Virus-Pandemie

Coronagipfel: Impf-Debakel in Hessen - Volker Bouffier äußert sich heute live 

Nach dem „Impfgipfel“ von Bund und Ländern geht es auch im Landtag in Hessen um die aktuelle Corona-Lage. Ministerpräsident Volker Bouffier äußert sich heute live.

  • Beim Impfgipfel in Berlin haben Bund und Länder am Montag (01.02.2021) über die Impfstrategie beraten.
  • Um die Zahl der Corona*-Impfungen in Deutschland zu erhöhen, wird dringen mehr Impfstoff benötigt.
  • Auch im Landtag in Hessen soll es am Dienstag um das weitere Vorgehen in der Corona-Krise gehen.

+++ 11:04 Uhr: Heute Mittag startet in Hessen die erste Plenarsitzung des Landtags in diesem Jahr. Ministerpräsident Volker Bouffier wird eine Regierungserklärung zur Corona-Krise abgeben. Diese steht unter dem Motto: „Das Ziel fest im Blick – gemeinsam die Corona-Krise meistern“. Die Sitzung ist im Internet per Livestream zu sehen.

Die Plenarsitzung des Landtags in Hessen zur Corona-Krise startet erst um 14.45 Uhr, da vorher der Opfer des Hanauer Anschlags gedacht werden soll (14 Uhr). Je ein Vertreter von fünf Opferfamilien wird an der Veranstaltung teilnehmen. Zwei weitere Familien lassen sich durch jeweils eine Person vertreten, die ebenfalls von dem Attentat betroffen ist. Landtagspräsident Boris Rhein wird eine Rede halten, auch eine Schweigeminute ist geplant. 

Update vom 02.02.2021, 09.39 Uhr: Nach dem „Impfgipfel“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geäußert. Es sei klar geworden, dass noch bis in den April hinein „harte Wochen der Knappheit“ beim Corona-Impfstoff herrschen werden. Dabei sei allerdings nicht Geld das Problem, sondern die Produktion.

Bouffier hält Regierungserklärung zu Corona in Hessen

Dennoch soll es ab dem 3. Februar wieder Termine für Corona-Impfungen in Hessen geben. Berechtigt für die Vergabe von Terminen sind Menschen im Alter über 80 sowie ein Teil der Pflegekräfte und des medizinischen Personals. Die Vergabe soll erneut online unter impfterminservice.hessen.de oder impfterminservice.de erfolgen. Auch werden unter den Telefonnummern 06 11 / 505 92 888 und 116 117 können Termine beantragt werden.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will sich am Dienstag (02.02.2021) gegen 14.45 Uhr in einer Regierungserklärung zu der Corona-Lage im Bundesland äußern. Die Rede steht unter dem Titel „Das Ziel fest im Blick - Gemeinsam die Corona-Krise meistern“. Es handelt sich um die zweite Regierungserklärung des Ministerpräsidenten in Folge zum Thema Corona in Hessen.

Hessens Ministerpräsident will sich im Landtag zur Corona-Lage und dem Thema Impfungen im Bundesland äußern.
  • Die derzeit knappe Versorgung mit Corona-Impfstoff in Hessen soll sich bis Mitte oder Ende März entspannen.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier mahnt, die neuen Virus-Mutanten genau zu beobachten.
  • Bouffier rechnet nicht mit einer baldigen Lockerung bei Großveranstaltungen oder Restaurantbesuchen.
  • Die Lieferungen von Impfstoffdosen erhöhen sich in Hessen bis Mitte des Monats auf teilweise 70.000 Einheiten.
  • Von 180.000 in geimpften Menschen in Hessen haben 50.000 bereits ihre Zweitimpfung erhalten

Volker Bouffier kündigt weiteren Corona-Impfstoff für Hessen an

+++ 19.59 Uhr: Die Pressekonferenz von Ministerpräsident Volker Bouffier ist beendet. Zu den Mengen des Corona-Impfstoffs, der in den kommenden Wochen an Hessen geliefert wird, machte er zusammenfassend folgende Angaben: Heute und morgen werde Biontech 58.500 Dosen liefern, in den darauf folgenden zwei Wochen wöchentlich bereits jeweils 70.000. Vom Hersteller Moderna seien bis Mitte Februar 14.400 Dosen Impfstoff zu erwarten. Der Hersteller AstraZeneca werde in der nächsten Woche 45.000, ab Mitte Februar 70.000 Dosen des Corona-Impfstoffes nach Hessen liefern. Bei letzterem betonte Bouffier allerdings, dass dieser nach Bewertung der Ständigen Impfkomission nur für Personen bis 64 Jahre geeignet sei.

Live-Pressekonferenz von Bouffier: Ministerpräsident zu möglicher Öffnung von Restaurants

+++ 19.44 Uhr: „Ich will nicht spekulieren, aber ich glaube nicht, dass wir Mitte Februar schon wieder größere Zusammenkünfte haben können oder das Restaurants wieder öffnen können“, antwortet Volker Bouffier auf die Frage eines Journalisten nach möglichen Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Hessen. Dabei betont er, dass es wichtig sei, die neuen Mutanten des Coronavirus genau im Auge zu behalten und so schnell wie möglich neue Erkenntnisse über deren Verhalten und Entwicklung zu gewinnen.

Der Ministerpräsident Volker Bouffier spricht auf einer Live-Pressekonferenz über den Corona-Impfgipfel und die Ergebnisse für Hessen.

+++ 19.39 Uhr: Ab Mitte oder spätestens Ende März sollen sich die Zahlen des gelieferten Impfstoffes jedoch Bouffier zufolge wieder etwas entspannen. In Hessen sind derzeit 180.000 Menschen geimpft, 50.000 davon haben laut Bouffier auch schon die zweite Impfung erhalten. Die Hälfte des gelieferten Impfstoffes werde auch weiterhin reserviert, um denjenigen, die bereits einen Termin bekommen haben, auch die zweite Impfung auch zu gewährleisten.

Live-Pressekonferenz zu Corona-Impfgipfel: Bouffier spricht weiterhin von „Mangelverwaltung“

+++ 19.34 Uhr: Volker Bouffier informiert zunächst über die Gesamtlage bei der Impfstoffbeschaffung. Demnach wären derzeit etwa 130 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen bundesweit gesichert, bis Ende des Jahres werden es mehr als 300 Millionen sein. Das Problem bei der Beschaffung des Impfstoffes liege Bouffier zufolge nicht bei finanziellen Fragen, vielmehr benötige der Aufbau von Produktionskapazitäten entsprechende Zeit. Die nächsten sechs bis zehn Wochen werde es weiterhin eine „Mangelverwerwaltung“ geben.

+++ 19.23 Uhr: Nach über einer Stunde Verzögerung soll die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Volker Bouffier vermutlich gegen 19.30 Uhr beginnen. Das verkündete das Land Hessen unlängst auf seiner Facebook-Seite.

+++ 18.24 Uhr: Da die Beratungen noch nicht abgeschlossen sind, bittet das Land Hessen auf seiner Facebook-Seite noch um ein wenig Geduld.

+++ 18.05 Uhr: Herzlich willkommen zum Live-Ticker. Die Pressekonferenz von Ministerpräsident Volker Bouffier zu den Ergebnissen des Impfgipfels wird sich noch um einige Minuten verzögern, teilt das Land Hessen mit.

Mehr Impfdosen zugesagt: Volker Bouffier wird sich in Pressekonferenz zu Hessen äußern

Update vom Montag, 01.02.2021, 17.49 Uhr: Nach der Zusammenkunft zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten in Berlin teilt das Gesundheitsministerium mit, dass die Liefermengen von Corona-Impfstoffen deutlich ansteigen soll. Nach 18,3 Millionen Impfdosen im laufenden ersten Quartal könnten demnach laut aktueller Schätzung im zweiten Quartal voraussichtlich 77,1 Millionen Dosen und im dritten Quartal 126,6 Millionen Dosen verschiedener Hersteller folgen. Im vierten Quartal könnten es dann weitere 100,2 Millionen Dosen sein, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte am Montag (01.02.2021) in Berlin, dass dennoch mit einigen Wochen Impfstoffknappheit zu rechnen sei. Es gelte, gemeinsam zu schauen, wo konkret etwa Beschaffung, Produktion und Terminvergabe verbessert werden können. Zu den Auswirkungen für Hessen informiert Ministerpräsident Volker Bouffier voraussichtlich ab 18 Uhr in einer Pressekonferenz.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird nach dem Impfgipfel in Berlin über die Ergebnisse informieren (Archivbild).

Volker Bouffier spricht über Corona-Impfgipfel

Erstmeldung vom Montag, 01.02.2021, 15.15 Uhr: Wiesbaden – Am Montag (01.02.2021) haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und die anderen Ministerpräsidentinnen und -präsidenten bei einem Impfgipfel über das weitere Vorgehen bei den Corona-Impfungen gesprochen. In einer Pressekonferenz äußert sich Bouffier am Montag ab 18 Uhr zu den Ergebnissen und deren Bedeutung für Hessen.

96 Prozent des Corona-Impfstoffs in Hessen bereits aufgebraucht

Der Hauptgrund für den Impfgipfel ist der Mangel an Corona-Impfstoff in Deutschland. So sind in Hessen nach Angaben des Landes bis zum 28. Januar rund 240.000 Dosen des Impfstoffes des Herstellers Biontech eingetroffen, von denen rund 96 Prozent bereits verbraucht worden sind. Dabei werden erst seit dem 12. Januar Termine für Corona-Impfungen vergeben, am 27. Dezember hatte die Impfkampagne in Alten- und Pflegeheimen begonnen.

Bisher hat die Impfkampagne für viel Kritik gesorgt. Insbesondere die Vergabe von Terminen war zeitweise problematisch. So waren unter anderem die entsprechenden Server und Telefonleitungen überlastet. Außerdem war die Impfstrategie der Landesregierung in die Kritik geraten, da es zunächst nur sechs regionale Impfzentren gab. Auch wie es in den Corona-Impfzentren zugeht*, sorgt teilweise für Irritationen.

Erst, wenn ausreichende Mengen des Corona-Impfstoffs vorhanden sind, sollen 22 weitere Impfzentren in Hessen öffnen, sodass dann insgesamt 28 Zentren zur Verfügung stehen. Wann alle Impfzentren öffenen, ist aber noch unklar.

Hessen: Lieferprobleme beim Corona-Impfstoff sorgen für Unmut

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im Vorfeld des Impfgipfels versucht, zu beschwichtigen. Er verstehe die Ungeduld, welche die Lieferprobleme für die Impfstoffe zuletzt ausgelöst hatten. Zwar ist nach dem Impfstoff von Biontech und Moderna nun auch ein drittes Serum von AstraZeneca zugelassen worden, dieses wird aber nur für den Einsatz bei Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren empfohlen und kann somit nur bei medizinischem und Pflegepersonal dazu beitragen, die angespannte Lage zu lindern.

Bei den Imfpstoffen von Biontech und Moderna war es zu Verzögerungen gekommen. Biontech hatte am Montag (01.02.2021) angekündigt, die Zahl der gelieferten Dosen im zweiten Quartal 2021 um 75 Millionen Stück zu erhöhen. Bei Moderna kann es im Februar zu Lieferengpässen kommen, sodass nicht die vorgesehen Menge Corona-Impfstoff vorhanden sein wird.

Noch immer Schwierigkeiten bei Anmeldung zur Corona-Impfung

Welche Ergebnisse von dem Impfgipfel für Hessen zu erwarten sind, ist vor der Pressekonferenzen mit Volker Bouffier noch offen. Möglich wäre nach Medieninformationen, dass der russische Corona-Impfstoff Sputnik V für eine Nutzung in der EU zugelassen wird. Das würde allerdings nicht dazu führen, dass sofort mehr Impftermine vergeben oder auch nur vereinbart werden könnten. Denn noch immer sind Leitungen und Server häufig überlastet, eine Anmeldung zur Impfung nicht einmal für die Personengruppen möglich, die derzeit dazu berechtigt wären. Ob die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten dafür eine Lösung finden, bleibt abzuwarten. (Marcel Richters) *fnp.de und fr.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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