Zu reinlich?

Zweimal wöchentlich duschen: Hautärztin verrät, wie gesund das wirklich ist

Wie oft man duschen darf, hängt auch wesentlich vom Hauttyp ab.
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Wie oft man duschen darf, hängt auch wesentlich vom Hauttyp ab.

Zu Ihrem täglichen Ritual im Bad zählt die Dusche? Für Anhänger der „Cleansing Reduction“-Bewegung undenkbar. Ihr Motto: „Weniger ist mehr“.

Die tägliche Dusche* ist für viele der erste Wachmacher des Tages. Doch es gibt auch diejenigen, die für weniger Wasserkontakt plädieren. Es gibt sogar einen englischen Begriff für diesen Trend: „Cleansing Reduction“, der soviel bedeutet wie „weniger waschen“. Denn Seife und Wasser würden nur den natürlichen Schutzmantel der Haut zerstören und die Haare unnötig austrocknen, so die Argumente gegen die tägliche Dusche. Zweimal die Woche duschen – das würde den „Cleansing Reduction“-Anhängern zufolge ausreichen. Hautärztin Dr. med. Sabine Zenker aus München erklärt, ob das wirklich so ist.

„Gerade in Sachen Gesundheit steht Hygiene ganz oben“, zitiert das Portal Stylebook die Münchner Dermatologin. Grundsätzlich dürfe jeder Mensch so oft und so lange duschen, wie er gerne möchte. Zu viel Seife, falsche Seife oder zu heißes Wasser könnten allerdings tatsächlich dazu führen, dass die Haut nach der Dusche spannt. Wer dieses Problem kennt, sollte die Wassertemperatur nur lauwarm einstellen – oder sogar kühl. Letzteres hat im Wechsel mit warmem Wasser positive Effekte auf die Durchblutung.

Wer trockene Haut hat, sollte auf milde Reinigungsprodukte zurückgreifen.

Hände, Gesicht, Achseln und Intimbereich täglich reinigen

Menschen mit trockener Haut sollten Zenker zufolge auf milde, pH-neutrale Waschlotionen und/oder Duschöle zurückgreifen, um die natürliche Schutzschicht der Haut nicht zu zerstören. Generell lohne sich bei empfindlicher und trockener Haut ein sparsamer Umgang mit Reinigungsprodukten, so die Hautärztin. Auch braucht man nicht jedes Mal unter der Dusche den gesamten Körper einzuseifen. Nur Hände, Gesicht, Achseln und der Intimbereich sollten täglich gewaschen werden, informiert der Westdeutsche Rundfunk Köln (WDR). Und zudem die Füße. Baden oder duschen müsse man dem WDR zufolge nur ein bis zwei Mal pro Woche. Man könnte im Prinzip auch noch seltener duschen, schaden würde das dem Körper nicht, heißt es.

Auch dem Verbrauchermagazin Ökotest zufolge reiche es aus dermatologischer Sicht bei gesunder Haut aus, nur zweimal die Woche zu duschen. Jedoch wird auch eingeräumt, dass Gesicht, Intimbereich und Achselhöhlen häufiger gereinigt werden sollen. Wer gesunde Haut hat und es mit aggressiven Pflegeprodukten nicht übertreibe, könne aber auch täglich unter die Brause. Doch Haut und Umwelt würden sich bedanken, wenn man die Duschzeit möglichst kurz und das Wasser möglichst kühl hält. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Unsichere Substanzen in Pflegeprodukten: Diese Stoffe sollten Sie tunlichst vermeiden

Wellness-Urlaub mit Naturheilmitteln

Gemütlich wie ein Bett und außerdem noch hautberuhigend: ein Schafwollebad in Schenna in Südtirol. Foto: Alex Filz/TIS/dpa-tmn
Gemütlich wie ein Bett und außerdem noch hautberuhigend: ein Schafwollebad in Schenna in Südtirol. Foto: Alex Filz/TIS/dpa-tmn © Alex Filz
Schweben im extrem salzhaltigen Toten Meer - das Gewässer zwischen Israel und Jordanien ist bei Allergikern und Hautgeschädigten schon lange kein Geheimtipp mehr. Foto:
Schweben im extrem salzhaltigen Toten Meer - das Gewässer zwischen Israel und Jordanien ist bei Allergikern und Hautgeschädigten schon lange kein Geheimtipp mehr. Foto: © Mövenpick Hotels & Resorts
Der Schlamm für die Gesichtsmaske im "Mövenpick Hotels & Resorts" am Toten Meer kommt nicht irgendwo her - sondern aus dem tiefstgelegenen See der Erde. Foto: Mövenpick Hotels & Resorts/dpa-tmn
Der Schlamm für die Gesichtsmaske im «Mövenpick Hotels & Resorts» am Toten Meer kommt nicht irgendwo her - sondern aus dem tiefstgelegenen See der Erde. Foto: Mövenpick Hotels & Resorts/dpa-tmn © Mövenpick Hotels & Resorts
Baden in Thermalwasser und Porzellanton: Das bietet das Spa des Hotels "Les Prés d'Eugénie" im Süden Frankreichs. Foto: Xavier Boymond/Les Prés d'Eugenie/dpa-tmn
Baden in Thermalwasser und Porzellanton: Das bietet das Spa des Hotels «Les Prés d'Eugénie» im Süden Frankreichs. Foto: Xavier Boymond/Les Prés d'Eugenie/dpa-tmn © Xavier Boymond
Das Karlbad auf der Nockalm in Kärnten bietet Wellness im Lärchenholzzuber. Die erhitzten Steine geben Mineralien ab, die nach Überzeugung der lokalen Bauern bei Rheuma und Gicht helfen. Foto: Michael Gruber/Bad Kleinkirchheim Region Marketing/dpa-tmn
Das Karlbad auf der Nockalm in Kärnten bietet Wellness im Lärchenholzzuber. Die erhitzten Steine geben Mineralien ab, die nach Überzeugung der lokalen Bauern bei Rheuma und Gicht helfen. Foto: Michael Gruber/Bad Kleinkirchheim Region Marketing/dpa-tmn © Michael Gruber
In Wasser kann jeder baden - wie wäre es mal mit Molke? Dieses Angebot können Wanderer und Mountainbiker in den Schweizer Bergen wahrnehmen. Foto: Perretfoto.ch/Schweiz Tourismus/dpa-tmn
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