Starlink

SpaceX macht Frankfurt zu Zentrum für spektakuläre Erfindung – sie soll noch in diesem Jahr starten

Collage aus der Skyline der Stadt Frankfurt und einem Bild von Tesla-Chef Elon Musk
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Wird Elon Musk das Internet aus dem All nach Frankfurt bringen?

In Frankfurt will Tesla-Chef und SpaceX-Gründer Elon Musk ein Projekt der Extraklasse noch in diesem Jahr starten. Es geht um Starlink-Satelliten und schnelles Satelliten-Internet.

  • Der Tesla-Chef Elon Musk bringt ein riesiges SpaceX-Projekt in die Mainmetropole Frankfurt*.
  • Starlink-Satelliten sollen für ein neues Internet der Extraklasse sorgen.
  • Noch in diesem Jahr soll das Weltall-Internet in Deutschland starten.

Update vom Mittwoch, 11.11.2020, 09.56 Uhr: Der Satelliten-Internet-Dienst Starlink will noch in diesem Jahr in Deutschland starten. Das Tochterunternehmen von Musks Raumfahrtunternehmen baut nach Angaben der „Wirtschaftswoche“ bereits zwei Bodenstationen, der Hauptsitz der Firma befindet sich in der Mainmetropole Frankfurt.

Starlink, eine Tochter von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, will 2020 seinen Dienst für Internet aus dem All nach Deutschland bringen. Der SpaceX-Manager Hans Königsmann teilte der „Wirtschaftswoche“ mit: „Wenn alles nach Plan läuft, starten wir in Deutschland noch in diesem Jahr“. In den USA ist Starlink vor wenigen Wochen testweise gestartet. Damit auch Deutschland mit dem Internet aus dem All versorgt werden kann, werden derzeit zwei Bodenstationen zur Kommunikation mit den Satelliten gebaut.

Wenn alles nach Plan läuft, starten wir in Deutschland noch in diesem Jahr.

Hans Königsmann

Der Deutsche Hans Königsmann war laut „Wirtschaftwoche“ einer der ersten Mitarbeiter von Elon Musks Firma SpaceX. Er war seither für die nötige Zulassung von Starlink in Deutschland zuständig. Der Internetanbieter mit Sitz in Frankfurt sei bereits bei der Bundesnetzagentur als Telekommunikationsunternehmen registriert und warte auf die letzten Genehmigungen, heißt es in dem Bericht.

SpaceX in Frankfurt: Starlink-Internet aus dem All sollen noch in diesem Jahr kommen

Erstmeldung vom Sonntag, 08.11.2020, 14.55 Uhr: Frankfurt – In Sachen schnelles Internet ist Deutschland im Ländervergleich weit abgeschlagen. Ob beim Breitband oder beim mobilen Internet, in zahlreichen Ländern ist man im Web weitaus schneller unterwegs als in Deutschland. Daran könnte sich jetzt etwas ändern, denn der Tesla-Chef und SpaceX-Gründer Elon Musk startet ein riesiges Projekt in Frankfurt. Die Mainmetropole wird der erste Stützpunkt in Deutschland für das Internet aus dem All, genannt Starlink.

Starklinik-Satelliten von SpaceX: Eine Lichterkette im All

SpaceX-Sensation: Elon Musk macht Frankfurt zum Stützpunkt

Erst kürzlich machte Elon Musk mit seinem neuen Tesla-Werk in Berlin von sich reden. Vor allem sein persönlicher Besuch in Berlin sowie die Fragen, die Elon Musk den Bewerbern im Vorstellungsgespräch* stellt, sorgten über die Grenzen Berlin hinweg für Aufmerksamkeit. Und das Interesse des Tesla-Chefs und SpaceX-Gründer an Deutschland scheint nicht abzuebben, wie sich an der Gründung des Starlink-Stützpunktes in Frankfurt zeigt.

Der Stützpunkt mit Namen „Starlink Germany GmbH“ ist bereits beim Amtsgericht in Frankfurt angemeldet, wie sich online im Handelsregister ablesen lässt. Doch was genau steckt hinter Starlink und können sich die Menschen in Frankfurt bald auch über schnelles Internet aus dem All freuen?

SpaceX: Frankfurt durch Elon Musk der neue Starlink-Stützpunkt? Was dahinter steckt

Starlink ist der Name eines Projekts der Firma SpaceX, die von Elon Musk gegründet wurde. Mithilfe tausender Satelliten im All möchte der Tesla-Chef ein weltumspannendes Netz aufbauen und damit weltweit ein schnelles Internet ermöglichen. Das Ziel ist es, mit dem Starlink-Satelliten-Netzwerk* ein Hochgeschwindigkeitsinternet von bis zu 1 GB/s zu ermöglichen. Mittlerweile umkreisen bereits mehr als 800 Starlink-Satelliten die Erde. Angedacht sind drei Ausbaustufen für das Starlink-Internet aus dem All.

  • Erste Stufe: fast 1600 Satelliten von Starlink in der Umlaufbahn der Erde in circa 550 Kilometern Höhe
  • Zweite Stufe: etwa 2800 Starlink-Satelliten zusätzlich in einer Höhe von 1100 bis 1325 Kilometern
  • Dritte Stufe: knapp 7800 Satelliten zusätzlich in 340 Kilometern Höhe

Doch bis das schnelle SpaceX-Internet in Frankfurt genutzt werden kann, ist es noch ein weiter Weg. Wie die „Welt am Sonntag“ berichtet, will die Starlink Germany GmbH in Frankfurt zunächst Dienstleistungen für Internetverbindungen sowie den Verkauf und die Vermietung von Zubehör anbieten. Bis es das schnelle Starlink-Internet in Frankfurt oder gar in Deutschland jedoch geben kann, muss eine nationale Struktur her, die den Betrieb für das schnelle Internet von Elon Musk erst einmal aufbauen kann.

SpaceX: Elon Musk macht Frankfurt zum Starlink-Stützpunkt - Schnelles Internet aus dem All

Wesentlich weiter als in Frankfurt ist Elon Musk mit seinem schnellen Internet aus dem All bereits in Nordamerika. Dort starteten bereits erste Beta-Tests für das Starlink-Internet – und diese scheinen vielversprechend zu sein. Nach Angaben von „Business Insider“ gaben die Nutzer an, dass die Download-Geschwindigkeit mehr als ein Megabit pro Sekunde betragen würde. Jetzt wolle SpaceX-Gründer Elon Musk die Anschaffungskosten in Angriff nehmen. Denn diese betragen 499 Dollar für Stativ und Router sowie ein Terminal, um sich mit den Starlink-Satelliten zu verbinden. Hinzu kommen monatlich 99 Dollar, um den Service überhaupt zu nutzen.

Wann es das schnelle Internet dank Satellit also tatsächlich in Frankfurt gibt, steht, ebenso wie die über 400 Satelliten, noch in den Sternen. Bleibt zu hoffen, dass SpaceX-Gründer Elon Musk erfolgreich ist und die Anschaffungskosten bis dahin eine erschwinglichere Höhe erreicht haben. (Sophia Lother) *fnp und fr.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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