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Deutsch-Israelische Gesellschaft will Schormanns Rücktritt

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Sabine Schormann
Sabine Schormann. © Swen Pförtner/dpa

Nach massiven Antisemitismus-Vorwürfen zu mehreren Werken auf der Kasseler documenta hat die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Konsequenzen gefordert. „Die Generaldirektorin der documenta, Sabine Schormann, muss unverzüglich zurücktreten oder vom Aufsichtsrat abberufen werden“, sagte DIG-Präsident Volker Beck dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag).

Köln/Kassel - Auch die Mitglieder des vom Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) geleiteten Aufsichtsrats sollten ihre Posten zur Verfügung stellen, forderte der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete.

„Nach den Antisemitismus-Vorwürfen schon im Vorfeld hätte der Aufsichtsrat tätig werden und sicherstellen müssen, dass Antisemitismus auf der documenta keinen Platz hat“, sagte Beck. „Stattdessen hat gerade Geselle immer alles gesundgebetet.“

In einer E-Mail an Roth warf Beck nach Informationen des „Kölner Stadtanzeigers“ der Leitung wie dem Aufsichtsrat vollständiges Versagen vor. Neben dem inzwischen abgehängten Wandbild der indonesischen Künstlergruppe Taring Padi verwies er auf das Werk „Guernica Gaza“ der Künstlergruppe Eltiqa aus dem Gazastreifen und auf eine „terrorismusaffine, antiisraelische Filmserie“ des Kollektivs Subversive Films aus Brüssel und Ramallah. Beck forderte, die Förderung der documenta sofort einzustellen. dpa

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