10,9 Prozent mehr Arbeitslose

In Corona-Pandemie steigen Arbeitslosigkeit und soziale Not - wen das besonders trifft

Eine frau holt Münzen aus ihrer Geldbörse
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Die Arbeitslosigkeit und die soziale Not steigen in der Corona-Pandemie - auch in der Region. (Symbolbild)

Dass die Corona-Pandemie Menschen nicht nur in gesundheitliche, sondern auch in soziale Not bringt, ist kein Geheimnis. Wie ist die Lage in der Region?

Region - Die Aussichten seien vor zwölf Monaten noch „vielversprechend“ gewesen – auch für Langzeitarbeitslose, vermeldet das Kommunale Center für Arbeit (KCA). Im Dezember 2019 sei die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis Sozialgesetzbuch II (SGB II) erstmals seit 2011 unter die Marke von 6000 Personen gefallen. Dann kam Corona und binnen eines Jahres sei im Main-Kinzig-Kreis die Zahl der Arbeitslosen* im SGB II auf 7152 Menschen angewachsen, sagt KCA-Vorstandsvorsitzende Beate Langhammer. Im Durchschnitt habe diese Zahl 10,9 Prozent über dem Vorjahr gelegen.

„Im zweiten Quartal 2020 verdoppelte sich die Zahl der Neuanträge“, berichtet Langhammer. In Summe stiegen die Neuanträge im Vorjahresvergleich um mehr als 2000 (40 Prozent). „Das Kurzarbeitergeld hat vorerst viele Menschen vor Arbeitslosigkeit und dem Arbeitslosengeld I (ALG I) bewahrt, aber es ist je nach weiterem Verlauf der Corona-Pandemie und Entwicklung des Arbeitsmarkts realistisch, dass uns noch eine erhebliche Zahl von Neuanträgen aus diesem Personenkreis erreichen wird“, sagt sie. Die Zahl der Aufstocker, die ergänzend zum ALG I leistungsberechtigt nach dem SGB II sind, sei im Vorjahresvergleich um knapp 30 Prozent merklich angestiegen. Deutlich wirke sich die Krise im Bereich der Selbstständigen aus. Deren Anzahl im SGB-II-Leistungsbezug stieg im Jahresmittel um 25 Prozent. *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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