Covid-19

Corona in Hessen: Inzidenz bei Ungeimpften besonders hoch - vor allem Kinder betroffen

Maskenpflicht in Schulen
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Die Schule in Hessen hat unter Corona-Auflagen wieder begonnen. Doch gerade bei Kindern unter zwölf Jahren ist die 7-Tage-Inzidenz besonders hoch.

Die Corona-Inzidenz in Hessen ist weiter hoch. Insbesondere die Zahlen bei den Ungeimpften machen Sorge. Betroffen sind vor allem Kinder unter zwölf Jahren.

Frankfurt – Trotz der inzwischen fortgeschrittenen Impfkampagne stieg die Anzahl an Corona*-Neuinfektionen zuletzt in kürzester Zeit wieder deutlich an – insbesondere in Hessen, das am Montag (06.09.2021) im Vergleich mit den anderen Bundesländern in Deutschland die höchste 7-Tage-Inzidenz aufwies. Doch in welcher Bevölkerungsschicht sind die Infektionszahlen besonders hoch? Um diese Frage zu beantworten, verkündet das hessische Gesundheitsministerium die 7-Tage-Inzidenz seit Montag stets inklusive Vergleich zwischen geimpften und ungeimpften Personen. Der Unterschied ist gewaltig.

Aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums in Hessen* geht hervor, dass die 7-Tage-Inzidenz am Dienstag (07.09.2021) unter den Geimpften bei einem Wert von 9,7 lag. Bei Ungeimpften, nur zum Teil Geimpften und jenen ohne Angaben zum Impfstatus hingegen bei einem Wert von 272,3. In die Berechnung fließen alle mit Corona infizierten Personen ab zwölf Jahren ein. Also jene, die bereits für eine Corona-Impfung zugelassen sind. Jüngere Kinder dagegen tauchen in der Erhebung nicht auf. Die Ständige Impfkommission (StiKo) empfiehlt die Corona-Schutzimpfungen bisher lediglich für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

Corona in Hessen: Hohe Inzidenz bei Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren

Doch gerade unter den jüngeren Kindern mehren sich die Fälle von Corona-Infektionen zurzeit deutlich. In der Altersgruppe von fünf bis zwölf Jahren liegt die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen derzeit bei 304. Gegenüber dem Hessischen Rundfunk äußerte Martin Stürmer, Virologe am IMD Labor in Frankfurt*, dass dementsprechend alle unter Zwölfjährigen dem Virus „mehr oder wenigen schutzlos ausgeliefert“ seien. Die erhöhte Inzidenz in der Altersgruppe hält der Experte daher nicht für ungewöhnlich. „Das Virus sucht sich auch den Weg des geringsten Widerstandes“, so Stürmer. Diejenigen, die am leichtesten zu infizieren sind, seien eben Ungeimpfte. Er führt fort: „Da das Gros der Ungeimpften jüngere Menschen sind, ist es nicht sehr erstaunlich, dass wir aktuell so viele Fälle dort sehen.“

Seit dem Schulstart vor gut einer Woche wurden alleine in Hessen insgesamt rund 2000 Corona-Fälle bei Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren registriert. Gemessen an der Anzahl der hessischen Schulen bedeutet das aber durchschnittlich nur einen Corona-Fall pro Schule, wie aus einem Beitrag der Hessenschau hervorgeht. (yw) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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