Eindämmung der Pandemie

Hessen verschärft Corona-Regeln drastisch: „Maximale Eskalationsstufe“ für die Schulen

Im Corona-Lockdown verschärft Hessen die Regeln nochmal drastisch. Besonders trifft es Schüler und ihre Eltern.
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Im Corona-Lockdown verschärft Hessen die Regeln nochmal drastisch. Besonders trifft es Schüler und ihre Eltern.

Lockdown und Corona-Regeln werden verlängert. Die Auswirkungen auf Hessens Kitas und Schulen erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier gemeinsam mit Kultusminister Alexander Lorz.

  • Die Corona*-Lage in Hessen bleibt nach wie vor angespannt.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich zusammen mit Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Kultusminister Alexander Lorz am Mittwochnachmittag (06.01.2021) live zu den neuen Corona-Regeln geäußert.
  • Kultusminister Lorz sprach von einer „maximalen Eskalationsstufe“ für die Schulen in Hessen.
  • Ab der Jahrgangsstufe 7 aufwärts wird in den Distanzunterricht gegangen. Bis Ende Januar werden diese Schüler nicht mehr in die Schule kommen können, um die Kontakte zu reduzieren.
  • Eine Ausnahme sind die Abschlussklassen in Hessen. Diese werden in Präsenzunterricht beschult.
  • Bei den Kitas bleibt es bei der bisherigen Regelung in Hessen. Wenn Eltern ihre Kinder nicht zu Hause betreuen können, ist eine Betreuung in den Kitas weiterhin möglich. Ein Betretungsverbot wird es in Hessen nicht geben.
  • Die aktuelle Linie Hessens bei Kitas und Schulen wird bis Ende Januar gelten.

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Corona in Hessen: Die Pressekonferenz zum Nachlesen

+++ 16.59 Uhr: Die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Volker Bouffier, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Kultusminister Alexander Lorz ist beendet.

+++ 16.55 Uhr: Der Moderna-Impfstoff ist heute für die EU zugelassen* worden, so Bouffier. Spätestens Morgen wird der Impfstoff auch die Zulassung für Deutschland bekommen. Ab dem 25. Januar könnte auch Hessen diesen Impfstoff nutzen, sagt der Ministerpräsident.

Live: Keine Erstattung der Kita-Gebühren in Hessen

Hessens Kultusminister Alexander Lorz und Ministerpräsident Volker Bouffier bei der Pressekonferenz zu den Corona-Regeln.

+++ 16.52 Uhr: Es wird keine Erstattung der Kita-Gebühren geben für Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen werden bis Ende Januar.

+++ 16.47 Uhr: Die Kinder sollen für die Betreuung zu Hause Aufgaben und Materialien bekommen, die dann nach Erledigung auch vom Lehrer korrigiert werden.

+++ 16.43 Uhr: Die aktuelle Linie wird bis Ende Januar gelten, sagt Kultusminister Lorz.

+++ 16.40 Uhr: Kultusminister Lorz appelliert an die Eltern der Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Für Eltern, denen die Betreuung nicht möglich ist, stehen die Schulen zur Betreuung offen.

Live: Hessische Abschlussklassen dürfen trotz Corona in die Schulen

+++ 16.35 Uhr: Ab der Jahrgangsstufe sieben aufwärts wird in den Distanzunterricht gegangen. Bis Ende Januar werden diese Schüler nicht mehr in die Schule kommen können, um die Kontakte zu reduzieren. Eine Ausnahme sind die Abschlussklassen in Hessen. Diese werden in Präsenzunterricht beschult.

+++ 16.34 Uhr: Kultusminister Alexander Lorz spricht von einem traurigen Moment, denn die Kultusminister wollen natürlich so viel Unterricht wie möglich stattfinden lassen für die Kinder. Das ist aufgrund der hohen Infektionszahlen aber nicht möglich. Lorz spricht von „Maximalen Eskalationsstufe“ für die Schulen in Hessen.

+++ 16.33 Uhr: Ziel ist es für 2021, die Pandemie Schritt für Schritt zurückzudrängen, so Al-Wazir.

+++ 16.30 Uhr: „Sobald es uns möglich ist, werden die Corona-Hilfen an die betreffenden Firmen ausgezahlt“, sagt Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Live: Keine freien Corona-Intensivbetten mehr in Offenbacher Klinikum

+++ 16.28 Uhr: Im Offenbacher Klinikum gebe es beispielsweise keine freien Intensivbetten mehr, so Al-Wazir, der damit die aktuelle Lage in den Krankenhäusern deutlich macht.

+++ 16.26 Uhr: Tarek Al-Wazir, hessischer Wirtschaftsminister, sagt, dass man 2021 Schritt für Schritt in eine bessere Situation kommen will. Ihm sei klar, dass die neuen Corona-Regeln seine Zumutung für die Bevölkerung sind. Gerade Schülern, Einzelhändlern und Gastronomen werde einiges zugemutet. Die Regeln seien aber, wegen der hohen Infektionszahlen, unabdingbar.

+++ 16.23 Uhr: „Ziel ist es, ab dem 1. Februar ein ganzes Stück weiter zu sein“, sagt Bouffier. „Die Maßnahmen sind deshalb notwendig.“

Live: In Hessens Kitas bleibt es bei bisheriger Corona-Regelung

+++ 16.21 Uhr: Bei den Kitas bleibt es bei der bisherigen Regelung in Hessen. Wenn Eltern ihre Kinder nicht zu Hause betreuen können, ist eine Betreuung in den Kitas weiterhin möglich. Ein Betretungsverbot wird es in Hessen nicht geben.

+++ 16.19 Uhr: Ab Inzidenzen von 200 in einem Landkreis oder einer Stadt wird es zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit kommen. Ziel ist es, dass Tagesausflüge und unnötiges Shoppen vermieden werden. Ausgenommen ist diese Einschränkung bei triftigen Gründen.

+++ 16.17 Uhr: Die Ausnahmeregelungen, die in Hessen bereits während des ersten Lockdowns galten, werden ihre Gültigkeit weiterhin behalten, versichert Bouffier. Als Beispiel nennt der Ministerpräsident hilfebedürftige Menschen.

+++ 16.15 Uhr: Volker Bouffier appelliert an die Menschen in Hessen, auch in den privaten Räumen auf Kontakte zu verzichten, damit die Infektionszahlen gesenkt werden können.

+++ 16:13 Uhr: „Bei allen neuen Maßnahmen geht es darum, Kontakte weitestgehend zu vermeiden“, so Bouffier.

Live: Corona-Lage in Hessens Krankenhäusern ist sehr ernst

+++ 16.11 Uhr: Die Lage an den Kliniken und Krankenhäusern sei weiter sehr ernst. Noch können alle Menschen behandelt werden, das bringe aber einen erheblichen Aufwand mit sich. Nicht vermeidbar sei, dass einige Menschen, die infiziert sind, in andere Bundesländer verlegt werden müssen.

+++ 16.09 Uhr: Volker Bouffier erklärt, dass die gestrigen Beschlüsse von Bund und Ländern, hinsichtlich der Verlängerung des Lockdowns, heute beraten und bewertet wurden im hessischen Corona-Kabinett.

+++ 16.08 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt nun.

+++ 16.02 Uhr: Die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Volker Bouffier hat noch nicht begonnen und wird sich um wenige Minuten verzögern.

+++ 15.50 Uhr: In zehn Minuten startet die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Volker Bouffier, der sich zu den neuen Corona-Regeln äußern wird und die Auswirkungen auf Hessens Kitas und Schulen erklärt.

+++ 15.25 Uhr: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert für die Schulen in Hessen Planungssicherheit, wie der Unterricht unter Corona-Bedingungen bis zum Ende des Schuljahrs erfolgen soll. Birgit Koch, die Vorsitzende der GEW, erklärte, dass es nach dem Lockdown an den Schulen nur mit einem Wechselmodell aus Präsenz- und Distanzunterricht weitergehen könne. Außerdem sprach sie sich für einen verbindlichen Stufenplan aus. Die Präsenzpflicht an den Schulen aufzuheben, wäre dagegen konzeptionslos und würde auch den Erfordernissen zur Eindämmung einer Pandemie nicht gerecht.

Ministerpräsident Volker Bouffier wird in Kürze bei einer Pressekonferenz erklären, wie Hessen in Sachen Schulen vorgehen will. Wir berichten hier im Live-Ticker.

Live: Volker Bouffier äußert sich zu Auswirkungen des Lockdowns für Schulen und Kitas in Hessen

Erstmeldung vom Mittwoch, 06.01.2020, 11.23 Uhr: Wiesbaden – Zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie werden die drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens bundesweit verlängert. Wie die Regelungen in Hessen umgesetzt werden und welche Auswirkungen diese etwa auf Kitas und Schulen haben werden, wird Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwochnachmittag (06.01.2021) nach der Sitzung des Corona-Kabinetts gegen 16 Uhr in einer Pressekonferenz in Wiesbaden erläutern.

Live: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier stellt neue Corona-Regeln vor

Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten sich am Dienstag (05.01.2021) auf eine bundesweite Verlängerung des Corona-Lockdowns* sowie eine Verschärfung der bestehenden Maßnahmen bis zum 31. Januar geeinigt. Dazu gehört unter anderem, dass sich Menschen in Regionen mit vielen Corona-Infektionen ohne triftigen Grund künftig nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um ihren Wohnort frei bewegen dürfen. Hinzu kommt die Einschränkung, dass sich nur noch Angehörige eines Haushalts mit maximal einer weiteren nicht im selben Haushalt lebenden Person im öffentlichen Raum treffen dürfen.

NameVolker Bouffier
Geburtsdatum18. Dezember 1951 (69 Jahre)
GeburtsortGießen
EhepartnerinUrsula Bouffier
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
AmtHessischer Ministerpräsident (seit 2010)
KinderFrederik Bouffier, Volker Bouffier

Kitas in Hessen: Volker Bouffier (live) mit eindeutiger Empfehlung

Da die Ferien in Hessen in dieser Woche zu Ende gehen, wird das Corona-Kabinett auch eine Entscheidung zum weiteren Umgang mit dem Schulunterricht treffen. Das konkrete Vorgehen an Schulen und Kitas fällt in die Zuständigkeit der einzelnen Bundesländer und muss deshalb nicht bundesweit einheitlich geregelt werden. Ministerpräsident Volker Bouffier äußerte jedoch bereits am Dienstagabend die Empfehlung, die Kitas in Hessen grundsätzlich offenzuhalten.

Live: Volker Bouffier zu Schulen und Kitas in Hessen – Rückgriff auf bewährtes Konzept

Zum Thema Schule hatte der Ministerpräsident im gleichen Atemzug gesagt, dass er wenig von generellen Schließungen halte. Vielmehr habe sich die im Zuge des Corona-Lockdowns im Dezember beschlossene Aufhebung der Präsenzpflicht an hessischen Schulen bewährt, so Volker Bouffier. Eine ähnliche Regelung, in der den Eltern zwar empfohlen wird, ihre Kinder zu Hause zu lassen, sie diese bei Bedarf dennoch in die Schule schicken können, deutete er ebenfalls für die Kitas an.

Live: Ab wann gelten die neuen Corona-Regeln in Hessen?

Von der Tagung des Corona-Kabinetts wird auch eine Antwort darauf erwartet, ab wann die neuen und verschärften Regeln in Hessen überhaupt gelten werden. Die bisherigen Maßnahmen und der Lockdown waren bis zum 10. Januar befristet, aufgrund der weiterhin angespannten Corona-Lage* wurde jedoch frühzeitig vor einer zu voreiligen Lockerung gewarnt. Wie es im Februar weitergehen wird, darüber wollen Bund und Länder am 25. Januar beraten. (Joel Schmidt mit Agenturen) *fnp.de und fr.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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