Zukunftsmedizin und erfahrene Operateure arbeiten Hand in Hand

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Navigierende Operateure: Oberarzt Dr. E. Lorenz, Chefarzt Dr. D. Wagner und Oberarzt Dr. Gratz (v.l.n.r.) mit der zufriedenen Patienten Frau Hoffmann.

Eintausendste computernavigierte Knieprothese am Kreiskrankenhaus Frankenberg

Zum eintausendsten Mal wurde bei einer Patientin das computergestützte Navigationsverfahren benutzt, um Knieprothesen punkt- und millimetergenau einzusetzen. Seit 2009 wird am Kreiskrankenhaus Frankenberg die Computernavigation in der Knieendoprothetik eingesetzt und hat die Qualität der Operationen nochmals verbessert.

Mit Hilfe eines Geräts – das letztendlich wie ein Navigationsgerät im Auto funktioniert – kann die Genauigkeit der Implantation zusätzlich gesteigert werden. So können Knieprothesen höchst präzise und milllimetergenau eingebaut werden. Zur Durchführung von navigierten Operationen werden zu Beginn der OP sog. Marker am Bein des Patienten und den Operationsinstrumenten angebracht. Das sind Reflektoren, die ein vom Navigationsgerät gesendetes Infrarotsignal zurückwerfen. Eine Kamera erfasst dann dieses reflektierte Signal und übermittelt die Daten an einen Computer, dessen Software daraus Positionen, Richtungen und Größen berechnet und auf einem Bildschirm darstellt. Der Operateur kann damit virtuell am Bildschirm die Prothese planen und jeden Schritt der OP verfolgen, überprüfen und ggf. korrigieren. Trotz High-Tech-Medizin kann auf einen erfahrenen Operateur allerdings nicht verzichtet werden: „Das Gerät leistet gute Dienste, aber dem Navi im Auto folgt man ja auch nicht immer ohne seine Anweisungen zu hinterfragen“, sagt Dr. Dieter Wagner, Chefarzt für Chirurgie am Kreiskrankenhaus Frankenberg. So arbeiten Mensch und Technik Hand in Hand zum Wohle des Patienten. (nh)

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