Möglichst viele „Ungläubige“ töten 

Anschlag geplant – Mutmaßlicher Salafist aus Offenbach angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen 24-jährigen mutmaßlichen Salafisten aus Offenbach erhoben weil er einen Anschlag auf eine Gaststätte geplant haben soll. 
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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen 24-jährigen mutmaßlichen Salafisten aus Offenbach erhoben weil er einen Anschlag auf eine Gaststätte geplant haben soll. 

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen mutmaßlichen Salafisten aus Offenbach. Der junge Mann wurde im November festgenommen, weil ihm vorgeworfen wird, einen Anschlag geplant zu haben.

  • 24-Jähriger aus Offenbach wegen geplantem Anschlag auf eine Frankfurter Gaststätte angeklagt
  • Der Angeklagte ist Mitglied der jihadistisch-salafistischen Szene in Offenbach
  • Er soll einen Sprengstoffanschlag geplant haben, bei dem nach Angaben der Anklage möglichst viele „Ungläubige“ getötet werden sollten

Offenbach – Weil er einen Anschlag auf eine Gaststätte in Frankfurt geplant haben soll, hat die Staatsanwaltschaft in Frankfurt Anklage gegen einen mutmaßlichen Salafisten und Dschihadisten aus Offenbach erhoben. 

Junger Mann aus Offenbach wegen geplantem Anschlag angeklagt

Die Vorwürfe gegen den 24-jährigen Offenbacher lauten auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie Bereiterklären zu einem Verbrechen und gefährliche Körperverletzung, so Behördensprecherin Nadja Niesen am Donnerstag (28.05.2020).

Der 24 Jahre alte Mann wurde im November vergangenen Jahres festgenommen. Zuvor soll der junge Mann Vorkehrungen für den Anschlag auf das Lokal getroffen haben, bei dem laut Anklage möglichst viele sogenannte „Ungläubige“ getötet werden sollten. 

Im November wurden zusammen mit dem Angeklagten außerdem zwei 22- und 21-jährige Männer festgenommen. Die drei Beschuldigten sollen sich in der Vergangenheit bereits Zeugen gegenüber als Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zu erkennen gegeben haben und an der Planung der religiös motivierten Straftat gemeinsam beteiligt gewesen sein. Die beiden mutmaßlichen Komplizen des Angeklagten aus Offenbach wurden nach wenigen Tagen wieder freigelassen. Bei ihnen sei kein dringender Tatverdacht festgestellt worden.

Sprengstoff und Waffen bestellt: 24-jähriger Offenbacher soll Anschlag auf Gaststätte geplant haben

Zur Vorbereitung des Terroranschlags soll sich der Angeklagte aus Offenbach Grundbestandteile zur Herstellung von Sprengstoff beschafft und auch versucht haben, in einem Internetshop ein Maschinengewehr und dazugehörige Munition zu kaufen. 

Der deutsche Staatsangehörige wurde außerdem in zwei Fällen von schwerer Körperverletzung angeklagt. Die Körperverletzungsdelikte soll der Mann laut Anklage auf dem Marktplatz in Offenbach begangen haben, wo er einen Kontrahenten mit Faustschlägen niedergestreckt habe, sowie in der Haftanstalt. Dort soll er einen Mitgefangenen mit einem Wasserschieber misshandelt haben. 

Konkrete Verhandlungstermine vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts Frankfurt stehen laut Niesen noch nicht fest.

Nach den vereitelten mutmaßlichen Terroranschlägen in Offenbach erklärt ein Experte, wie es dazu kommt, dass sich Jugendliche radikalisieren*.

iwe

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