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Nach Corona-Feier in Frankfurt – So will OB Feldmann illegale Partys verhindern

Polizeipräsident Gerhard Bereswill will hart gegen illegale Corona-Partys durchgreifen.
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Polizeipräsident Gerhard Bereswill will hart gegen illegale Corona-Partys durchgreifen.

Im Ostend in Frankfurt veranstalten hunderte junge Menschen eine illegale Corona-Party. Die Polizei löst die Feier im Hafenpark auf. OB Peter Feldmann reagiert nun mit drastischen Maßnahmen.

  • Feiern in der Corona*-Pandemie: In Frankfurt* treffen sich hunderte Menschen zu einer illegalen Party.
  • Es kommt zu einer körperlichen Auseinandersetzung, ein Mensch wird verletzt.
  • Frankfurts OB Peter Feldmann will mit härteren Maßnahmen weitere Partys verhindern.

+++ 18.30 Uhr: Die Stadt Frankfurt plant nach einer ersten Gesprächsrunde mit mehreren Dezernenten am Dienstag (09.03.2021) die Umsetzung des Drei-Punkte-Plans von Oberbürgermeister Peter Feldmann, um härter gegen illegale Corona-Partys in Frankfurt vorzugehen. Zum Thema Sozialarbeiter will die Stadt jetzt, wie schon bei der Flüchtlingskrise, ihre eigenen Mitarbeiter ansprechen. Wer von den Sozial- und Jugendarbeitern ist bereit, samstags an die „Hot Spots“ zu gehen, dort die Besucher anzusprechen und in deren Sprache auf die Maskenpflicht hinzuweisen? Es sind Sonderschichten, die weitgehend auf Freiwilligkeit beruhen müssen. „Es wird ganz sicher noch nicht am kommenden Wochenende funktionieren“, dämpft Feldmann die Erwartungen. 

Frankfurt: Nach Corona-Party – OB Feldmann zieht Konsequenzen

Es soll verhindert werden, dass illegale Corona-Partys am Hafenpark das Ausmaß der Ereignisse vom Opernplatz vergangenen Sommer annehmen. „Der Hafenpark war mit dem Opernplatz nicht zu vergleichen, es gab keine Gewalt“, betonte Polizeipräsident Gerhard Bereswill auf einer Pressekonferenz. Aber er befürchtet, dass die samstäglichen Feiern in der warmen Jahreszeit allmählich wieder wilder werden, mit noch mehr Teilnehmern und noch mehr Alkohol und mit „Solidarisierungen“, wenn die Polizei irgendwann eingreifen muss.

Aber Peter Feldmann zeigte als ehemaliger Jugendsozialarbeiter auch Verständnis für das Verhalten der Feiernden: Junge Leute müssten die Grenzen kennenlernen, und dazu gehöre, sie zu übertreten. Zumal nach einem solchen Corona-Jahr, das noch niemand erlebt habe, erklärte der OB.

Zwei Polizisten laufen im Hafenpark am Mainufer Streife. Mehr Polizeipräsenz ist ein Punkt von OB Feldmanns Plan, zukünftig illegale Corona-Partys zu verhindern.

Nach Corona-Party in Frankfurt: Das ist der Drei-Punkte-Plan von OB Feldmann

+++ 14.40 Uhr: Was schon am Vormittag durchgesickert war, hat sich nun auf einer Pressekonferenz bestätigt. Oberbürgermeister Peter Feldmann will ab sofort härter gegen illegale Corona-Partys in Frankfurt vorgehen. Nach der aufgelösten Party am Samstag (06.03.2021), bei der rund 500 Menschen am Hafenpark im Ostend unter Missachtung der Corona-Regeln feierten, hat Feldmann am Dienstag drastische Konsequenzen in Form eines Drei-Punkte-Plans angekündigt.

Gemeinsam mit Sicherheitsdezernent Markus Frank, Polizeipräsident Gerhard Bereswill, Gesundheitsdezernent Stefan Majer, Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Ordnungsamtsleiterin Karin Müller hatte sich Feldmann am Dienstag besprochen. Das Ergebnis: Sozialarbeiter sollen an den Brennpunkten die Jugendlichen auf die Einhaltung der Corona-Regeln hinweisen. Allerdings ist die Stadt Frankfurt hier auf die Unterstützung der Sozialarbeiter angewiesen, schließlich müssen die ihre Bereitschaft zu Diensten in Brennpunkten am Wochenende signalisieren. Auch die Hinweise auf die Maskenpflicht sollen deutlicher und sichtbarer werden. Das werde derzeit durch die vielen Wahlplakate für die Kommunalwahl in Hessen erschwert.* Konkrete Ideen zur Umsetzung gebe es hier aber noch nicht, hieß es.

Illegalge Corona-Partys: Mehr Polizei-Präsenz an Brennpunkten

Der wohl entscheidende Punkt ist aber die Ausweitung der Polizei-Präsenz. Gerade an Brennpunkten in Frankfurt wolle man nun häufiger und stärker die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren. Bersewill sagt aber auch: „Wir können nicht überall sein und sind froh, dass die Stadt nun im Vorfeld bereits eingreift.“ Beim Einsatz am Samstag im Hafenviertel, den Bersewill erneut verteidigte, habe man nur mit Beamten der Polizei auskommen müssen.

Vor allem die verstärkte Polizei-Präsenz ist ein brisanter Punkt. Schließlich gab es nach dem Einsatz im Hafenpark im Ostend am Samstag auch Kritik aus den eigenen Reihen. Laut eines Beamten, der anonym bleiben möchte, hätten die Behörden in Bezug auf die Durchsetzung der Corona-Regeln teilweise resigniert, wie der „Hessische Rundfunk“ berichtete. Seine Vorgesetzten wollen den Kampf in Frankfurt nun neu aufnehmen.

Corona-Party in Frankfurt: Jugendliche außer Kontrolle - Jetzt will Peter Feldmann durchgreifen

Update vom Dienstag, 09.03.2021, 11.10 Uhr: Die illegale Corona-Party im Hafenpark in Frankfurt beschäftigt die Politik weiterhin. Nun hat sich auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann zu Wort gemeldet. Im Vorfeld eines Gesprächs mit Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Dienstag (09.03.2021) stellte der OB einen Drei-Punkte-Plan vor, mit dem er die Jugendlichen zur Vernunft bringen will.

Konkret will Frankfurt Oberbürgermeister Peter Feldmann

  • eine deutliche Ansprache der Jugendlichen über Sozialarbeiter,
  • noch deutlicher auf die Maskenpflicht hinweisen
  • und eine erhöhte Polizei-Präsenz im Hafenpark.
Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann will nach einer illegalen Corona-Party künftig hart durchgreifen.

Im Detail wolle Feldmann auf die Sozialstadträtin Daniela Birkenfeld zugehen, damit Jugendeinrichtungen und Sozialarbeiter aktiv Angebote machen, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Zudem sollen noch mehr und noch größere Schilder unübersehbar auf die Maskenpflicht hinweisen. Die erhöhte Polizei-Präsenz im Ostend, um illegale Corona-Partys im Hafenpark im Keim zu ersticken, sei bereits mit Sicherheitsdezernent Markus Frank abgestimmt. „Die große Frage ist: Wie können wir diese jungen Leute erreichen? Wie können wir ihnen klarmachen, dass die Corona-Maßnahmen nicht zur Freude von uns Politikern da sind, sondern um alle, auch sie selber, zu schützen?“, wird Frank von der „Bild“-Zeitung zitiert.

Am Dienstagnachmittag sollen die Ergebnisse einer Gesprächsrunde mit Feldmann und mehreren Dezernenten verkündet werden. Ob sich die Jugendlichen damit überzeugen lassen, künftig auf Corona-Partys zu verzichten, bleibt abzuwarten.

Corona-Party mit 500 Menschen in Frankfurt aufgelöst – Polizist kritisiert Einsatz

Update vom Montag, 08.03.2021, 10.30 Uhr: Am vergangenen Wochenende feierten hunderte Menschen im Hafenpark im Frankfurter Ostend – ohne Maske und ohne Abstand. Obwohl sich am Samstag (06.03.2021) über den Tag bereits immer wieder Menschenansammlungen gebildet hatten und die Corona-Maßnahmen der Stadt immer wieder missachtet wurden, griff die Polizei spät ein und löste die Versammlung erst in der Nacht auf. Ein Polizist, der bei der illegalen Corona-Party in Frankfurt im Einsatz war, übt nun Kritik am Vorgehen der eigenen Behörde.

Party trotz Corona: Die Polizei hat in Frankfurt eine illegale Feier aufgelöst. (Symbolbild)

Der Beamte möchte anonym bleiben. Er sagte dem „Hessischen Rundfunk“ am Sonntag (07.03.2021), die Behörden hätten in Bezug auf die Durchsetzung der Corona-Regeln teilweise resigniert. Die Party im Hafenpark sei bereits gegen 20.00 Uhr in vollem Gange gewesen und das habe man auch „nach oben“ kommuniziert, so der Polizist zum hr. Trotzdem habe es lange keine Anweisung gegeben, die Versammlung aufzulösen.

Für diesen Dienstag (09.03.02021) ist in Frankfurt ein Gespräch zwischen Stadtrat Markus Frank, Polizeipräsident Gerhard Bereswill und den zuständigen Dezernaten geplant. Dabei sollen präventive Lösungen entwickelt werden, um derartige Menschenansammlungen in der Corona-Pandemie künftig zu verhindern.

Am Sonntag nach der Corona-Party laufen Polizisten im Frankfurter Ostend Streife. Bei sonnigem Wetter halten sich viele Menschen im Hafenpark am Mainufer auf.

Stadt Frankfurt und Polizei ziehen Konsequenzen nach Corona-Party im Hafenpark

+++ 14.17 Uhr: Aus der illegalen Party am Samstag (06.03.2021) am Mainufer im Frankfurter Ostend wollen Stadt und Polizei nun Konsequenzen ziehen. „Der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill und Stadtrat Markus Frank setzen sich gemeinsam für präventive Maßnahmen im Zusammenhang mit sogenannten ‚Corona-Hotspots‘ ein“, teilt die Polizei mit.

Für Dienstag (09.03.2021) ist ein gemeinsames Gespräch angesetzt. Es sollen „präventive Lösungen“ erarbeitet werden, um Ansammlungen derart vieler Menschen und damit die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Der Hafenpark im Frankfurter Ostend ist in Corona-Zeiten ein beliebter Treffpunkt – nicht nur für Jugendliche. (Archivbild)

Hunderte Menschen trotz Corona im Hafenpark in Frankfurt: Polizei greift ein

+++ 12.33 Uhr: Nach der illegalen Party im Hafenpark in Frankfurt hat die Polizei am Mittag ihre Sicht der Dinge bekannt gegeben. Bereits gegen Nachmittag haben sich demnach am Samstag (06.02.2021) mehrere hundert Personen in dem Park am Mainufer versammelt. Zunächst wies die Polizei Menschen vereinzelt auf die Einhaltung der Corona-Regelungen hin.

Gegen 16.30 Uhr veranstalteten jedoch etwa 50 Tänzerinnen und Tänzer im Bereich des Philipp-Holzmann-Weges einen Flashmob, der ein großes Publikum anzog. Die Beamtinnen und Beamten lösten die Veranstaltung auf und baten alle Beteiligten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Viele Menschen in Frankfurt missachten Corona-Regeln – Polizei löst Party auf

Indes versammelten sich auch auf den Sportbereichen zahlreiche Personen, die sich offenkundig nicht an die Corona-Verordnung hielten. Nach mehrfachen Aufforderungen durch die Polizei, die Hygienemaßnahmen einzuhalten und den Platz zu verlassen, gingen die Personen schließlich. Ab 20.30 Uhr spitzte sich die Lage laut Angaben der Polizei Frankfurt zu. Immer mehr Menschen – teilweise mit alkoholischen Getränken – kamen in den Hafenpark, um dort Musik zu hören.

Gegen 21.45 Uhr wurde die Polizei aufgrund einer Auseinandersetzung im Hafenpark alarmiert. Ein 28-jähriger Mann erlitt Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Beamten nahmen die Personalien mehrerer möglicher Tatbeteiligter und Zeugen auf, um den Tathergang ermitteln zu können. Um weitere Taten zu verhindern, räumte die Polizei das Gebiet – dies dauerte bis etwa 2 Uhr. Insgesamt verhängten die Einsatzkräfte vier Anzeigen. Die Ermittlungen dauern an.

Illegale Corona-Party in Frankfurt mit 500 Menschen: Nicht die erste Feier im Hafenpark

Update vom Sonntag, 07.03.2021, 12.01 Uhr: Hunderte Jugendliche versammelten sich trotz Corona-Beschränkungen im Hafenpark in Frankfurt, um dort eine illegale Party zu veranstalten. Wie der „Hessische Rundfunk“ berichtet, hielt sich die Polizei am Samstag (06.03.2021) zunächst zurück. Gegen Mitternacht schritten die Beamten dann jedoch ein. Mit mehr als 20 Fahrzeugen waren sie demnach vor Ort und trieben die Menschenmenge auseinander.

Gegenüber dem „HR“ berichteten mehrere Teilnehmer der illegalen Party, dass der Hafenpark am Main derzeit der Haupttreffpunkt für Jugendliche sei. Sie feierten an Wochenenden teils von Freitag bis Sonntag in dem Park – Polizeikontrollen gebe es kaum. Lediglich ab und zu seien Beamten vor Ort und würden die Jugendlichen bitten, den Platz zu verlassen, so der „HR“. Und das, obwohl das Ordnungsamt ankündigte, aufgrund der zunehmenden Unachtsamkeit der Bürger ihre Kontrollen zu verschärfen*. So hatten die Beamten gemeinsam mit der Landespolizei Anfang März etwa den Sportbereich im Hafenpark gesperrt.

Hunderte Menschen sollen in Frankfurt eine illegale Party gefeiert haben. (Symbolbild)

Illegale Party in Frankfurt mit 500 Menschen: Polizei greift ein

Erstmeldung vom Sonntag, 07.03.2021, 8.30 Uhr: Frankfurt – Party trotz Corona-Pandemie: Hunderte Menschen, überwiegend Jugendliche, sollen in der Nacht zum Sonntag (07.03.2021) im Ostend von Frankfurt gefeiert haben. Wie der „Hessische Rundfunk“ berichtet, stieg die illegale Fete im Hafenpark am Main.

Die Polizei Frankfurt bestätigte den Vorfall auf Nachfrage. Bereits gegen Nachmittag haben sich demnach am Samstag (06.03.2021) zahlreiche Menschen im Hafenpark versammelt. Mehr Details zu der Party wollte der Polizeisprecher am Morgen noch nicht nennen.

Laut „HR“ hielten viele der Feiernden weder Abstand, noch trugen sie Mund-Nasen-Bedeckungen zum Schutz vor dem Coronavirus. Auch Alkohol sei im Spiel gewesen. Um Mitternacht soll die Polizei dann mit einem Großaufgebot eingeschritten sein. Zwei Personen seien festgenommen worden. (kke/tt) *fnp.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Die illegale Feier im Hafenpark ist bei weitem nicht die einzige. Die Polizei in Frankfurt bekam auch kürzlich einen Hinweis auf eine illegale Corona-Party. Und tatsächlich: Ein Lokal hatte heimlich geöffnet und ließ seine Gäste hinter verschlossenen Türen feiern, berichtet fnp.de*. Müll, Lärm und Drogen. Die Anwohner im Deutschherrnviertel haben die Schnauze voll von nächtlichem Krawall am Mainufer in Sachsenhausen. Sie fühlen sich von der Stadt Frankfurt im Stich gelassen.

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