Zwangsstörungen kosten Betroffene viel Lebenskraft

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Wird das Waschen zum Zwang, raubt es Betroffenen viel Zeit und Kraft. Helfen kann in diesem Fall eine Verhaltenstherapie. Foto: Kai Remmers

Wenn Menschen unter einer Zwangsstörung leiden, sind sie dadurch im Alltag meist stark eingeschränkt und können kein normales Leben mehr führen. Betroffene sollten sich in diesem Fall therapeutische Hilfe suchen.

Berlin (dpa/tmn) - Reinigungsrituale, Wiederholungs- oder Kontrollzwänge können auf eine Zwangsstörung hindeuten. Aber auch sich wiederholende Gedanken, die als sinnlos, störend und lästig empfunden werden, können ein Anzeichen sein. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hin.

"Die Zwangsrituale können ebenso wie die Zwangsgedanken sehr zeitaufwendig sein und viel Lebenskraft kosten, so dass sie dem Betroffenen ein normales Leben zunehmend unmöglich machen", erklärt Prof. Fritz Hohagen, Vorstandsmitglied der DGPPN. Von einer Zwangserkrankung spricht man, wenn die Symptome mindestens zwei Wochen lang jeweils mehrere Stunden am Tag auftreten und Betroffene sich dadurch belastet fühlen.

Betroffene gehen aus Angst und Scham häufig zunächst nicht zum Arzt. Dabei können Zwangserkrankungen mit einer kognitiven Verhaltenstherapie gut behandelt werden.

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