Ermittlung

Blumenkübel-Attacke auf Polizistin in Frankfurt: Ermittlung wegen versuchten Mordes

Dieser Blumenkübel hat am Sonntag (24.05.2020) eine Polizistin in Frankfurt um ein paar Zentimeter verfehlt.
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Dieser Blumenkübel hat eine Polizistin in Frankfurt nur um ein paar Zentimeter verfehlt.

Im Mai wurde eine Polizistin bei einer Corona-Kontrolle beinahe von einem herunterfallenden Blumenkübel erschlagen. Nun wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

  • Ein Unbekannter hat im Mai einen Blumenkübel auf Polizisten geworfen
  • Eine Polizistin wurde nur um Zentimeter verfehlt
  • Nun ermitteln die Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei wegen versuchten Mordes

Update von Mittwoch, 15.07.2020, 17.03 Uhr: Nach dem Wurf eines Blumenkübels, der in Frankfurt eine Polizistin nur um Zentimeter verfehlte, ermitteln nun die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf versuchten Mord. Der Blumenkübel soll von einem Café am Schaumainkai entwendet und von dort aus etwa vier Meter in die Tiefe heruntergeworfen worden sein.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung von 3.000€ auf Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. Ein Zeuge beschrieb den mutmaßlichen Täter wie folgt:

  • Männlich
  • ca. 1,80m groß
  • Bekleidet mit einem grauen Kapuzenpullover und blauen Jeans

Blumenkübel-Wurf in Frankfurt: Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln

Frankfurt - In Zeiten der Corona-Krise gehört es zu den Aufgaben der Polizei, zu kontrollieren, ob die Menschen sich an öffentlichen Plätzen an die Corona-Regeln wie das Abstandsgebot halten. Häufig werden die Beamten bei diesen Kontrollen angefeindet, wie erst kürzlich in Frankfurt-Griesheim. So auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag (24.05.2020) in Frankfurt-Sachsenhausen: Wie die Polizei Frankfurt mitteilt, waren mehrere Polizeibeamte gegen 00.50 Uhr am Mainufer in Frankfurt-Sachsenhausen unterwegs, um Kontrollen der Corona-Regeln durchzuführen. 

Frankfurt: Polizei bei Corona-Kontrolle mit Blumenkübel mutmaßlich angegriffen

Demnach waren die Beamten gerade dabei, eine Gruppe von Personen in Höhe des Eisernen Stegs in Frankfurt zu kontrollieren, als plötzlich ein Blumenkübel neben ihnen auf den Boden aufschlug. Der 20 Kilogramm schwere Kübel aus Ton kam dem Präsidium zufolge nur wenige Zentimeter neben einer 25 Jahre alten Polizistin auf dem Pflaster auf. „Die Kollegin hatte großes Glück, nicht von diesem als Wurfgeschoss missbrauchten Blumenkübel getroffen worden zu sein“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Der Blumenkübel wurde demnach aus einer Höhe von etwa sechs bis sieben Metern mutmaßlich auf die Polizisten geworfen. 

Zeugen gaben an, ein bislang unbekannter Täter habe den Blumenkübel zunächst auf den Eisernen Steg getragen und dann gezielt auf die Polizeikräfte geworfen. Bei ihm soll es sich um eine etwa 180 cm große Person gehandelt haben, die einen grauen Kapuzenpullover und blaue Jeans trug.

Polizei Frankfurt: Mann schmeißt Schuh auf Streifenwagen

Nur wenig später nahm eine Streife auf dem Römerberg einen 22 Jahre alten Mann aus Frankfurt fest. Der junge Mann hatte seinen Schuh gegen den Streifenwagen geworfen. Ob es sich bei ihm auch um den Werfer des Kübels handelt, ist unklar. Da sich ein Zusammenhang zunächst nicht bestätigen ließ, wurde der Mann nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gelassen.

Die Polizei Frankfurt bittet um sachdienliche Hinweise, um den Täter zu finden. Wer Angaben zu dem Geschehen machen kann, kann sich unter der Telefonnummer 069/75551199 bei der Polizei Frankfurt oder anderen Dienststellen melden.

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