Versammlung wegen Corona online

Vor großer Frühjahrs-Konferenz: Dieser Bischof sieht die „Kirche in einem armseligen Zustand“

Fulda: Michael Gerber, Bischof im Bistum Fulda, steht im Garten seiner Residenz.
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Der Bischof im Bistum Fulda, Michael Gerber, hat in seinem „Hirtenbrief“ zur Fastenzeit den Zustand der Kirche als „armselig“ bezeichnet.

Heute findet - wegen Corona online - die Vollversammlung der Bischöfe statt. Bischof Michael Gerber aus Fulda bezeichnet derweil den aktuellen Zustand der Kirche als „armselig“.

Fulda/Bonn/Dresden - Lange hatten die Bischöfe an ihrem Plan festgehalten, sich von heute bis Donnerstag in Dresden zu treffen. Das 100-jährige Bestehen des Bistums Dresden-Meißen hatte die Ortswahl für die Frühjahrsvollversammlung leicht gemacht. Aber wie so oft in den vergangenen Monaten warf Corona alles über den Haufen. Pandemiebedingt findet die Zusammenkunft nun rein virtuell statt – zum ersten Mal in der Geschichte der Bischofskonferenz.

Der Bischof im Bistum Fulda Michael Gerber sieht die katholische Kirche* in einem tiefgreifenden und schmerzlichen Prozess der Umformung. In seinem „Hirtenbrief“ zur Fastenzeit schreibt Gerber: „Mehr denn je erleben wir in diesen Wochen einen Zustand unserer Kirche, den man mit dem Begriff ,armselig‘ umschreiben kann.“ Finanzielle Mittel seien zwar „weiterhin vorhanden, wenn sie auch beunruhigend schnell abschmelzen“, so Gerber. „Aber der Kredit, den die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes aktuell hat, ihre Glaubwürdigkeit, sie tendiert steil nach unten“, schreibt der Bischof. Das sei sehr schmerzlich. *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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