Frankfurt am Main

Parmakängurus: Australische Neuankömmlinge im Frankfurter Zoo

Zwei Parmakängurus haben ihr neues zu Hause im Zoo Frankfurt bezogen.
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Zwei Parmakängurus haben ihr neues zu Hause im Zoo Frankfurt bezogen.

Der Frankfurter Zoo ist um eine süße Attraktion reicher. Zwei junge Parmakängurus beziehen ihr neues Zuhause.

  • Der Frankfurter Zoo hat Zuwachs bekommen
  • Zwei junge Parmakängurus haben ihr neues Zuhause in Frankfurt bezogen
  • Die Kängurus gelten in Australien als potenziell gefährdet

Frankfurt - Nachdem Anfang des Jahres das letzte Tammarwallaby an einen anderen Tiergarten abgegeben wurde, sind nun wieder Kängurus im Frankfurter Zoo eingezogen. Die beiden männlichen Parmawallabys wurden 2017 geboren und haben ihre Anlage in der Nachbarschaft der Helmkasuare bezogen.

Parmakängurus erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa einem halben Meter und ein Gewicht von bis zu sechs Kilogramm. Sie zählen damit zu den kleinsten Kängurus. Typische Kennzeichen der Art sind helle Fellpartien an Kehle und Wangen und ein dunklerer Streifen auf dem Rücken im ansonsten rötlichen oder graubraunen Fell.

Australische Parmakängurus gelten als potenziell gefährdet

Parmakängurus kommen in New South Wales, Australien, vor. Darüber hinaus lebt eine eingeführte Population auf der Kawau-Insel in Neuseeland. Sie gelten als potenziell gefährdet, denn der Bestand ist weniger als 10 000 Individuen relativ klein und ihr Verbreitungsgebiet fragmentiert. Außerdem stellt der Rotfuchs, eine in Australien vom Menschen eingeschleppte, invasive Art, den kleinen Kängurus nach.

Ursprünglich lebte das Parmakänguru in den Illawarra- und Cambewarra-Bergen südlich von Sydney. Mitte des 20. Jahrhunderts nahm man an, dass die Art ausgestorben sei. 1965 entdeckte man, dass eine Kolonie von Parmakängurus, die 1870 durch den damaligen Gouverneur auf der neuseeländischen Kawau-Insel ausgesetzt worden war, überlebt hatte.

Frankfurt: Der Kängurus teilen sich die Anlage im Frankfurter Zoo mit den Helmkasuaren

„Anhand der Parmakängurus kann man gut aufzeigen, dass sich im Frankfurter Zoo immer wieder etwas verändert“, erklärt Stefan Stadler, Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung des Zoos in Frankfurt. „Für unsere Helmkasuare wollen wir mehr Platz. Zukünftig sollen die großen Laufvögel zusätzlich die benachbarte Anlage nutzen können. Um den durch die Zusammenlegung der Gehege gewonnenen Platz optimal zu nutzen und unseren Besuchern interessante Arten zu zeigen, sollen sich die Helmkasuare die vergrößerte Anlage zukünftig mit den Kängurus teilen“, sagt Stadler.

Frankfurter Zoo: Gelände soll großzügiger geplant werden

Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft erklärt: „Dass unser Zoo so zentral in der Frankfurter Innenstadt liegt, hat viele Vorteile. Aber räumlich wachsen kann er nicht. Um die Tiere optimal zu halten, muss ihr Bestand vorerst an die Gegebenheiten angepasst werden. Wir werden das Gelände ganz anders, großzügiger und attraktiver planen. Durch die Vergesellschaftung von Arten entstehen neue Möglichkeiten der Raumnutzung, die uns zukünftig noch spannendere Tierbeobachtungen bieten werden.“

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