Nahe Rückers

Probebohrung der Deutschen Bahn geht schief: Privatwald mit grauem Schlamm bedeckt

Die Bohrflüssigkeit besteht laut Angaben der Deutschen Bahn aus einem harmlosen Wasser-Ton-Gemisch.
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Die Bohrflüssigkeit besteht laut Angaben der Deutschen Bahn aus einem harmlosen Wasser-Ton-Gemisch.

Als Rainer Gärtner sein Waldgrundstück bei Rückers betritt, traut er seinen Augen nicht: Der Boden ist weitläufig mit grauem Schlamm bedeckt. Die Ursache: Bei einer nahen Probebohrung der Deutschen Bahn ist etwas gehörig schief gelaufen.

Rückers - „Ich wusste überhaupt nicht, was los ist. Ich dachte, da hat jemand meinen Wald betoniert“, beschreibt Rainer Gärtner den Moment, als er vergangene Woche den Schlamm auf seinem Waldboden* entdeckt. „Es sah so aus, als wären erst Wassergräben gerissen, aus denen anschließend der Schlamm herauskam und teilweise meterhoch an die Bäume gespritzt war.“ Nur wenige Meter von seinem Wald entfernt, entdeckte Gärtner dann ein riesiges Bohrgerät auf einem Feldweg. „Ich habe ein Schild gesehen, auf dem „Variante IV“ stand. Erst da ist mir aufgegangen, dass es hier um die Bahnlinie geht.“

Das bestätigt die Bahn auf Nachfrage: „Wir führen derzeit im Rahmen der Baugrunderkundung zur Neubaustrecke Gelnhausen–Fulda Bohrungen durch. Die Arbeiten werden durch Auftragnehmer der DB Netz AG durchgeführt.“ Für die Bohrungen liegen sowohl Genehmigungen der zuständigen Behörden als auch privatrechtliche Genehmigungen der Grundstückseigentümer vor, erläutert eine Sprecherin. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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