Bahnstreik

Deutsche Bahn: Streik beendet - Das müssen Reisende in Hessen wissen

Der Bahnverkehr in Hessen läuft nach dem Streik der GDL wieder an. Kunden der Deutschen Bahn müssen aber weiter mit Verzögerungen rechnen.

Frankfurt – Gute Nachrichten für zahlreiche Bahnreisende: Der fünftägige Streik der Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn* (DB) ist beendet. Das bestätigte ein Bahn-Sprecher nach dem planmäßigen Ende des Arbeitskampfes in der Nacht zum Dienstag (07.09.2021). Die DB erwartet im Laufe des Tages in Hessen* wieder einen weitgehend normalen Betrieb für Pendler und Bahnreisende. 

Der Bahnverkehr sei am frühen Dienstagmorgen planmäßig angelaufen, vereinzelt könne es allerdings noch zu Ausfällen kommen, sagte der Bahn-Sprecher. Bahnreisenden wird dennoch empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die Website, die App oder telefonisch zu informieren, ob die jeweiligen Zugverbindung planmäßig abfahren.

Deutsche Bahn: Nach Streik - Einigung mit GDL nicht in Sicht

Der Personenverkehr war in ganz Deutschland wegen des Streiks seit vergangenem Donnerstag (02.09.2021) stark eingeschränkt, der Güterverkehr bereits seit Mittwoch. Es war der dritte Ausstand im aktuellen Tarifstreit, erstmals hatte sich der Streik über ein ganzes Wochenende gezogen. Die Bahn hatte eigenen Aussagen zufolge über das Wochenende zumindest jeden dritten Fernzug planmäßig fahren lassen. Im Regional- und S-Bahnverkehr war danach bundesweit lediglich ein Grundangebot von 40 % der Züge unterwegs.

Nach den erheblichen Beeinträchtigung durch den Bahnstreik nimmt der Schienenverkehr in Hessen wieder Fahrt auf. Doch eine Einigung zwischen GDL und der Deutschen Bahn ist nicht in Sicht. (Archivbild)

Eine Annäherung zwischen den beiden Lagern ist allerdings weiter nicht in Sicht. „Nach dem Streik ist vor dem Streik“, sagte der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, am Montag vor Mitgliedern am Berliner Hauptbahnhof.

Bahnstreik: GDL kämpft weiter - Deutsche Bahn scheitert vor Hessens Arbeitsgericht

Die Gewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Mit dem fünftägigen Streik wollte die GDL ihren Forderungen nach insgesamt 3,2 % mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Corona-Prämie von 600 Euro mehr Nachdruck verleihen. Gestritten wird zudem über die künftige Form der Altersvorsorge.

Die Deutsche Bahn hatte ursprünglich eine deutlich längere Laufzeit von rund 40 Monaten angestrebt. Mit einem neuen Angebot Ende der vorigen Woche hat das Unternehmen 36 Monate Laufzeit in Aussicht gestellt sowie eine Prämie wegen Corona* von bis zu 600 Euro.

Nachdem GDL-Chef Weselsky diese Offerte der Deutschen Bahn abgelehnt hatte, versuchte die Bahn, noch vor dem Wochenende das Ende des Ausstands mit juristischen Mitteln herbeizuführen. Der Konzern scheiterte damit aber vor dem Arbeitsgericht Frankfurt* sowie in zweiter und letzter Instanz vor Hessens Landesarbeitsgericht. (yw/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ralph Peters/Imago

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