Teures Treffen

Polizei löst Corona-Party auf – und kündigt scharfe Kontrollen an

Die Polizei löst in der Nacht am Kinzigbogen eine sogenannte Corona-Party auf. Auf die Jugendlichen kommen hohe Bußgelder zu. (Symbolbild)
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Die Polizei löst am Kinzigbogen in Hanau eine sogenannte Corona-Party auf. Auf die Jugendlichen kommen nun hohe Bußgelder zu. (Symbolbild)

Der Kinzigbogen in Hanau ist für die Polizei ein Hotspot für Corona-Kontrollen. Trotz Kontaktsperre treffen sich hier immer wieder Jugendliche zum „Chillen“. Dafür werden nun saftige Bußgelder fällig.

  • Trotz Corona-Kontaktverbot: Jugendliche treffen sich am Kinzigbogen in Hanau*
  • Polizei Hanau löst nach Kontrolle sogenannte Corona-Party auf 
  • Bußgelder drohen bei Verstoß gegen Corona-Verordnung

Hanau – Die Polizei in Hanau hat in der Nacht zum Donnerstag (30.04.2020) eine sogenannte Corona-Party am Kinzigbogen aufgelöst. Bei einer Kontrolle trafen die Beamten trotz Corona-Kontaktverbot* zum wiederholten Male auf eine Gruppe junger Leute, teilte die Polizei mit. Einige besorgte Anwohner hatten auf der Wache angerufen und die „chillenden“ Jugendlichen auf dem Parkplatz im Hanauer Kinzigbogen gemeldet. 

Hanau: Polizei beendet „Corona“-Party – Bußgelder verhängt

Als die zehnköpfige Gruppe die Polizei Hanau kommen sah, versuchte sie zu flüchten. Die Beamten konnten die Jugendlichen aber stoppen und die verbotene Corona-Party beenden. Danach nahmen sie die Personalien der Unruhestifter auf. 

Alle zehn können nun mit einem Bußgeld von 200 Euro und einer Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Verordnung nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen. Der Gruppe wurde ein Platzverbot für den Kinzigbogen in Hanau ausgesprochen. 

Hanau: Parkplatz bleibt trotz Corona-Regelungen Treffpunkt

Der etwas abseits der Wohnhäuser gelegene Parkplatz samt Einkaufszentrum in Hanau gilt seit längerem als Treffpunkt junger Leute und ist auch der Polizei als solcher bestens bekannt. Seit der Corona-Krise werden deren Angaben nach dort regelmäßig Kontrollen durchgeführt, auch „um ein Bewusstsein für Gesundheitsrisiken zu schaffen“, wie die Ordnungshüter schreiben. 

Die Gesundheitsrisiken das Coronavirus* bestünden, wenn große Gruppen aufeinandertreffen und die Abstandsregelungen nicht berücksichtigen. Dass dies in Hanau wohl nicht immer gelingt, zeigte einmal mehr die Kontrolle der Corona-Party um kurz nach Mitternacht.

Hanau: Maskenpflicht gut angenommen – Corona-Kontrollen rund um den 1. Mai

Insbesondere über das lange 1. Mai-Wochenende kündigte die Polizei weitere Kontrollen in Hanau an. Wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht* meldet die Stadt bisher keinen Ärger. Ein Stadtsprecher erklärte am Donnerstag (30.04.2020), bisher habe es nur einzelne Ermahnungen gegeben, die Kontrollen wären aber auch noch nicht mit hoher Priorität durchgeführt worden.

Hanau gilt in der Corona-Krise als Vorreiter in Sachen Beschränkungen. Die Stadt hatte etwa schon am 20. April eine Maskenpflicht verfügt, etwa eine Woche vor der landesweiten Einführung*. Insgesamt gibt es eine große Akzeptanz der Bürger beim Tragen des Schutzes und der Corona-Regelungen. Dennoch hat auch Hanau offenbar auch Ecken und Plätze, auf denen es zu sogenannten Corona-Partys und Treffen kommt. 

Auch vor der Stadtverwaltung selbst, macht die Corona-Krise nicht halt - Hanau prüft Kurzarbeit für Mitarbeiter der Stadt

In der Corona-Krise verbreiten sich Verschwörungstheorien um das Virus. Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky hat auf die Verbreitung der kruden Corona-Theorien wütend reagiert. Weil sich Gäste einer Grillparty im Kreis Darmstadt-Dieburg nicht an die Corona-Regeln halten wollen, werden sie kontrolliert. Dann eskaliert die Situation. Und auch in Bad Soden am Taunus muss die Polizei eine Corona-Party auflösen. Rund 200 Feiernde treffen sich hier auf einem gemieteten Grundstück.

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Normalerweise löst die Polizei Corona-Partys auf. Aber in Mainz waren es offenbar Polizisten, die eine Corona-Party veranstaltet haben.

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