Für die Kleinsten nur das Beste?

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Früh übt sich: Wenn sich Kinder schon in jungen Jahren an den Zahnarztbesuch gewöhnen, bleiben sie auch spätera ls Erwachsener entspannt bei der Untersuchung.

Kekse, Brei und Trinkmahlzeiten – wenn es um Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder geht, fehlt es keinesfalls an einer umfangreichen Produktauswahl. Doch häufig stehen Gläschenkost und Leckereien für zwischendurch aufgrund ihres hohen Zuckergehalts in der Kritik.

„Je früher Kinder mit kariesfördernden Lebensmitteln in Berührung kommen, umso mehr steigt das Risiko für derartige Erkrankungen im bleibenden Gebiss“, weiß Dr. Marcus Parschau, Zahnarzt und geprüfter Experte für Implantologie (DGOI), und fügt hinzu: „Dabei gibt es einfache Tipps, mit denen sich die Zahngesundheit der Kleinsten langfristig erhalten lässt.“

Gesund und selbstgemacht 

Kräftige Milchzähne gelten nicht nur als Voraussetzung für ein stabiles Kieferwachstum. Kinder benötigen sie, um deutlich sprechen zu lernen und Nahrung ausreichend zu kauen. Um diese Entwicklung zu gewährleisten, benötigen die Kleinen eine ausgewogene Ernährung mit genügend Vitaminen und Mineralstoffen. Zuckerhaltige Fertigprodukte lassen sich dabei durch selbst hergestellten Brei aus Kartoffeln, Karotten oder Bananen optimal ersetzen.

Ab dem zweiten Lebensjahr bieten Milchprodukte wie Joghurt, Käse oder Quark eine ideale Quelle für Kalzium und Phosphat. Sie führen dem Zahnschmelz wertvolle Mineralien zu und sorgen so für eine Schutzschicht gegen tägliche Bakterienangriffe. Später regt kauintensive Rohkost wie Obst und Gemüse die Speichelbildung an. „Durch den Speichel werden die kleinen Zähne sowohl gereinigt als auch mit natürlichen Mineralien gestärkt“, weiß Dr. Parschau.

Bei Getränken empfiehlt er ungesüßten Tee wie Früchte- oder Kräutertee und stilles Mineralwasser. Zuckerhaltige Säfte wie Apfel- oder Traubensaft gehören dagegen zu den plaquebildenden Lebensmitteln. Besonders wichtig bleibt, dass Kinder nicht ununterbrochen an einer Flasche nuckeln. Denn dauerhaftes Umspülen der Zähne mit Getränken verhindert eine Reinigung durch den Speichel. In der Folge neutralisieren sich Säuren nicht ausreichend und sogenannter Nuckelflaschenkaries entsteht.

Früh übt sich 

Neben gesunden Lebensmitteln spielt auch die Mundhygiene des Nachwuchses eine wichtige Rolle. Mit dem Durchbruch des ersten Zahns empfiehlt es sich, mit dem Putzen zu beginnen. Hierfür eignen sich am besten spezielle Fingerhüte mit Borsten. Eltern stülpen diese über den Zeigefinger und reinigen so die kleinen Zähne.

Auch wenn Kinder in den ersten Monaten noch nicht selber Zähne putzen, durch frühzeitiges Spielen mit einer kleinen Zahnbürste gewöhnen sie sich leichter an das tägliche Ritual. Ab etwa zwei Jahren reinigen sie ihre Zähne selbstständig vor. Es bleibt jedoch etwa bis zum 6. Lebensjahr wichtig, dass Eltern anschließend nachputzen.

Außerdem steht mit dem ersten Zahn auch der erste Termin beim Arzt an. „So gewöhnt sich das Kind nicht nur an die Untersuchungen, Eltern erhalten auch wertvolle Hinweise für die optimale Zahnhygiene“, rät Dr. Parschau. „Um eventuell entstehende Karies frühzeitig zu entdecken, sind halbjährliche Kontrollen sinnvoll.“

Bei allen Terminen gilt es, Ruhe auszustrahlen und mögliche eigene Angst nicht auf den Nachwuchs zu übertragen. So geht das Kind später gleich viel entspannter zum Arzt. (nh)

Weitere Informationen unter:

www.dr-parschau.de

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