Verluste wegen Corona

Fahrpreise erhöht: Bus- und Bahnfahren in Hessen wird teurer

Bus und Bahn fahren in Hessen wird teurer. Aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnen Bahn-Konzerne Verluste.
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Bus und Bahn fahren in Hessen wird teurer. Aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnen Bahn-Konzerne Verluste.

Die Fahrpreise für Bus und Bahn in Hessen werden erhöht. Aufgrund der Corona-Pandemie habe es große Verluste gegeben.

Kassel - Die Fahrpreise für Busse und Bahnen in Hessen sollen wieder steigen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV)hat in einer Pressemitteilung Bilanz über das Geschäftsjahr 2020 gezogen. Demnach musste der Konzern wegen der Corona-Pandemie heftige Verluste verzeichnen.

Die Zahl der Fahrgäste sei rund um Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden von 808 Millionen im Jahr 2019 auf 524 Millionen im vergangenen Jahr gesunken. Davon seien rund 60 Prozent Gelegenheitsfahrten gewesen. Der RMV sieht dies als Erfolg, ebenso wie die Entwicklung der Pünktlichkeit. Nach Angaben des Konzerns hätten die Bahnen in Hessen im Jahr 2020 eine Pünktlichkeitsquote von 94,2 Prozent erreicht, das seien 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Fahrpreise für Bus und Bahn in Hessen sollen um rund 1,5 Prozent steigen

Trotz allem entschied sich der Aufsichtsrat des RMV für eine Erhöhung der Fahrpreise im kommenden Jahr. Obwohl die Preiserhöhung für Bus und Bahn um durchschnittlich 1,5 Prozent erst ab 01.01.2022 greife, sei bereits ab Anfang Juli dieses Jahres ein Zwischenschritt geplant. Die Kosten für stadtübergreifende Tickets sollen im Zuge dessen allmählich angehoben werden.

Für verschiedene Sondertickets wie beispielsweise das Senioren- oder Schülerticket in Hessen seien hingegen keine Änderungen geplant. Auch das Hessenticket wird weiterhin 36 Euro kosten, ein Jahresticket für den ÖPNV beläuft sich nach wie vor auf 365 Euro.

Erhöhung der Fahrpreise für Bus und Bahn in Hessen seien Resultat höherer Aufwendungen

„Der Aufsichtsrat hat hier im Sinne der Fahrgäste und des Klimaschutzes die Preissteigerung erneut auf das absolut Zwingende begrenzt.“, verteidigt Ulrich Krebs, stellvertretender RMV-Aufsichtsratsvorsitzender, die Preiserhöhungen in einer Pressemitteilung. Knut Ringat, Geschäftsführender des RMV, begründet den Anstieg der Fahrpreise für Bus und Bahn in Hessen mit deutlich höheren Aufwendungen, insbesondere „Gehaltszuwachs des Fahrpersonals und steigende Energiekosten“.

Erst kürzlich hat die Deutsche Bahn eine große Veränderung angekündigt. Künftig soll es keine Fahrkarten mehr beim Bordpersonal geben. (Helena Gries)

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