckerangaben von industriell hergestellten Lebensmitteln, wo sie nur können. Denn Zucker verbessert nicht nur den Geschmack, er hat auch viele weitere praktische Eigenschaften und ist obendrein noch günstig in der Produktion. So verleiht Zucker Lebensmitteln nicht nur eine gewisse Süße, er hat auch Einfluss auf die Konsistenz, dient als Konservierungsstoff und Geschmacksverstärker. Das Problem: Zucker schadet der Gesundheit. Um den hohen Zuckergehalt der Produkte zu verschleiern, werden deshalb häufig verschiedene Decknamen eingesetzt.*

Skeptisch sollten Verbraucher auch bei Hinweisen wie „ohne Zuckerzusatz“ oder „ungesüßt“ sein, denn sie vermitteln den Eindruck, dass ein Lebensmittel keinen oder kaum Zucker enthält. Dabei gibt es eine Reihe von natürlichen Zutaten wie Trockenfrüchte und Molkenerzeugnisse, die natürlicherweise (reichlich) Zucker enthalten. Ein weiteres beliebtes Mittel der Hersteller, um vom hohen Zuckergehalt abzulenken, ist, den Zuckergehalt pro Portion anzugeben statt pro Flasche, Becher oder Verpackung. Oft entsprechen diese Portionsangaben aber nicht der Realität, sind „verwirrend, unverständlich und unsinnig“ um die „Nährwerte gesundrechnen zu wollen“ urteilen die Verbraucherzentralen nach einem gemeinsamen Marktcheck. Wer Zuckerfallen umgehen möchte, sollte die Zutatenliste deshalb immer genau prüfen und möglichst wenig industriell hergestellte Lebensmittel konsumieren. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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