Frankfurt

Nach dem Tod von Vanni: Im Frankfurter Zoo ziehen zwei Sumatra-Tiger ein - aber nur vorübergehend

Sumatra-Tiger Tipah ist zusammen mit ihrer Schwester für drei Monate im Frankfurter Zoo zu Gast.
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Sumatra-Tiger Tipah ist zusammen mit ihrer Schwester für drei Monate im Frankfurter Zoo zu Gast.

Schneller als gedacht ziehen im Frankfurter Zoo wieder Tiger ein. Leider bleiben sie nicht lange.

Frankfurt ‒ Zwei Sumatra-Tiger sind am Donnerstag (02.09.2021) im Zoo Frankfurt* eingezogen. Nach dem Tod von Sumatra-Tiger Vanni im Juli 2021 gibt es mit den beiden weiblichen Jungtieren „Tipah“ und „Zuma“ in Frankfurt viel schneller als erwartet wieder Tiger zu sehen.

Allerdings nur vorübergehend, denn: Die beiden Weibchen werden nur für rund drei Monate in Frankfurt* bleiben, wie der Zoo am Freitag (03.09.2021) mitteilte. Die Tiger-Schwestern werden vom Naturzoo Rheine übernommen, während am dortigen Tigergehege Renovierungsarbeiten stattfinden. Die zweieinhalb Jahre alten Tiger werden für die Zeit in Frankfurt in einem zuvor frei stehenden Gehege untergebracht. Zuletzt war die Anlage unbesetzt, da der dort lebende Tigerkater „Vanni“ wegen einer unheilbaren Krankheit eingeschläfert worden war.

Zoo Frankfurt: Tiger bleiben nicht lang

„Bei allem Bedauern über den Verlust unseres Tigers ist es doch eine gute Sache, dass wir den Kolleginnen und Kollegen aus Rheine helfen und gleichzeitig wieder Tiger bei uns zeigen können“, freut sich Zootierärztin Dr. Christina Geiger über die unerwartete Entwicklung. „Gut ist auch, dass in diesem Fall keine Quarantäne notwendig war, da die Tiere bereits in Rheine alle Untersuchungen durchlaufen haben. Das bedeutet für sie einen Ortswechsel weniger. Das Beispiel zeigt sehr gut, wie dynamisch sich die Lage in Zoos entwickeln kann. Bei uns ist durch den Umgang mit lebenden Tieren stets ein hohes Maß an Flexibilität gefordert.“

Sumatra-Tiger gelten in freier Wildbahn als vom Aussterben bedroht. Der Frankfurter Zoo betont daher die Bedeutung der Zoo-Tiere als „Botschafter für den Naturschutz“. Aus Spendeneinnahmen habe man in diesem Jahr bereits 10 000 Euro an ein Naturschutzprojekt in Sumatra überwiesen.

Die beiden Tigerweibchen „Tipah“ und „Zuma“ sollen im Rahmen eines Zuchtprogramms an andere Zoos abgegeben werden. Falls sich in einem anderen Zoo ein Platz biete, würden die 2019 geborenen Tiere direkt von Frankfurt aus dorthin gebracht. Andernfalls würden die Tiger nach Abschluss der Renovierungsarbeiten zurück nach Rheine gebracht werden. (iw) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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