Ansturm

Corona-Chaos geht weiter: Trotz Appell der Polizei sind Parkplätze dicht

Jeder Appell vergebens: Parkplätze dicht, Corona-Urlauber in der Rhön auf dem Vormarsch
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Jeder Appell vergebens: Parkplätze dicht, Corona-Urlauber in der Rhön auf dem Vormarsch.

Kurz bevor die Corona-Regeln in Hessen verschärft werden, spitzt sich die Lage in beliebten Ausflugsgebieten wieder zu. Die Polizei macht auf Twitter eine klare Ansage.

  • Viele Menschen zieht es in den Ferien in Hessen verstärkt in die Rhön und auf die Wasserkuppe.
  • Die Polizei in Osthessen fürchtet erneut ein Verkehrschaos.
  • Alles zur Corona-Lage in Hessen in unserem News-Ticker.

Update vom Mittwoch, 06.01.2021, 13.30 Uhr: Knapp zwei Stunden nachdem die Polizei Osthessen sich mit einem eindringlichen Appell an die Rhön-Besucher gewendet hatte, sind die Parkmöglichkeiten in der Rhön weitgehend ausgeschöpft. Das melden die Beamten auf Twitter und rufen dazu auf, den Bereich weiträumig zu meiden. Die Polizei rechnete bereits seit dem Vormittag mit einem größeren Besucheransturm und appellierte an die Menschen, beliebte Ausflugsziele auf keinen Fall aufzusuchen.

Trotz Corona: Besucheransturm in der Rhön und anderen Naherholungsgebieten

Die Parkplätze im osthessischen Naherholungsgebiet fassen nach Angaben der Beamtinnen und Beamten etwa 300 Fahrzeuge. Die Polizei Osthessen kündigte bereits am Vormittag an, dass sie am Mittwoch (06.01.2021) mit einer Beamtenzahl im „zweistelligen Bereich“ in der gesamten Rhön unterwegs sein wird, um für einen geregelten Verkehr und das Einhalten der Corona-Regeln zu sorgen. Und auch am Mittag erinnern die Beamten noch einmal auf Twitter: „An alle derzeitigen Besucher: Haltet euch an die Corona-Regeln.“

Vor den Verschärfungen der Corona-Regeln: Auch in der Rhön droht Verkehrschaos

Erstmeldung vom Mittwoch, 06.01.2021, 12.17 Uhr: Fulda – Bevor weitere Verschärfungen der Corona-Regeln in Hessen in Kraft treten könnten, zieht es die Menschen offenbar noch mal vermehrt in die Naherholungsgebiete. Die Polizei in Osthessen zum Beispiel beobachtet die Entwicklung in der Rhön und im Vogelsberg mit Sorge und veröffentlicht einen deutlichen Appell auf Twitter. Denn die Polizei fürchtet nicht nur die Tagesgäste aus Hessen, sondern auch aus dem Nachbarbundesland Bayern.

Erst wurde der Große Feldberg im Taunus von Ausflüglern überrannt, jetzt droht der Rhön in Osthessen ein ähnliches Schicksal. In der letzten offiziellen Ferienwoche in Hessen zieht es wieder viele Menschen – trotz der sehr angespannten Corona-Situation – in die Natur und in die Naherholungsgebiete. Und nicht nur aus Hessen. In Bayern freuen sich die Menschen über den Dreikönigstag, der ihnen am 6. Januar einen weiteren freien Tag beschert.

„Wir haben bereits einen regen Zulauf an der Wasserkuppe und bei den umliegenden Ausflugszielen“, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen am Mittwoch (06.01.2021) auf Nachfrage. Die Parkplätze „Am Schwedenwall“ und der Parkplatz „Rotes Moor“ sind bereits voll – insgesamt fassen beide Parkplätze rund 300 Autos. Die Polizei ist aktuell mit einer Beamtenzahl im „zweistelligen Bereich“ in der gesamten Rhön unterwegs, um für einen geregelten Verkehr und das Einhalten der Corona-Regeln zu sorgen. Sie erwarten vor allem im Vogelsberg und an der Wasserkuppe steigende Besucherzahlen.

Folgende Parkplätze an der Wasserkuppe sind bereits belegt:

Parkplatz Rotes Moorbelegt
Parkplatz Am Schwedenwall belegt

Verkehrschaos in der Rhön droht: Polizei fürchtet trotz Corona viele Besucher

Auch wenn die Polizei viel Verständnis dafür hat, dass der Schnee die Lockdown-Gebeutelten magisch anzieht, bittet sie darum, in Zeiten von Corona die Ausflugsziele zu meiden. An jene, die bereits vor Ort sind, formuliert sie einen deutlichen Appell:

  • Besucher sollen sich an an den Verkehrsdurchsagen orientieren
  • Nur auf den ausgewiesenen Flächen parken
  • Rettungswege freihalten
  • Abstands- und Hygieneregeln einhalten

Bereits am Neujahrswochenende bot sich der Polizei in Osthessen ein ähnliches Bild wie den Kollegen im Taunus. Rhön und Rennsteig hatten mit einem Besucheransturm zu kämpfen. Dabei verursachten die Corona-Urlauber „erhebliche Störungen“, wie das Nachrichtenportal „infranken.de“ berichtet. Und es trifft immer mehr Regionen in Deutschland. Auch die Skigebiete in Willingen und am Hohen Meißner, sowie der Herkules in Kassel werden von Besucher-Massen überrannt. Die betroffenen Gemeinden und Städte appellieren eindringlich an die Leute, zu Hause zu bleiben. (Rebecca Röhrich)

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