Zuckermangel im Gehirn macht Lust auf kalorienreiche Kost

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Bei Glukosemangel im Gehirn ist der Appetit auf Eis, Schokolade und Pommes Frites besonders groß: Wissenschaftler der Yale Universität haben herausgefunden, dass der Teil des Gehirns, der für Gefühle und Impulskontrolle zuständig ist, in diesem Fall seine Fähigkeit verliert, den Appetit auf kalorienreiche Kost zu dämpfen.

Übergewichtige reagierten bei entsprechender Unterversorgung des Gehirns besonders stark auf diese Reize, schreiben die Forscher um Rajita Sinha im Fachblatt Journal of Clinical Investigation. Die Forscher manipulierten bei Studienteilnehmern intravenös den Glukosespiegel im Blut und überprüften mit Hilfe der Magnetresonanztomographie ihre Hirnaktivität. Dabei zeigten sie ihnen Bilder von Speisen mit viel beziehungsweise wenig Kalorien oder von nicht essbaren Dingen. Dabei beobachteten sie, dass bei sinkendem Glukosespiegel ein Verlangen nach Essen entsteht. Es kommt außerdem zu einem Verlust der Selbstkontrolle im Gehirn. Bei Übergewichtigen ist dieser Effekt ausgeprägter als bei normalgewichtigen Personen. "Der Schlüssel scheint zu sein, den Glukosespiegel mit gesunder Ernährung stabil zu halten", sagte Sinha. "Denn das Gehirn braucht Nahrung." (dapd)

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