Virus-Pandemie

Corona in Hessen: Keine Hoffnung auf Öffnung der Gastronomie ‒ die aktuellen RKI-Zahlen

Die Corona-Lage in Hessen bleibt angespannt. Dennoch liegen mittlerweile neun Kreise unter einer Inzidenz von 50. Bouffier berät beim Corona-Gipfel über weitere Lockerungen.

  • Im Kampf gegen das Coronavirus* stehen die Kreise und Städte in Hessen unterschiedlich gut da.
  • In der Gastronomie in Hessen sind wohl vorerst keine Öffnungen geplant.
  • Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier berät heute mit seinen Länderkollegen und Kanzlerin Merkel über weitere Lockerungen.

Update von Mittwoch, 03.03.2021, 08.00 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen ist in den vergangenen 24 Stunden um 831 Fälle gestiegen. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (Stand 0 Uhr). Im selben Zeitraum sind 34 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Damit steigt die Zahl der Covid-Todesopfer seit Beginn der Pandemie in Hessen auf insgesamt 5.877.

Corona in Hessen: Die aktuellen Fallzahlen vom RKI

Die 7-Tage-Inzidenz liegt hessenweit aktuell bei 65,5 und damit wieder etwas höher als am Vortag. Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche verzeichnet weiterhin der Lahn-Dill-Kreis. Hier klettert der Wert nocch einmal von 111,7 auf 117,6 und liegt damit weiter deutlich im dreistelligen Bereich. Danach folgen der Kreis Marburg-Biedenkopf (99,2) und die Stadt Offenbach (95,2). In Frankfurt liegt der Wert am Mittwoch bei 77,4 (Vortag: 74,8). Die niedrigsten Zahlen weisen die Städte Kassel (40,6) und Darmstadt (39,4) sowie der Kreis Kassel (33,8) auf. Insgesamt neun Kreise liegen aktuell bei der 7-Tage-Inzidenz unter 50.

Ministerpräsident Volker Bouffier wird an diesem Mittwoch mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. Der Corona-Lockdown mit einem umfangreichen Herunterfahren des öffentlichen Lebens ist zunächst bis zum 7. März befristet. Bouffier hat mit einem vierstufigen Perspektivplan bereits Lockerungen der strengen Regeln für die Menschen in Hessen in Aussicht gestellt. Dabei geht es etwa um mehr Kontakte und Möglichkeiten zum Einkaufen mit einer vorherigen Terminvereinbarung. 

Corona in Hessen: Keine Hoffnung auf Gastro-Öffnung ‒ „kleine Schritte mit Bedacht“

+++ 20.46 Uhr: Größere Lockerungen der Corona-Regeln wie etwa die Öffnung der Gastronomie wird es in Hessen wahrscheinlich vorerst nicht geben. Der Chef der hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer (CDU), hat die Hoffnungen darauf in einem „RTL“-Interview am Dienstag (02.03.2021) gedämpft. „Wir gehen kleine Schritte mit Bedacht, anstelle, dass wir Riesen-Schritte machen und stolpern“, sagte Wintermeyer. Geöffnete Außenbereiche von Restaurants und Cafés gäben die derzeitigen Zahlen nicht her. „Letztes Jahr sind wir aus dem Lockdown ausgestiegen, da waren wir unter einer 10er-Inzidenz gewesen und wir sind momentan bei 65“, sagte Wintermeyer. „Wir dürfen im April keine dritte große Welle bekommen.“

Mit einem Schloss und einem Stahlseil festgeschlossen sind die Tische und Bänke eines wegen des Lockdowns geschlossenen Lokals auf dem Frankfurter Römerberg.

Bei den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch wolle sich Hessen erneut für das Laden-Konzept „Click & Meet“ stark machen, also Einkaufen mit einer vorherigen Terminvereinbarung. Außerdem sollen sogenannte körpernahe Dienstleistungen mit strengen Hygieneauflagen angeboten werden. Corona-Schutzimpfungen sollen spätestens im April auch in Hausarzt-Praxen möglich sein, sagte Wintermeyer. Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung dazu liefen. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte mit einem vierstufigen Perspektivplan bereits Lockerungen der strengen Regeln für die Menschen in Hessen in Aussicht gestellt. Dabei geht es auch um mehr Kontaktmöglichkeiten.

Corona in Hessen: Erster Kreis bei Inzidenz wieder über 100 - Aktuelle Fallzahlen

+++ 14:26 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für alle Kreise und Städte gemeldet. Landesweit gab es 289 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (Stand 02.03.2021, 0 Uhr). Damit haben sich in Hessen nun insgesamt 188.912 Menschen mit dem Virus infiziert. In den letzten 24 Stunden gab es außerdem 18 weitere Todesfälle. Damit sind nun 5.843 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz im Land liegt nun bei 64,7, das ist etwas niedriger als am Montag (65,4).

In Hessen hat der Lahn-Dill-Kreis die höchste Inzidenz. Dort ist der Wert nun wieder dreistellig (111,7). Den besten Wert hat nun der Landkreis Kassel (32,1) vor der Stadt Kassel (36,2). Die meisten neuen Todesfälle gab es mit jeweils dreien im Hochtaunuskreis und im Kreis Marburg-Biedenkopf. Im Kreis Marburg-Biedenkopf gab es mit 50 auch die höchste Zahl an Neuinfektionen.

  • Landkreis Bergstraße: 5 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz bei 84,0
  • Landkreis Darmstadt-Dieburg: 0 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 61,1
  • Landkreis Fulda: 5 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz bei 57,8
  • Landkreis Gießen: 15 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 59,8
  • Landkreis Groß-Gerau: 5 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 79,3
  • Landkreis Hersfeld-Rotenburg: 1 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 2, 7-Tage-Inzidenz bei 57,2
  • Hochtaunuskreis: 16 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz bei 59,9
  • Landkreis Kassel: 7 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 32,1
  • Lahn-Dill-Kreis: 35 Neuinfektion, aktuelle Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz bei 111,7
  • Landkreis Limburg-Weilburg: 6 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 2, 7-Tage-Inzidenz bei 73,2
  • Main-Kinzig-Kreis: 36 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz bei 85,0
  • Main-Taunus-Kreis: 23 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz bei 43,1
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf: 50 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz bei 97,4
  • Odenwaldkreis: 1 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 40,4
  • Landkreis Offenbach: 7 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 58,2
  • Rheingau-Taunus-Kreis: 4 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 43,3
  • Schwalm-Eder-Kreis: 5 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 2, 7-Tage-Inzidenz bei 46,2
  • Vogelsbergkreis: 9 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 55,9
  • Landkreis Waldeck-Frankenberg: 1 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 53,7
  • Werra-Meißner-Kreis: 6 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 60,8
  • Wetteraukreis: 0 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 48,6
  • Stadt Darmstadt: 0 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 43,8
  • Stadt Frankfurt: 26 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 74,7
  • Stadt Kassel: 21 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz bei 36,2
  • Stadt Offenbach: 2 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 90,4
  • Stadt Wiesbaden: 3 Neuinfektionen, aktuelle Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz bei 56,7
  • Immer wieder kommt es aufgrund von Meldeverzögerungen dazu, dass das Sozialministerium andere Zahlen veröffentlicht als die Kreise und Städte. Aktueller sind grundsätzlich die Daten der Gesundheitsämter vor Ort. Negative Fallzahlen können auf falsch positive Corona-Schnelltests zurückgehen.

Corona in Hessen: RKI meldet aktuelle Fallzahlen

Update von Dienstag, 02.03.2021, 7.10 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen ist in den vergangenen 24 Stunden um 291 Fälle gestiegen. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag (Stand 0 Uhr). Zudem meldet das RKI am Montag 18 weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung auf 5.843.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt hessenweit aktuell bei 64,7. Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche verzeichnet weiterhin der Lahn-Dill-Kreis. Hier klettert der Wert von 98,3 am Montag auf 111,7 und liegt damit wieder im dreistelligen Bereich. Danach folgen der Kreis Marburg-Biedenkopf (97,1) und die Stadt Offenbach (90,6). Im Landkreis Groß-Gerau sinkt die Inzidenz deutlich von 96,5 auf 79,4. In Frankfurt liegt der Wert am Dienstag bei 74,8 (Vortag: 74,9). Die niedrigsten Zahlen werden weiterhin in Nordhessen registriert. In der Stadt Kassel liegt der Inzidenzwert bei 36,1, im Landkreis Kassel bei 32,1.

Corona-Neuinfektionen in Hessen: Drei Kreise kratzen an Inzidenz von 100

+++ 15:32 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für alle Städte und Kreise gemeldet. In den vergangenen 24 Stunden haben sich landesweit 243 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt (Stand 01.03.2021, 0 Uhr). Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Fälle in Hessen auf 188.623. Positiv ist zu vermerken, dass es nur einen weiteren Todesfall gab. Insgesamt sind nun 5.825 Menschen in Hessen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz stieg im Land leicht und liegt nun bei 65,4. Am Sonntag hatte sie noch bei 63,4 gelegen.

Drei Kreise in Hessen liegen nur noch leicht unter einer Inzidenz von 100: Groß-Gerau (96,4), der Lahn-Dill-Kreis (98,3) und die Stadt Offenbach (98,0). Die niedrigste Inzidenz hat weiter die Stadt Kassel (29,2). Die meisten Corona-Neuinfektionen meldete am Montag der Kreis Gießen (44). Den einzigen neuen Todesfall hat Frankfurt zu beklagen.

Corona in Frankfurt: Alten- und Pflegeheime fast durchgeimpft

+++ 13.23 Uhr: In Frankfurt sind rund 80 Prozent der Menschen in Senioreneinrichtungen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das hat die Stadt am Sonntag (28.02.2021) bekannt gegeben. Demnach sind 3800 von 4800 Betroffenen geimpft, 2500 Angestellte in der Pflege wurden ebenfalls geimpft. Insgesamt haben auch 2800 Menschen schon die zweite Impfung erhalten. Bis Ende März soll die erste Priorisierungsgruppe in Frankfurt vollständig geschützt sein.

Oberbürgermeister Peter Feldmann bezeichnete die Marke von mehr als 7000 Menschen, die die Erstimpfung erhalten haben, als Meilenstein. „Dass viele Menschen in unseren Heimen dem Virus teils schutzlos ausgeliefert waren, hat mich tief betroffen gemacht“, so Feldmann. Die Impfung gebe den Menschen ein Stück Normalität zurück. Gesundheitsdezernent Stefan Majer ergänzte: „Mir fällt ein Stein vom Herzen, denn dieser Impferfolg rettet Leben.“ Flächendeckende Testungen soll es weiterhin geben, um so die Zahl der Corona-Fälle in besonders vulnerablen Gruppen in Frankfurt möglichst niedrig zu halten.

In Frankfurt sind immer mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Oberbürgermeister Feldmann spricht von einem Meilenstein.

Volker Bouffier bringt Änderungen bei Impfreihenfolge in Hessen ins Spiel

+++ 10.49 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kann sich vorstellen, die Impfreihenfolge in Hessen zu lockern. „Ich habe viel Sympathie für die Idee“, sagte Bouffier bezogen auf den Vorschlag, den ungenutzten Corona-Impfstoff von AstraZeneca allen Menschen in Hessen zur Verfügung zu stellen. „Aber man muss konkret klären, wie das gehen soll“, sagte Bouffier gegenüber der Frankfurt Allgemeinen Zeitung.

Zuvor hatten der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und  Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dafür ausgesprochen, das Tempo bei Impfungen zu erhöhen. Auch die Reihenfolge könnte dabei aufgelöst werden, insbesondere, bevor Corona-Impfstoff seine Haltbarkeit verliert. „Bevor er liegen bleibt: impfen, wer will“, so Söder gegenüber der „Bild am Sonntag“.

Aktuelle Corona-Fallzahlen des Robert Koch-Instituts für Hessen

Update von Montag, 01.03.2021, 7 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen ist in den vergangenen 24 Stunden um 243 Fälle auf insgesamt 188.623 gestiegen. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag (Stand 0 Uhr). Am vergangenen Montag (22.02.2021) gab es mit 196 etwas weniger Neuinfektionen. Zudem meldet das RKI am Montag einen weiteren Todesfall. Damit steigt die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 auf 5.825.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg hessenweit wieder leicht an auf 65,5. Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche verzeichnet der Lahn-Dill-Kreis (98,3), dicht gefolgt von der Stadt Offenbach (98,2) und dem Landkreis Groß-Gerau (96,5). In Frankfurt liegt die Inzidenz am Montag bei 74,9 (Vortag: 73,8). Die niedrigsten Zahlen werden weiterhin in Nordhessen registriert. In der Stadt Kassel liegt der Inzidenzwert bei 29,2, im Landkreis Kassel bei 32,1.

Die Friseure in Hessen dürfen wieder öffnen

Die finanziell stark belasteten Friseure haben es herbeigesehnt. Ebenso geht es den Kunden, die nach zehn Wochen geschlossener Türen endlich wieder auf einen gepflegten Haarschnitt warten. An diesem Montag (01.03.2021) dürfen die Friseursalons in Hessen wieder öffnen - unter strengen Corona-Regeln.

Ein Friseur begutachtet die Haare der ersten Kundin seines Friseursalons. Nach wochenlanger Corona-Schließung endet der Lockdown heute für die Friseure.

Der zweite Lockdown in der Corona-Pandemie belastete viele der Friseurbetriebe finanziell bis an die Grenzen. 10 bis 20 Prozent der Unternehmen hätten angegeben, ohne Hilfen insolvent zu gehen, sagte der Geschäftsführer des Landesinnungsverbands des Friseurhandwerks in Hessen, René Hain. „Die Hoffnung ist jetzt, wieder seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können.“ Der Umsatz sei komplett weggebrochen, die Menschen mussten von Rücklagen leben.

Corona in Hessen: Wird das gute Wetter nun zum Problem?

+++ 19.23 Uhr: Das frühlingshafte Wetter am Sonntag (28.02.2021) in Hessen hat zahlreiche Menschen auf die Straßen gelockt. Doch größere Probleme oder Verstöße gegen Corona-Regeln habe es bis zum späten Nachmittag aber nicht gegeben, wie die Polizeipräsidien mitteilten.

Zwar seien viele Menschen auf Sportanlagen und Bolzplätzen unterwegs gewesen, wie es beispielsweise aus Kassel hieß. Die Polizei sei aber eingeschritten, wenn das Aufkommen überhandgenommen hatte und Corona-Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden konnten. „In der Regel haben die Menschen Ermahnungen der Polizei in solchen Fällen ernst genommen und ihr Verhalten geändert“, sagte der Polizeisprecher.

Das schöne Wetter lockte auch viele Menschen in Darmstadt auf die Straßen und in Parks. Daher hatte die Polizei per Lautsprecherwagen auf die Regeln zum Infektionsschutz hingewiesen, wie ein Behördensprecher sagte. Auch in Frankfurt hielten sich laut Polizei etliche Menschen im Freien auf. Viele beliebte Plätze wie etwa der Hafenpark oder bestimmte Sportstätten waren für den Publikumsverkehr allerdings geschlossen. Auch daher sei die Lage insgesamt ruhig geblieben, wie es von der dortigen Polizei hieß. Ebenso wurden aus anderen Städten Hessens zunächst keine größeren Ereignisse in Sachen Corona-Regeln gemeldet.

Corona in Hessen: Ministerium mit aktuellen Fallzahlen – Kein Wochenend-Rückgang

+++ 15.07 Uhr: Nach dem Robert-Koch-Institut (RKI) hat nun das Hessische Sozialministerium das aktuelle Corona-Bulletin für die Städte und Kreise in Hessen veröffentlicht. Es kamen neun neue Todesfälle hinzu. Die meisten Menschen verstarben nach einer Infektion mit dem Coronavirus in Offenbach (3 Tote) und Frankfurt (2). Von Samstag (27.02.2021) auf Sonntag (28.02.2021) sank die Gesamtinzidenz in Hessen minimal von 63,9 auf 63,4.

Corona in Hessen: Aktuelle Fallzahlen – Inzidenz sinkt nicht mehr

Update vom Sonntag, 28.02.2021, 08.50 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Corona-Fallzahlen für Hessen aktualisiert. Demnach haben sich in Hessen innerhalb eines Tages 589 Personen angesteckt. Am vergangenen Sonntag (21.02.2021) gab es mit 555 ähnlich viele Neuinfektionen. Neun Personen sind innerhalb eines Tages verstorben, damit steigt die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 auf 5.824.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI aktuell bei 63,4, vor einer Woche lag sie etwas niedriger bei 60,0. Die Stadt Offenbach hat in Hessen mit 99,0 die höchste Inzidenz, danach folgen der Landkreis Groß-Gerau (96,5), der Lahn-Dill-Kreis (84,1), der Main-Kinzig-Kreis (82,5), Marburg-Biedenkopf (79,3) und Limburg-Weilburg (75,6). Im Norden Hessens ist die Lage besser. Die Stadt Kassel hat mit 25,7 den niedrigsten Wert hessenweit, der umgebende Landkreis Kassel steht mit 34,6 am zweitbesten da. In Frankfurt beträgt die Inzidenz 73,8.

Corona in Hessen: Größerer Ausbruch von britischer Mutante in Kita – „Auch mehrere Kinder betroffen“

+++ 18.21 Uhr: In Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) ist es nach Angaben der Stadt zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen*. Bereits in der vergangenen Woche wurde die betroffene Kita X Grünewaldweg geschlossen. Besonders viele Infektionen traten auf, da vermutlich die britische Variante der Auslöser für den Ausbruch war, vermutet die Stadt.

Bis zum 9. März bleiben die Türen nun geschlossen. „Es sind auch mehrere Kinder betroffen, was besonders tragisch ist. Ich hoffe, dass alle Erkrankten bald wieder gesund sind“, sagte der Erste Stadtrat und Sozialdezernent Burkhard Ziegler. Auch in der Kita V Heidelberger Straße und der Kita XII Gärtnerweg gab es Corona-Fälle

In nächster Zeit sei mit weiteren Corona-Schließungen von Kitas zu rechnen. „Wenn sich die hoch ansteckende britische Mutation in den Kitas verbreitet und sich vermehrt Erzieher*innen anstecken, wird das Gesundheitsamt entsprechende Quarantänen verordnen und wir werden aufgrund des Personalmangels die Kitas schließen müssen“, ist sich Ziegler sicher. Und das kann von heute auf morgen geschehen. „Eine Planungssicherheit gibt es nicht. Wir sind gezwungen kurzfristig zu handeln“.

Die „Hessenschau“ berichtete unter Berufung auf Stadtangaben von 32 infizierten Kindern und Erziehern in der Kita X Grünewaldweg. „Die Kinder haben Symptome und sind wirklich krank“, sagte Burkhard Ziegler laut der Sendung.

Corona in Hessen: RKI meldet beunruhigenden Trend - Die Zahlen steigen wieder

+++ 16:38 Uhr: Während Corona gilt eine bundesweite Verordnung, durch die Arbeitnehmern die Arbeit im Homeoffice garantiert werden soll – solange sie möglich und sinnvoll ist. Die Regierungspräsidien in Hessen wollen jetzt kontrollieren, ob die Unternehmen ihren Mitarbeitern die Arbeit im Homeoffice auch tatsächlich anbieten. Bis Mitte März sollen 1.000 Betriebe in Hessen einen Besuch der Behörden bekommen.

+++ 14:40 Uhr: Das hessische Ministerium für Soziales und Integration (HSMI) hat die aktuellen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Demnach haben sich seit dem gestrigen Freitag (26.02.2021) 780 Personen mit Corona infiziert, vor genau einer Woche (20.02.2021) waren es 196 Fälle weniger. Zudem sind 14 neue Todesfälle bekannt geworden, in der Vorwoche waren es nur neun.

Auch die 7-Tage-Inzidenz ist angestiegen. Während sie in am 20.02. noch bei 57,3 lag, erreichte sie am heutigen Samstag einen Wert von 63,9. Im Kreis Lahn-Dill* ist die Inzidenz mit 104,6 wieder dreistellig. Alle anderen Kreise liegen unter der 100er Marke, den niedrigsten Wert gibt es in Kassel mit 23,8. Bei einer Inzidenz von unter 35 sollen Lockerungen möglich werden.

*In einer früheren Version dieses Artikels nannten wir hier den Kreis Limburg-Weilburg. Dies war eine Verwechslung, wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

In der Innenstadt weist ein Schild auf die Maskenpflicht hin. Ab einer Inzidenz von 35 soll es in Hessen Lockerungen geben - doch davon scheint man noch weit entfernt. (Symbolbild)

Corona in Hessen: Impfung der Hausärzte beginnt – Andrang ist groß

+++ 10:58 Uhr: Die nächste Reihe der Impfungen in Hessen hat begonnen. An diesem und dem nächsten Wochenende soll „allen Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischem Personal“ ein Impfangebot gemacht werden, wie das hessische Innenministerium in einer Pressemitteilung bekannt gab. Dazu gehören neben den Hausärzten auch das Personal der Testzentren, Gefängnissen und Praxispersonal mit Patientenkontakt.

„Die Ärztinnen und Ärzte sowie das medizinische Personal in den niedergelassenen Praxen sind gemeinsam mit unseren Kliniken die Grundpfeiler der medizinischen Versorgung der Bevölkerung“, sagte Hessens Gesundheitsminister Kai Klose in der Pressemitteilung. „Unser Impfangebot ermöglicht auch ihnen jetzt noch besseren Schutz und damit auch mehr Handlungssicherheit im Umgang mit ihren Patientinnen und Patienten.“

Coronaimpfung: Hausärzte sollen Mittel von AstaZeneca bekommen

80.000 Personen umfasst das neue Impfangebot. Sie sollen den umstrittenen Impfstoff von AstraZeneca bekommen, der aufgrund der Studienlage nur für Personen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen wird. Die Daten der Studie bilden nur für diese Gruppe eine genügende Grundlage, um eine Empfehlung zuzulassen. In der Bevölkerung und bei Klinikpersonal wurden Zweifel an der Wirksamkeit des Impfstoffes von AstraZeneca* laut. Experten wie Christian Drosten und Karl Lauterbach werben dagegen immer wieder für die Wirksamkeit des Präparats. Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung, betonte in der Pressemeldung noch einmal, dass es sich „bei Astrazeneca um einen hochwirksamen Impfstoff“ handelt.

Die Nachfrage nach der Impfung ist groß. Vor allem in Nord- und Mittelhessen ist der Ansturm der Terminanfragen gewaltig, wie ffh.de berichtet. Im Lahn-Dill-Kreis und in Kassel waren die Impftermine für dieses Wochenende bereits Mitte der Woche ausgebucht. In Südhessen gibt es dagegen noch freie Plätze.

Corona in Hessen: Die aktuellen Fallzahlen in Hessen

Update vom Samstag, 27.02.2021, 08:35 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie in Hessen bekannt gegeben. Demnach haben sich innerhalb eines Tages 780 Personen im Bundesland angesteckt, insgesamt steigt die Zahl der Infektionen damit auf 187.791. Zudem hat es in Hessen 14 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gegeben, 5.815 Opfer forderte die Pandemie seit ihrem Ausbruch im letzten Jahr.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Hessen laut dem RKI durchschnittlich bei 63,9. Die für die Lockerungen relevante Kennziffer stieg damit ein wenig im Vergleich zum Vortag (61,1). Am stärksten betroffen ist der Lahn-Dill-Kreis, das RKI gibt für das Gebiet eine Inzidenz von 104,6 an. Ein sprunghafter Anstieg – gestern lag dieser Wert noch bei 88,4. Auch in der Stadt Offenbach (92,9) und Groß-Gerau (92,8) haben sich in den letzten sieben Tagen deutlich mehr Personen angesteckt als im hessenweiten Vergleich. Am niedrigsten ist die Inzidenz in Kassel, hier liegt die Inzidenz bei 23,7.

Corona in Hessen: Aktuelle Zahlen – Uniklinik bleibt auf Impfstoff sitzen

+++ 15.42 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die Zahl der aktuellen Corona-Neuinfektionen für alle Städte und Kreise gemeldet. Landesweit gab es in den vergangenen 24 Stunden 723 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (Stand 26.02.2021, 0 Uhr). Damit haben sich in Hessen insgesamt nun 187.011 Menschen mit dem Virus angesteckt. Außerdem stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, um 26 auf jetzt 5.801 Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 61,1, das ist ein kleines bisschen niedriger als am Donnerstag (61,6).

Die höchste Inzidenz in Hessen weist der Landkreis Groß-Gerau aus (98,5). Den besten Wert hat mit 23,3 weiter die Stadt Kassel, auch wenn die Inzidenz hier zuletzt wieder leicht anzog. Die meisten Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab es in Frankfurt (90), dem Wetteraukreis (66) und dem Main-Kinzig-Kreis (65). Die meisten neuen Todesfälle gibt es im Schwalm-Eder-Kreis zu beklagen (5).

Derweil findet die Uniklinik Gießen keine Abnehmer für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca. 1660 Dosen des Impfstoffs warten dort darauf, verimpft zu werden, berichtet giessener-allgemeine.de*. Das Land hat nun erklärt, dass an allen Kliniken in Hessen ab sofort alle Mitarbeitenden geimpft werden dürfen. 

Corona in Hessen: RKI meldet verspätet Zahlen

+++ 11.10 Uhr: Nach einer Verzögerung seitens des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind nun akkurate Corona-Zahlen für Hessen abrufbar. Die Werte der gemeldeten Neuinfektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verändern sich gegenüber der Meldung von Freitagmorgen (26.02.2021, 8.15 Uhr) nicht. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden den Gesundheitsämtern insgesamt 187.011 Infektionsfälle gemeldet, außerdem 5.801 Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 61,2 und damit nur minimal niedriger als der am Donnerstag (25.02.2021) errechnete Wert von 61,6.

Der Landkreis mit der höchsten 7-Tage-Inzidenz in Hessen bleibt Groß-Gerau. Dort steigt die Zahl im Vergleich zum Vortag leicht und liegt jetzt bei 98,6. Am Donnerstag meldete das RKI noch den Wert 97,2. Leicht zugenommen hat auch die wöchentliche Infektionsrate pro 100.000 Einwohner im Lahn-Dill-Kreis. Sie steigt von 87,2 auf 88,4. Im Main-Kinzig-Kreis ist sie derweil leicht gesunken und beträgt 81,1. In Frankfurt liegt die Inzidenz am Freitag bei 65,2, auch hier ist sie leicht gestiegen. In und um Kassel ist die 7-Tage-Inzidenz den Daten zufolge aktuell auf dem niedrigsten Stand in ganz Hessen: In Kassel beläuft sie sich auf 23,3, im Landkreis Kassel auf 35,1.

Corona in Hessen: Sammelimpfungen geplant – Daten-Panne beim RKI

Update von Freitag, 26.02.2021, 8.15 Uhr: Am Freitag (26.02.2021) kommt es zu Verzögerungen bei der Meldung des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den aktuellen Corona-Zahlen. Am frühen Morgen meldete das RKI bereits 723 Corona-Neuinfektionen und 26 Todesfälle für Hessen. Die Zahlen für die Kreise erschienen allerdings deutlich zu hoch – offenbar eine Daten-Panne. Derzeit ist das Corona-Dashboard des Instituts wieder abgeschaltet und soll gegen 10 Uhr mit den aktualisierten Zahlen wieder veröffentlicht werden. Dann werden wir diese selbstverständlich nachliefern.

Corona in Hessen: Die aktuellen Fallzahlen

+++ 15.39 Uhr: Nach dem Robert Koch-Institut hat am Nachmittag auch das Hessische Sozialministerium (HSMI) aktuelle Zahlen zu den Corona-Infektionen in Hessen veröffentlicht. Dabei ist ein deutlicher Anstieg der Zahl der Neuinfektionen zu verzeichnen. Nach Angaben des HSMI haben sich seit dem Vortag (24.02.2021) 854 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Weitere 24 Menschen sind an oder mit dem Virus verstorben.

Damit steigt die Zahl der gesamten Corona-Infektionen in Hessen auf 186.288, die Zahl der Verstorbenen auf 5.775. Am Mittwoch (24.02.2021) waren 681 Corona-Neuinfektionen in Hessen registriert worden, am Dienstag (23.02.2021) lag die Zahl bei 306.

Sammeltermine für Corona-Impfungen in Hessen

+++ 14.23 Uhr: Lehr- und Erziehungspersonal in Hessen soll bei Sammeltermine seine Corona-Impfung erhalten. Das hat das hessische Innenministerium am Donnerstag (25.02.2021) mitgeteilt. Den Kommunen und Schulleitungen fällt dabei die Aufgabe zu, den jeweiligen Bedarf zu ermitteln, der wiederum an das jeweilige Schulamt weitergeleitet werden soll. Dieses leitet die Namen an das örtliche Impfzentrum weiter, welches dann die Sammeltermine organisiert.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU), Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) und Kultusminister Alexander Lorz (CDU) machten die Bedeutung der Corona-Impfung für Lehr- und Erziehungskräfte deutlich. Dieses arbeite mit Kindern zusammen, „die naturgemäß die Abstandsregeln nicht immer strikt befolgen oder teils auch von der Maskenpflicht befreit sind“, so die drei Minister. Sie appellierten daher, die Impfung zum Selbstschutz und zum Schutz der Kinder wahrzunehmen.

Weiterhin individuelle Corona-Impftermine in Hessen möglich

Gleichzeitig sollen für Lehrpersonal und Erziehungskräfte weiter individuelle Corona-Impftermine vereinbart werden können. Die Anmeldung dazu ist online oder telefonisch nach wie vor möglich, aber eine Anmeldung zu mehreren Terminen sollten vermieden werden.

Nach Angaben des hessischen Innenministeriums sind rund 70.000 Personen in entsprechenden Berufen zu den Sammelimpfungen berechtigt. Insgesamt umfasst die Zahl der Menschen in der zweiten Priorisierungsgruppe für die Corona-Impfung in Hessen 1,5 Millionen Menschen.

Aktuelle Corona-Fallzahlen für Hessen vom RKI

Update von Donnerstag, 25.02.2021, 7.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet für Hessen am Donnerstag insgesamt 854 Corona-Neuinfektionen. Das sind noch einmal deutlich mehr Fälle als am Vortag (681). Innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand 25.02.2021, 0 Uhr) sind zudem 24 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Damit steigt die Zahl der Verstorbenen seit Beginn der Pandemie auf 5.775. Die 7-Tage-Inzidenz liegt hessenweit bei 61,6. Der Wert pendelt sich seit einigen Tagen um die 60 ein - die Zahlen fallen nicht mehr spürbar.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner weist weiterhin der Landkreis Groß-Gerau auf. Der Wert sinkt wieder unter 100 und liegt am Donnerstag bei 97,2. Danach folgen die Kreise Lahn-Dill (87,2) und Main-Kinzig (83,5). In Frankfurt liegt die Inzidenz am Donnerstag bei 61,2. Die niedrigsten Werte weisen der Landkreis Kassel (35,5), der Odenwaldkreis (32,1) und die Stadt Kassel (18,8) auf.

Corona in Hessen: Ministerpräsident Bouffier legt Plan für Lockerungen vor

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will am Donnerstag ab 12.30 Uhr in einen Perspektivplan für die schrittweise Lockerung der Corona-Maßnahmen in Hessen vorlegen. Bei dem Vier-Stufen-Plan geht es unter anderem um eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen und die Öffnung von Läden im Einzelhandel. Der allgemeine Corona-Lockdown in Hessen gilt nach aktuellem Stand noch bis zum 7. März. Am 3. März soll der nächste Corona-Gipfel von Bund und Ländern stattfinden.

Gewerbetreibende protestieren gegen das Ladensterben in den Innenstädten durch die Corona-Schließung. Bouffier stellt einen Plan für Lockerungen in Hessen vor. (Symbolbild)

Corona in Hessen: Inzidenz im Kreis Groß-Gerau wieder dreistellig

+++ 15:23 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für alle Städte und Kreise gemeldet. Landesweit erkrankten binnen 24 Stunden 681 Menschen neu an dem Coronavirus (Stand 24.02.2021, 0 Uhr). Damit sind oder waren in Hessen nun insgesamt 185.434 Menschen mit dem Virus infiziert. Zudem meldet das Ministerium 37 weiter Todesfälle. Insgesamt sind in Hessen nun 5.751 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt landesweit nun bei 60,2, das ist etwas niedriger als am Dienstag (60,5).

Der Kreis Groß-Gerau hat bei der Inzidenz wieder die Dreistelligkeit erreicht (104,7). Deutlich besser sieht es weiterhin in Kassel aus: Mit 20,3 hat die Stadt die niedrigste 7-Tage-Inzidenz in ganz Hessen. Die meisten Neuinfektionen mit dem Coronavirus meldete Frankfurt (90), auch im Main-Kinzig-Kreis gab es zahlreiche neue Fälle (72). Außerdem gab es in der Mainmetropole ebenso wie im MKK und im Wetteraukreis je fünf weitere Todesfälle.

Corona in Hessen: Bouffier kündigt Vier-Stufen-Plan zu Lockerungen an

+++ 12:56 Uhr: Hessen plant weitere Schritte zur Lockerung der Corona-Maßnahmen. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kündigte auf einer digitalen CDU-Veranstaltung einen Vier-Stufen-Plan dafür an. Dabei gehe es um mehr Kontakte für eine größere Zahl von Menschen und die Öffnung von Läden im Einzelhandel. Ein CDU-Sprecher bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Details zu dem Perspektivplan der Landesregierung will der Regierungschef dann an diesem Donnerstag (12.30 Uhr) in Wiesbaden vorstellen.

Bei der digitalen CDU-Veranstaltung in Fulda am Dienstagabend sagte Bouffier, es sei für den Einzelhandel geplant, dass Kunden künftig einen Termin für den Einkauf vereinbaren können* sollen und dann einen „persönlichen Verkäufer“ in dem Geschäft bekommen. Die strengen Hygienevorschriften müssten selbstverständlich weiter befolgt werden. Zudem sollen sich wieder zwei Haushalte in Hessen treffen dürfen.

Die Beurteilung der Corona-Handlungsspielräume werde in Hessen künftig nicht mehr von den Inzidenzen abhängen, erklärte der CDU-Landeschef. Es müsse zwar weiter vorsichtig in der Corona-Pandemie vorgegangen werden. „Wir können aber auch nicht so weitermachen.“

Corona in Hessen: RKI gibt Zahlen bekannt

Update vom Mittwoch, 24.02.2021, 6.55 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die neuen Corona-Zahlen für Hessen bekannt gegeben. Im Vergleich zum Vortag (23.02.2021) sind 681 Neuinfektionen hinzugekommen. Somit steigt die Zahl aller gemeldeten Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 185.434. Die hessenweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 60,3 und damit über dem bundesweiten Wert von 59,3. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 37 auf nun 5.751.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner weist der Landkreis Groß-Gerau auf. Dort liegt die Zahl bei 104,8. Die niedrigste Inzidenz weist die Stadt Kassel mit 20,3 auf.

Corona in Hessen: Covid-Ausbruch in psychiatrischer Klinik in Frankfurt

+++ 20.10 Uhr: Die Klinik für psychische Gesundheit am Klinikum Frankfurt Höchst nimmt aktuell keine neuen Patienten auf. Das teilte das Klinikum am Dienstag (23.02.2021) mit. Demnach sei bei regelmäßig durchgeführten Covid-19-Tests Ende vergangener Woche mehrere Patienten und Mitarbeiter der psychiatrischen Stationen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der Ursprung der Infektionen sei bisher noch unklar. Das Klinikum teilte des Weiteren mit, dass sich die vier infizierten Mitarbeiter in Absprache mit dem Gesundheitsamt umgehend in Quarantäne begeben haben. Die sieben infizierten Patienten seien räumlich von den nicht Betroffenen getrennt worden. Bisher sind laut Klinikum bei keinem der Infizierten Krankheitssymptome aufgetreten.

Corona-Ausbruch in der psychiatrischen Klinik in Frankfurt-Höchst

„Wir bedauern dies umso mehr, als dass wir aufgrund unseres umfangreichen Hygienekonzeptes bisher gut durch die Pandemie gekommen sind“, so Prof. Dr. med. Sibylle Roll, Chefärztin der Klinik für psychische Gesundheit. In Absprache mit dem Gesundheitsamt, umliegenden psychiatrischen Kliniken und dem hessischen Ministerium für Soziales und Integration wurde die psychiatrische Klinik Höchst für zunächst eine Woche von ihrer psychiatrischen Pflichtversorgung abgemeldet.

Welche Virusvariante vorliegt, ist noch nicht bekannt. Die Testergebnisse wurden zur weiteren Untersuchung nach Berlin geschickt. Das Ergebnis steht noch aus.

Corona in Hessen: Nach zahlreichen Neuinfektionen – Kreis schließt Kita und Schule

+++ 17.55 Uhr: Zahlreiche Corona-Neuinfektionen im hessischen Freiensteinau haben dazu geführt, dass der Vogelsbergkreis die Grundschule und den Kindergarten in der Gemeinde schließt. „Wir müssen die Infektionsketten in Freiensteinau unterbrechen“, erklärte Henrik Reygers, Leiter des Gesundheitsamtes des Vogelsbergkreises. Die Maßnahme gelte von diesem Donnerstag (25. Februar) bis einschließlich kommenden Mittwoch (3. März).

Die 23 aktiven Corona-Fälle in der Gemeinde, die das Gesundheitsamt des Kreises aktuell betreut seien im Wesentlichen auf eine private Veranstaltung und eine Feier in der Faschingszeit zurückzuführen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuansteckungen innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 100 000 Einwohner - liege in der Vogelsberggemeinde mittlerweile bei 480.

Corona in Hessen: Inzidenz steigt an – viele Todesfälle im Main-Kinzig-Kreis 

+++ 16:06 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für alle Kreise und Städte gemeldet. Landesweit haben sich in den vergangenen 24 Stunden 306 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert (Stand 23.02.2021, 0 Uhr). Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten in Hessen auf 184.753. Das Ministerium meldet außerdem 42 neue Todesfälle. Damit sind in Hessen nun 5.714 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz im Land liegt nun bei 60,5. Gestern lag sie mit 59,7 noch etwas niedriger.

Die meisten Corona-Neuinfektionen hatten die Kreise Darmstadt-Dieburg (33), Groß-Gerau (52), und Main-Taunus-Kreis (33) zu verzeichnen. Im Mainz-Kinzig-Kreis gab es mit 16 neuen Fällen die mit Abstand meisten Todesfälle. Die höchste 7-Tage-Inzidenz in Hessen hat nun der Kreis Groß-Gerau, wo der Wert von 81,1 auf nun 97,4 in die Höhe schnellte. Die niedrigste Inzidenz weist weiterhin die Stadt Kassel auf (24,3).

Corona in Hessen: Minister stellen Pläne für zweite Priorisierungsgruppe vor

Update vom Dienstag, 23.02.2021, 15.10 Uhr: Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) haben die Pläne für die kommenden Corona-Impfungen in Hessen vorgestellt. Demnach sollen in der zweiten Priorisierungsgruppe rund 1,5 Millionen Menschen in Hessen geimpft werden. Dabei soll auch der Impfstoff von AstraZeneca für Menschen unter 65 Jahren zum Einsatz kommen. Klose betonte noch einmal, dass der Impfstoff geprüft, sicher und „hoch wirksam“ sei. Noch immer sei aber zu wenig Impfstoff vorhanden.

Sorge vor Corona-Impfstoff von AstraZeneca in Hessen

Die Sorge vor dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca versuchte Klose zu zerstreuen. Es handle sich um einen Impfstoff, der „in jedem Fall“ davor schütze, schwer an Covid-19 zu erkranken. Bisher sei keine Person, die den Impfstoff erhalten habe, so schwer erkrankt, dass sie auf eine Intensivstation eingeliefert wurde. Beuth ergänzte, dass es keine Möglichkeit gebe, Menschen unter 65 Jahren einen anderen Impfstoff zu verimpfen, da noch immer ein Mangel an Dosen herrsche.

Der Start der Corona-Impfungen für die zweite Priorisierungsgruppe soll „so zügig wie möglich“ erfolgen. Es bedarf noch einer Änderung der aktuellen Impfverordnung des Bundes, diese soll im laufe der Woch durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) freigegeben werden. Dann können Termine über die bisherigen Wege gebucht werden, so über das Portal impfterminservice.de und die Telefonnummer 116 117.

Pressekonferenz: Die neuen Corona-Impfpläne für Hessen

Erstmeldung vom Dienstag, 23.02.2021, 14:12 Uhr: Wiesbaden – Nachdem am Montagabend (22.02.2021) bei Beratungen zwischen den Landes-Gesundheitsministern und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein schnelleres Impfen von Lehr- und Erziehungspersonal beschlossen wurde, erläutern Innenminister Peter Beuth (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) die Pläne für Hessen. Auch Bürger ab 70 Jahren sollen bald ihre Corona-Impfungen erhalten.

Trotz Corona wieder Unterrich in Schulen in Hessen

Bisher wurden in Hessen nur Menschen der Priorisierungsgruppe eins geimpft. Das sind vor allem Personen über 80 Jahre und medizinisches Personal in besonders betroffenen Bereichen. Nach Angaben des Hessischen Sozialministeriums haben rund 229.000 Menschen in Hessen die erste Corona-Impfung erhalten, mehr als 109.000 auch die zweite Impfdosis. In Alten- und Pflegeheimen sind demnach rund 81 Prozent erstmalig geimpft worden.

In Hessen geht die Schule wieder los. Auch darum sollen Lehrkräfte früher gegen Corona geimpft werden. (Symbolbild)

Gleichzeitig mit dem Änderung der Corona-Impfpläne für Lehr- und Erziehungspersonal begann am Montag (22.02.2021) wieder der Wechselunterricht in den Schulen in Hessen*. Normalität stellt sich dabei allerdings noch lange nicht ein. Diese soll unter anderem durch die schnellere Impfung ein Stück weit erreicht werden. Auch die Friseure öffnen am 1. März wieder. Einige sind bereits ausgebucht.

Corona-Impfzentren in Hessen seit 9. Februar geöffnet

Seit dem 9. Februar sind in Hessen alle 28 Impfzentren geöffnet. Dort können sich bisher Menschen über 80 Jahre sowie medizinisches und Pflegepersonal impfen lassen. In der Gruppe zwei, für die die Impfungen in Hessen bald beginnen sollen, sind neben Menschen im Alter von 70 Jahren und mehr auch Personen mit Trisomie 21, Personen nach Organtransplantationen, Menschen mit Demenz, geistiger Behinderung und schweren psychischen Erkrankungen wie bipolarer Störung, Schizophrenie und schweren Depressionen eingeschlossen. Alle in der zweiten Priorisierungsgruppe eingeschlossenen Personen sind in der Corona-Impfverordnung des Bundes unter Paragraf drei zu finden. (Marcel Richters) *fnp.de, fuldaer-zeitung.de, fr.de und giessener-allgemeine.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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