Lösungsideen in der Region Fulda

Mähwerke töten tausende Rehkitze: Können Drohnen die neugeborenen Tiere retten?

Mehr Sicherheit für kleine Rehe: Im Vogelsberg gibt es drei neue Drohnenpiloten, die mit Hilfe einer Wärmebildkamera Jungtiere im hohen Gras aufspüren und vor dem Mähtod bewahren können.
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Mehr Sicherheit für kleine Rehe: Drohnen können mit Hilfe einer Wärmebildkamera Jungtiere im hohen Gras aufspüren.

Wenn das Gras hoch steht, mähen Bauern ihre Wiesen. Aber in ihnen verstecken sich oft neugeborene Rehkitze. Sie sind dem Mähwerk hilflos ausgeliefert, werden schwer verletzt oder verenden. Können Drohnen Abhilfe schaffen?

Region - Niemand weiß, wie viele es wirklich sind. Sterben jährlich 100.000 Rehkitze den sogenannten Mähtod*? Das schätzte vor ein paar Jahren die Deutsche Wildtier Stiftung. Landwirte widersprachen. Tierschutzorganisationen wie Peta hingegen meinen, dass die Dunkelziffer noch viel höher liege.

Doch Fakt ist: In jedem Jahr, wenn die Wiesen hoch und saftig stehen, sehen sich Landwirte mit demselben Problem konfrontiert. Oswald Henkel, Bio-Landwirt aus Hofbieber im Kreis Fulda*, erklärt: „Setzzeit und Silage fallen in den gleichen Zeitraum.“ Das heißt: Bauern wollen ihre Wiesen mähen, doch Ricken, die weiblichen Rehe, gebären ihren Nachwuchs ins hohe Gras. Hier liegt er sicher getarnt vor Fressfeinden. Eigenständig flüchten tun die Jungtiere nicht. Bei Gefahr drücken sie sich fest ins Gras und verharren dort regungslos. Das bringt den Kleinen jedoch wenig, wenn sich ein Mähwerk nähert. „Tierkinder werden aufgeschlitzt, verstümmelt oder regelrecht zerhackt“, beschreibt die Tierschutzorganisation Peta in einer Pressemitteilung die Folgen drastisch. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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