Kein Sprung ins kühle Nass?

Hoffnung auf offene Freibäder und Seen – Vereinssport ist wieder erlaubt

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Fällt die Freibadsaison in Frankfurt und Umgebung doch nicht aus? Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) äußerte sich.

Die Freibad-Saison in Frankfurt und Umgebung liegt durch die Corona-Krise flach. Schwimmen könnte dennoch möglich sein. Wenn auch noch nicht für jeden.

  • Angesichts der anhaltenden Corona-Krise* ist der Start der Freibad-Saison in Frankfurt und Umgebung ungewiss.
  • Freibad-Betreiber im Hochtaunuskreis bereiten dennoch vor.
  • Diese Freibäder und Badeseen bleiben vorerst geschlossen.

Update vom Mittwoch, 20.05.2020, 16.17 Uhr: Nachdem Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bereits in Aussicht gestellt hatte, dass Schwimmbäder in Hessen zumindest für das Vereinsschwimmen wieder geöffnet werden könnten, folgte heute die Zusage. 

Mitglieder von Schwimmvereinen dürfen ab 1. Juni in Hessen wieder ins Wasser. Innen- und Sportminister Peter Beuth (CDU) kündigte am Mittwoch an, dass Frei- und Hallenbäder „unter Beachtung der im Sport vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln“ für Schwimmvereine wieder öffnen. Auch Schwimmkurse dürfen ab dann wieder stattfinden, wie das Corona-Kabinett der Landesregierung beschlossen hat.

Nach Corona-Pause: Schwimmbäder sollen für Vereine wieder öffnen

Wann die Frei- und Hallenbäder in Hessen wieder für alle Besucher geöffnet werden, ist weiterhin unklar. „Bis Mitte Juni wird die Landesregierung entscheiden, ab wann wieder alle Bürgerinnen und Bürger zum Schwimmen gehen können“, sagte Beuth. 

„Unser Ziel ist es, dass die Schwimmbäder und Badeseen für den Publikumsverkehr in diesem Sommer wieder öffnen können.“ Dann jedoch unter bestimmten Auflagen und reduzierten Besucherzahlen. Sauna- und Wellnessbereiche blieben geschlossen. Es sei auch möglich, dass Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden

Corona: Öffnen Freibäder wieder? Bouffier macht Hoffnung - mit wichtiger Ausnahme

Update vom Dienstag, 19.05.20, 10.28 Uhr: Schwimmen könnte im kommenden Sommer zumindest teilweise wieder möglich sein. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stellte am Dienstag in Aussicht, dass Schwimmbäder für das Vereinsschwimmen wieder geöffnet werden könnten. Das könne auch sehr bald geschehen, bestätigte er gegenüber dem Radiosender Hit Radio FFH. 

Das heißt allerdings nicht, dass die Schwimm- und Freibäder für alle geöffnet werden. Bouffier zeigte sich aber zuversichtlich bezüglich einer Öffnung vor September. Diese müsse verantwortbar und hessenweit abgestimmt werden – so weit sei man derzeit noch nicht. 

Bouffier stellt Schwimmen in Aussicht - Frankfurt hält Öffnung von Freibädern für möglich

Zuletzt hatte auch die Stadt Frankfurt auf die Wiedereröffnung der Schwimm- und Freibäder gedrängt. Laut Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) seien die Bäder gut vorbereitet. Hygienemaßnahmen und Abstandsgebote könnten demnach eingehalten werden. Das Land Hessen hat bisher noch keine Beschlüsse bezüglich der Schwimmbäder verkündet.

Frankfurt: Freibad-Saison in der Corona-Krise verschoben?

Erstmeldung vom Dienstag, 21.04.2020, 18.57 Uhr: Eigentlich sollte die Freibad-Saison im Sommer 2020 wie jedes Jahr zwischen Anfang und Mitte Mai beginnen. Aber auch das traditionelle Anschwimmen in den frisch eröffneten Becken wird in der Corona-Krise verschoben oder gar abgesagt.

In Frankfurt bleiben sowohl alle Freibäder als auch Hallenbäder aufgrund der Corona-Krise vorerst geschlossen. Davon betroffen sind zum Beispiel das beliebte Brentanobad, das Freibad Eschersheim und das Freibad Hausen. Eine Eröffnung der Freibad-Saison im Mai schließt Boris Zielinski, Geschäftsführer der Frankfurter Bäder-Betriebe damit aus. Aber noch ist nicht alle Hoffnung verloren. In Koordination mit der Stadt arbeite man bei den Bädern gerade an einem Konzept für eine mögliche Öffnung trotz der Corona-Pandemie. „Wir versuchen Möglichkeiten zwischen komplett geschlossen und komplett geöffnet zu finden“, so Zielinski. 

Planen trotz Corona-Krise: Wie die Freibad-Saison in Frankfurt aussehen könnte

Mit seinem Team plane er, wie etwa eine Besucherreglementierung und andere Corona-Schutzmaßnahmenumsetzbar seien. Im Grund befänden sich die Bäder aber in einer „Warteposition“. Denn trotz aller Vorbereitung komme es auf die Beschlüsse von Bund und Ländern an. Bis dahin sammle er Ideen, wie man „den Frankfurtern ihre Bäder wieder zur Verfügung stellen“ könne. 

Sorge um den Fortbestand der Freibäder in Frankfurt hat Zielinski keine. Wie überall fielen zwar auch bei ihnen die Einnahmen weg, aber der Bäderchef bleibt zuversichtlich. „Ich gehe davon aus, dass wir das schaffen werden und dann auch wieder alle Bäder in Betrieb nehmen können.“ Die rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäder Frankfurt sind seit Eintritt der Corona-Krise in Kurzarbeit*. 

Stadt Frankfurt hofft auf spätere Freibad-Saison - trotz Corona-Krise

Auch bei der Stadt Frankfurt hege man noch Hoffnung, was die diesjährige Freibad-Saison angeht, so Andrea Brandl vom Dezernat für Sport. Man rechne mit einer Entscheidung der Landesregierung Anfang Mai und sei bereit die Bäder nach den entsprechenden Auflagen zu öffnen - oder eben geschlossen zu lassen. 

Frankfurt und Umgebung: Keine Freibad-Saison in der Corona-Krise?

Währenddessen hat in Langen die Bäder- und Hallenmanagement GmbH den Start der Freibad-Saison auf einen unbestimmten Zeitpunkt verlegt. Das heißt der Langener Waldsee, das Freizeit- und Familienbad an der Teichstraße, sowie das Langener Hallenbad bleiben voerst geschlossen. Geschäftsführer Joachim Kolbe hat allerdings noch Hoffnung für einen späteren Saisonstart - alles hänge vom Verlauf der Corona-Pandemie und den Verordnungen von Bund und Ländern ab. 

Sicher sei aber, dass das Hallenbad vor der Sommerpause nicht mehr öffne. Jahreskarten, die vor der Corona-Krise gekauft wurde, behalten ihre Gültigkeit und werden um die Dauer der Schließung verlängert, so Kolbe.

Hanau: Freibad-Saison wegen Corona-Pandemie abgesagt

In Hanau hat die Stadt hingegen bereits zu drastischeren Maßnahmen gegriffen. Dort bleiben jedes Freibad bis Ende August 2020 aufgrund der Corona-Krise geschlossen. Damit ist Hanau die erste Stadt in Hessen, die dieFreibad-Saison komplett abgesagt hat. In der Entscheidung habe man sich auf das Verbot von größeren Veranstaltungen bezogen. 

Schwimmen in der Corona-Krise: Welche Freibäder haben geöffnet?

Noch unsicher ist die Lage hingegen für Schwimmbäder in Bad Homburg und im restlichen Hochtaunuskreis. Das Seedammbad in Bad Homburg bereite sich auf eine Eröffnung der Freibad-Saison am 1. Mai vor - doch im Rathaus hält man diesen Termin für relativ unwahrscheinlich.

In Wehrheim ist die Eröffnung des Ludwig-Bender-Bads trotz laufender Vorbereitungen ungewiss. Zur Unterstützung können Wehrheimer derzeit aber weiterhin Dauerkarten erwerben. Auch die Freibäder in Schmitten und Königstein werden für den Saisonstart fit gemacht, wann dieser allerdings ist, weiß bisher niemand. 

Sorge um Freibad-Saison in Frankfurt und Umgebung während der Corona-Krise

Die Freibäder in Friedrichsdorf, Glashütten und Neu-Anspach haben ihre Vorbereitung in Anbetracht der Corona-Pandemie vorerst eingestellt. 

In Bad Vilbel, Rüsselsheim, und  Limburg bleiben Freibäder wie viele andere öffentliche und private Einrichtungen nach der bestehenden Regelung bis zum 3. Mai geschlossen. Weitere Verordnungen speziell für den weiteren Betrieb von Badeseen und Freibädern sind bisher noch nicht bekannt. 

Von Valerie Eiseler

Wenn es heiß wird, suchen die Menschen Abkühlung. Was tun, wenn die Schwimmbäder geschlossen sind? DLRG-Lebensretter vermuten, dass viele auf Mainufer und Seen ausweichen – das ist nicht ungefährlich.

Trotz Schließung musste die Polizei Frankfurt jüngst zu einem Einsatz im Brentanobad ausrücken. Ein Mann war dort eingedrungen und schoss auf die Nilgänse.  

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