Apotheker verkaufen weniger Medikamente

Corona-Maßnahmen machen anderen Krankheiten den Garaus - „Influenza fast nicht mehr zu sehen“

Neben de Grippe sind vor allem Erkältungskrankheiten, die derzeit stark zurückgehen.
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Neben der Grippe sind es vor allem Erkältungskrankheiten, die derzeit stark zurückgehen.

Es gibt noch andere Infektionskrankheiten als das Coronavirus: Doch die Fallzahlen sind stark rückläufig. Rund 35 Prozent beträgt laut Robert Koch-Institut das Minus bei den meldepflichtigen Krankheiten im Vergleich zu 2019. Auch in der Region Fulda zeichnet sich dieser Trend ab. Werden die Menschen durch die geltenden Hygienevorschriften weniger krank?

Für Dr. Jörg Simon, Facharzt für Innere Medizin aus Fulda* und Aufsichtsratsvorsitzender im Gesundheitsnetz Osthessen, ist klar: „Die Allgemeinmaßnahmen im Kampf gegen Corona* haben zu einem massiven Rückgang der Aerosolübertragung geführt.“ Die Fallzahlen bei den Infektionskrankheiten in der Region seien stark zurückgegangen*, besonders bei den Grippefällen. „Influenza ist fast nicht mehr zu sehen“, sagt der Mediziner. Die Einschätzung der Ärzte wird durch Zahlen des Landkreises Fulda bestätigt: In diesem Jahr wurde noch kein einziger Grippefall formal an das Gesundheitsamt gemeldet.

Der Trend zeigt sich auch in den Apotheken - gerade auch bei nicht-meldepflichtigen Krankheiten. „Es ist kein Mensch mehr krank“, sagt Justus Schollmeier von der Altstadt-Apotheke in Fulda. Bereits im vergangenen Jahr hat er bis zu 70 Prozent weniger Erkältungsmittel verkauft, und die Nachfrage sinkt weiter und weiter, berichtet er. *Fuldaer Zeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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