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Zwei tote Kinder in Hanau: Flüchtiger Tatverdächtiger soll angekündigt haben, dass „etwas Schlimmes“ passiert

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Von: Jennifer Lanzinger

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Nach dem Tod zweier Kinder in Hanau gehen die Ermittler von einem Familiendrama aus. Der Vater hatte zuletzt düstere Ankündigungen gemacht.

Update vom 14. Mai, 18.03 Uhr: Im Fall der getöteten Kinder hat die Polizei den Tatverdächtigen von Hanau in der Nähe von Paris festgenommen. Es handelt sich um den 47-jährigen Vater der Kinder. Die Staatsanwaltschaft berichtet über erste Hintergründe zur Festnahme.

Bluttat von Hanau: Tatverdächtiger soll Vater der Kinder sein - Polizei fahndet weiter

Update vom 13. Mai, 10.28 Uhr: Nach dem Tod der beiden Geschwister in Hanau sucht die Polizei weiter nach dem Tatverdächtigen. Die Fahndung dauere weiter an, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Ermittelt wird wegen Mordverdachts. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem Gesuchten um den Vater der beiden Kinder - ein siebenjähriges Mädchen und ein elfjähriger Junge.

Die Ermittler erklärten, wer im Zusammenhang mit der Tat eine auffällige Person gesehen habe, werde gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hanau in Verbindung zu setzen.

Hanau aktuell: Tatverdächtiger soll angekündigt haben, dass „etwas Schlimmes“ passiert

Update vom 12. Mai, 17.10 Uhr: Dem Hanauer Jugendamt haben vor dem mutmaßlichen Mord an zwei Kindern Hinweise auf familiäre Probleme vorgelegen. Die Familie sei zum Jahreswechsel 2021/22 nach Hanau zugezogen, teilte die Stadt am Donnerstag auf dpa-Anfrage mit. „Mitte Januar wurde dem Jugendamt Hanau bekannt, dass es familiäre Probleme gab.“ Nach dieser Information sei das Jugendamt sofort auf die Familie zugegangen und habe Angebote unterbreitet. „Das Angebot wurde durch die Familie angenommen“, erklärte die Stadt.

Neben einem beauftragten Fachträger habe auch der Kommunale Soziale Dienst (KSD) in Kontakt mit allen Familienmitgliedern gestanden, hieß es von der Stadt. „Bei diesen Kontakten waren keine Hinweise auf Gewalt erkennbar.“ Anfang dieser Woche habe der KSD dann vom beauftragten Träger die Rückmeldung erhalten, „dass sich das familiäre Verhältnis wohl verschlechtert habe“. Im KSD sei deshalb entschieden worden, erneut das Gespräch zu suchen und einzugreifen.

Die Ermittler fahnden nach der Bluttat am Mittwoch weiter nach einem Tatverdächtigen. Dabei soll es sich um den Vater der getöteten Kinder handeln. Offiziell bestätigt wurde dies von den Ermittlern allerdings bisher nicht.

Bestatter schieben in Hanau einen Sarg in ein Fahrzeug
Nach der Bluttat in Hanau wird ein Sarg abtransportiert. © IMAGO/Patrick Scheiber

Bluttat in Hanau: Tatverdächtiger soll angekündigt haben, dass „etwas schlimmes“ passiert

Update vom 12. Mai, 14.47 Uhr: Nachdem die Polizei Mordermittlungen nach dem Tod zweier Kinder in Hanau aufgenommen hat, kommen nun weitere Hintergründe ans Licht. Wie die Bild berichtet, sollen die Eltern der Kinder getrennt gelebt haben. Dem Vater sei der Umgang demnach nur in Begleitung eines Jugendamt-Mitarbeiters gestatten gewesen.

Beim letzten solchen Treffen am vergangenen Wochenende, soll der Vater laut Bild angekündigt haben, dass „etwas Schlimmes“ passieren würde. Das spreche laut dem Bericht für einen geplanten Mord. Die Fahndung nach dem Verdächtigen dauert derweil weiter an. Zur Identität des Verdächtigen äußerten sich die Ermittler bislang nicht. Bereits am Vortag war allerdings die Rede von einem mutmaßlichen familiären Hintergrund der Tat.

Bluttat in Hanau: Polizei nimmt Mordermittlungen auf

Update vom 12. Mai, 12.15 Uhr: Die Polizei hat im Fall der zwei toten Kinder in Hanau Mordermittlungen aufgenommen. Bei den Kindern handele es sich um Geschwister – ein siebenjähriges Mädchen und einen elfjährigen Jungen. Das erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur.

Die am Vortag durchgeführte Obduktion habe ergeben, dass das Mädchen an Verletzungen durch „scharfe Gewalt gegen den Hals“ gestorben sei, wie auch Mannheim24 berichtet. Bei dem Jungen hätten multiple innere Verletzungen zum Tod geführt, die auf einen Sturz aus großer Höhe zurückzuführen seien. Die Gründe für den Sturz seien Teil der Ermittlungen, „die wegen des Verdachts des Mordes geführt werden“, so die Sprecherin.

Bluttat in Hanau: Hessischer Landtag gedenkt der toten Kinder

Update vom 12. Mai, 10.10 Uhr: Der hessische Landtag hat am Donnerstag still der beiden toten Kinder gedacht, die in Hanau vermutlich einer Gewalttat zum Opfer gefallen sind. Die Abgeordneten erhoben sich dazu zum Auftakt der Sitzung am Donnerstag in Wiesbaden von ihren Plätzen. Vize-Landtagspräsident Frank Lortz (CDU) sprach von einer schlimmen Tat.

Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen dauert weiter an. Es sei noch keine Festnahme erfolgt, sagte eine Sprecherin der Hanauer Staatsanwaltschaft der dpa am Donnerstagmorgen. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt und einem familiären Hintergrund der Tat aus.

Bluttat von Hanau: Fahndung nach Verdächtigem läuft – Identität offenbar nun klar

Update vom 12. Mai, 06.33 Uhr: Nach dem Tod zweier Kinder in Hanau laufen Ermittlungen auf Hochtouren. Die Fahndung nach einem Verdächtigen verlief bislang erfolglos. Nach einem Bericht der Bild soll es sich dabei um den Vater der getöteten Kinder handeln. „Erste Hinweise lassen uns aktuell von einem familiären Hintergrund ausgehen“, sagte Lisa Pohlmann von der Staatsanwaltschaft Hanau dem Boulevardblatt, ohne jedoch die Identität des Verdächtigen zu bestätigen.

Anwohner, die auf dem Bürgersteig standen und hoch zu dem Balkon blickten, wo ein lebloses Mädchen entdeckt worden war, zeigten sich bestürzt. „Man ist geschockt, vor allem wenn man selber Mutter ist“, sagte eine 32-Jährige, die mit ihren zwei Kleinkindern unterwegs war.

Hanau erneut unter Schock: Mädchen und Junge (7 und 11) tot aufgefunden - Familie der Stadt bekannt

Update vom 11. Mai, 14.45 Uhr: Nach der mutmaßlichen Tötung von zwei Kindern in Hanau hat sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) erschüttert gezeigt. „Es ist ein Schock, der wieder durch die Stadt geht“, sagte er der Bild. „Wir müssen die weiteren Ermittlungen der Polizei jetzt abwarten. Leider spricht viel für ein Familiendrama.“ Kaminsky sagte dazu: „Ich kannte die Familie nicht persönlich, aber was wir wissen, ist, dass sie schon seit einigen Monaten sozialpädagogische Unterstützung bekommen hat.“

In Hanau hatte vor gut zwei Jahren ein 43-jähriger Deutscher neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Hanau: Zwei Kinder tot aufgefunden - Beide sollen obduziert werden

Update vom 11. Mai, 12.25 Uhr: Bei dem Verdächtigen, nach dem die Polizei aktuell fahndet, handelt es sich nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hanau um einen Mann. In welchem Verhältnis er zu den Kindern steht wurde zunächst nicht bekannt. Beim Eintreffen der Beamten sei der Junge bereits nicht mehr ansprechbar gewesen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Auf dem Balkon einer Wohnung im neunten Stock fanden die Beamten dann das leblose Mädchen. Der Notarzt habe nur noch den Tod feststellen können. Der Junge wurde ins Hanauer Stadtkrankenhaus gebracht, wo er kurz darauf seinen schweren Verletzungen erlag. Die beiden Kinder sollten noch im Tagesverlauf obduziert werden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

„Die Ermittler von Staatsanwaltschaft und von Kriminalpolizei gehen von einem Tötungsdelikt aus und konzentrieren sich nun darauf, was sich am Morgen in dem Haus abgespielt hat“, hieß es in der Mitteilung. Auch Nachbarn würden umfassend befragt und Spuren gesichert, so die Sprecherin. Mit Blick auf die noch laufenden Ermittlungen könnten weitere Erkenntnisse vermutlich erst am diesem Donnerstag (12. Mai) veröffentlicht werden, hieß es.

Polizisten sperrten die Straßen rund um das Haus mit Absperrbändern und Streifenwagen ab. Schaulustige standen umher. Auf dem Balkon im neunten Stock standen Ermittler in weißer Schutzkleidung. Die Polizei ließ eine Drohne über dem Haus fliegen, um damit den Tatort aus möglichst vielen Perspektiven zu fotografieren. Vor dem Haus wurden Büsche entfernt. Das Wohnhaus hat insgesamt elf Stockwerke, im Erdgeschoss sind ein Geschäft und ein Café untergebracht.

Hanau: Zwei tote Kinder entdeckt - Polizei fahndet nach Tatverdächtigem

Update vom 11. Mai, 11.45 Uhr: Es ist ein unfassbarer Vorfall, der sich in Hanau am Mittwochmorgen abgespielt haben muss. Nachdem Einsatzkräfte in der Innenstadt von Hanau zwei tote Kinder entdeckt haben, der Junge war zunächst noch in eine Klinik gebracht worden (siehe Ursprungsmeldung unten), fahndet die Polizei nun nach einem Tatverdächtigen. Das berichtet die dpa. Nach den Worten der Sprecherin der Hanauer Staatsanwaltschaft gibt es Anhaltspunkte für einen familiären Hintergrund der Tat. Demnach soll es sich nach bisherigen Hinweisen um ein siebenjähriges Mädchen und einen elfjährigen Jungen handeln, die in der Wohnung wohnten.

Hanau: Polizei findet totes Mädchen in Wohnhaus und schwer verletzten Jungen auf Straße - auch er stirbt

Ursprungsmeldung: Hanau - In einem Hochhaus in der Innenstadt von Hanau hat die Polizei am Mittwoch ein totes Mädchen gefunden. Nach Angaben eines Polizeisprechers sei ein schwer verletzter Junger vor dem Haus auf der Straße entdeckt worden. Er wurde in eine Klinik in Offenbach gebracht. Wie eine Sprecherin der Hanauer Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch berichtet, soll auch der Junge mittlerweile seinen schweren Verletzungen erlegen sein. Das Mädchen sei demnach auf dem Balkon der Wohnung entdeckt worden. Ermittler würden aktuell von einem Tötungsdelikt ausgehen.

Die Hintergründe des dramatischen Vorfalls sind noch unklar. Passanten hatten den Jungen gegen 7.20 Uhr auf der Straße entdeckt und Einsatzkräfte alarmiert. Im neunten Stock des Wohnhauses in der Innenstadt sei dann das tote Mädchen entdeckt worden.

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