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Flüchtlinge helfen Flüchtlingen: Rat für Menschen

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Sprachkurse, Beratung oder einfach zusammen kochen: Ein privater Verein engagiert sich in Frankfurt für Menschen aus der Ukraine. Die Freiwilligen sind zum Teil selbst vor dem Krieg geflohen.

Frankfurt/Main - Unterkunft, Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung: Nach der Ankunft in Deutschland türmen sich vor ukrainischen Flüchtlingen zahlreiche Fragen und Probleme auf. Um zu helfen, haben sich aus der Ukraine stammende Freiwillige zusammengetan und das Ukrainian Coordination Center (UCC) in Frankfurt gegründet. Inzwischen sind dort rund hundert Menschen ehrenamtlich tätig, um Rat und Unterstützung auf Ukrainisch zu bieten - rinige leben schon länger in Deutschland, die meisten aber sind selbst Flüchtlinge.

„Wir sind keine Fachleute, aber wir versuchen, Brücken zu bauen“, beschreibt Leiterin Viktoriia von Rosen die Arbeit. Bis zu 300 Menschen kommen täglich - und warten auf einem langen Gang auf ihren Beratungstermin, hauptsächlich handelt es sich um Frauen und Kinder. An den Wänden hängen bunte Gemälde einer schon länger in Frankfurt lebenden ukrainischen Künstlerin. Das UCC befindet sich im Gebäude des Amts für multikulturelle Angelegenheiten, mehrere Dezernate und Stellen arbeiten dort zusammen, so dass alle nötigen Vorgänge wie Anmeldung und Registrierung an einem Ort erfolgen können.

Angeboten werden auch Sprachkurse und Workshops, beispielsweise, wie man sich in Deutschland selbstständig machen kann. Gemeinsames Kochen, Bastelgruppen für Kinder, Sport und Spielenachmittage stehen ebenfalls auf dem Programm. „Die Menschen sollen nicht zuhause oder im Hotel sein und nur Nachrichten über die Ukraine lesen“, sagt von Rosen. Entstanden ist das UCC vor fünf Monaten aus einer spontanen Initiative heraus. Der Verein sehe sich auch als Vernetzungsplattform, um Hilfsangebote zu den Menschen zu bringen, die sie brauchen - und umgekehrt, wie von Rosen sagt.

Laut Innenministerium in Wiesbaden weist das Melderegister derzeit eine Zahl von rund 68.000 Geflüchteten aus der Ukraine aus, die in den hessischen Städten und Gemeinden Unterkunft gefunden haben. In Frankfurt kamen seit dem russischen Angriff auf ihr Land im Februar mehr als 11.000 Ukrainer an, sie sind aber nicht alle in der Stadt geblieben. Derzeit pendelten sich Zu- und Abgänge ein, erklärte die Stadt. dpa

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